Viele gute Produkte
Tiefkühl-Pommes im Test: Eine Marke enthält schädliche Stoffe
Ob zur Currywurst oder zum Burger: Pommes gehören zu den beliebtesten Beilagen. Öko-Test hat Tiefkühl-Pommes untersucht. Vor einer Marke wird gewarnt.
Hamm - Man findet sie nahezu überall: Im Restaurant werden sie als Beilage zu Fleisch und Fisch angeboten, Imbisse bieten mitunter Gourmet-Varianten mit verschiedenen Saucen, besonderen Kräutern und viel Käse an. Pommes sind vom Teller der Deutschen nicht wegzudenken. Und auch beim selbst gekochten Essen landen die frittierten Kartoffelstäbchen oft auf dem Teller.
Nur wenige machen sich allerdings die Mühe, Kartoffeln frisch zuzubereiten und kleingeschnitten in die Fritteuse zu packen. Stattdessen setzen viele Menschen auf Tiefkühl-Pommes. Dass das nicht unbedingt gesund ist, wird den meisten Verbrauchern bewusst sein. Aber ist der Verzehr eventuell sogar gesundheitsschädlich? Öko-Test hat sich verschiedene Pommes aus dem Tiefkühlfach angeschaut.
Ökotest prüft Tiefkühl-Pommes: Eine Marke enthält schädliche Stoffe
Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Von 20 Produkten fällt in dem Testbericht nur ein Angebot wirklich negativ auf. In den Potato Master Pommes Frites von Norma haben die Experten von Öko-Test bei der Laboranalyse Chlorpropham festgestellt. Der Stoff gilt als krebserregend und wurde vom Pestizid Aktions-Netzwerk als besonders bedenklich eingestuft. Also nichts, was man unbedingt in seinen Pommes wissen möchte.
Außerdem wurden noch ein Cadmiumgehalt nachgewiesen, die die tolerierbare wöchentliche Aufnahmemenge einer 60 Kilogramm schweren Person zu über 50 Prozent ausschöpft. Cadmium kann sich in Leber und Nieren anreichern und die Organe langfristig schädigen. Für diese Laborergebnisse wurde das Produkt der Firma Norma mit der Note „mangelhaft“ abgestraft.
Umso erfreulicher ist der Blick auf die anderen Tiefkühl-Pommes im Test. In 16 Fällen vergaben die Tester mit „sehr gut“ die Höchstnote, unter andere für die Bio-Varianten der großen Supermarkt-Ketten Edeka und Rewe. Und die drei restlichen Produkte konnten sich die Note „gut“ schnappen. Das überrascht selbst die Experten: „Dass wir an 19 von 20 Pommes frites unter dem Testergebnis ‚Inhaltsstoffe‘ nichts zu bemängeln haben, ist ein erstaunliches Ergebnis.“
Tiefkühl-Pommes überzeugen im Ökotest: Ein Großteil bekommt die Note „sehr gut“
Zu den „sehr guten“ Tiefkühl-Pommes gehören unter anderem:
- Bio-Tiefkühl-Pommes Frites von Alnatura
- Edeka Bio Pommes Frites von Bioland
- Rewe Bio Pommes Frittes von Naturland
- McCain 1-2-3 Frites Original
Auch, wenn das jetzt nicht heißen soll, dass jeden Tag Pommes auf dem Teller landen sollten: Die fast durchweg guten bis sehr guten Testergebnisse der Tiefkühl-Pommes sollten das Gewissen vieler Menschen erleichtern, wenn es mal wieder schnell gehen muss und die frittierten Kartoffelstäbchen im Backofen landen.
Die Sache mit dem Nutri-Score
Pommes sind beliebt. Aber wie bei so vielen beliebten Speisen gilt auch hier: Gesund geht anders. Dabei lassen sich viele Verbraucher durch die Nutri-Score-Angabe auf der Pommes-Tüte beim Griff ins Kühlregal auf eine falsche Fährte führen. Denn auf vielen Produkten ist die grüne Variante des Siegels zu sehen. Und was grün ist, kann so ungesund ja nicht sein. Oder? Leider Fehlanzeige: „Der Nutri-Score macht lediglich die Nährwerte innerhalb einer Produktkategorie vergleichbar – zeigt also, ob Pommesmarke A eine günstigere Nährstoffzusammensetzung hat als Marke B“, schreibt Öko-Test dazu. „Er gibt jedoch keine Auskunft darüber, ob ein Lebensmittel an sich gesund oder ungesund ist.“
„Es spricht nichts gegen den gelegentlichen Genuss einer leckeren Portion Fritten“, schreibt das Magazin dazu. „Probleme mit Acrylamid und Fettschadstoffen, mit denen die in Öl vorfrittierten und vor dem Verzehr noch einmal bei hohen Temperaturen erhitzten Kartoffelstäbchen früher regelmäßig Schlagzeilen machten, scheinen die Hersteller in den Griff bekommen zu haben.“
Nicht so gut wie Pommes kam Margarine im Test weg. Ökotest kam zu einem katastrophalen Ergebnis. Vor allem bekannte Namen sind abgeschmiert. Eine Hafermilch wurde in einem Testbericht wiederum mit der Note „Mangelhaft“ abgestraft – wegen Schimmel.
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