Schutz vor Betrügern
Sicheres Passwort finden: Tipps für den besten Schutz
Sie sollten sicher sein, sehr sicher: Passwörter sind online enorm wichtig. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik gibt Tipps.
Hamm - „123456789“. Na, ertappt? Eine Umfrage des Hasso-Plattner-Instituts zeigte, dass diese Zahlenfolge im Jahr 2023 das am häufigsten genutzte Passwort war. Zugegeben: Menschen mit kriminellen Absichten haben es bei dieser Kombination nun wahrlich nicht schwer, das Passwort zu knacken – brauchen genauer gesagt nur einige Augenblicke. Mithilfe eines sogenannten Brute-Force-Algorithmus, der rasend schnell hintereinander verschiedene Buchstaben- und Zahlenkombinationen testet, brauchen Cyberkriminelle nur wenige Sekunden, um ein einfaches Passwort mit acht Zeichen zu knacken.
Taylor Swift Fans bei Eventim von Hacker-Angriff betroffen
Cyberkriminalität boomt. Vor allem auf allerlei Daten haben es die Betrüger abgesehen – und durch das Darknet werden Logindaten und Passwörter lukrativ weiterverkauft, etwa an Menschen, die es auf Taylor Swift Tickets abgesehen haben. So war jüngst Eventim von einem „unautorisierten Zugriff auf Nutzerkonten“ betroffen.
Viele Verbraucher tun sich schwer, bei der Wahl des richtigen Passworts. Den Namen des Haustiers oder doch der Frau. Was wäre mit dem eigenen Namen und dem eigenen Geburtsdatum? Vorab: Keine gute Idee. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik gibt Tipps, wie ein gutes, ja insbesondere sicheres Passwort, aussehen sollte:
Ein sicheres Passwort finden – diese Tipps helfen dabei
- Je länger, desto besser: Ein gutes Passwort sollte mindestens acht Zeichen lang sein.
- Keine Namen oder persönlichen Präferenzen: Nicht als Passwörter geeignet sind Namen von Familienmitgliedern, des Haustiers, des besten Freundes, des Lieblingsstars, Geburtsdaten und so weiter. Passwörter sollten zudem nicht aus Buchstaben- oder Zahlenfolgen und Wiederholungs- oder Tastaturmustern bestehen.
- Merkbare Passwörter, aber...: Am wichtigsten ist, dass sie sich ihr Passwort gut merken können. Besser als sich die Passwörter ins Handy einzutragen oder auf einem Zettel festzuhalten, sind andere Hilfsstrategien. So kann man sich einen Satz einprägen und davon von jedem Wort nur den Anfangsbuchstaben verwenden (oder nur den zweiten oder letzten). Auch ein ganzer Satz kann - mit Sonderzeichen getrennt - als Passwort dienen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, zufällig 5-6 Worte aus dem Wörterbuch zu wählen und diese mit einem Leerzeichen zu trennen. Dies resultiert in einem leicht zu merkenden, leicht zu tippenden und für Angreifer schwer zu brechenden Passwort. Aber: Merken, bitte!
- Unterschiedliche Zeichen nutzen: Für ein Passwort können in der Regel alle verfügbaren Zeichen genutzt werden, beispielsweise Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen wie Frage- oder Ausrufezeichen. Vielfach ist es bei Onlinediensten schon jetzt geregelt, dass das Passwort etwa aus mindestens acht Zeichen mit Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen bestehen muss. Je komplexer, desto besser.
- Einfache Passwörter werden nicht durch Sonderzeichen verstärkt: Einfache Ziffern am Ende des Passwortes anzuhängen oder eines der üblichen Sonderzeichen am Anfang oder Ende eines ansonsten simplen Passwortes zu ergänzen, ist laut dem Bundesamt nicht empfehlenswert.
- Unterschiedliche Passwörter: Ist das perfekte Passwort einmal gefunden, sollte die Suche eigentlich schon weitergehen. Für jedes Nutzerkonto sollte ein einzigartiges Passwort genutzt werden. Denn: Bei Datenlecks gelangen immer wieder Nutzerkonten und Passwörter in Listen, die sich im Internet verbreiten.
Es ist also äußerst wichtig, sich die Mühe zu machen und nach einem starken Passwort zu suchen. Denn die Betrugsmaschen werden immer perfider. Im vergangenen Jahr warnte die Polizei vor „Quishing“. Passwörter und weitere sensible Daten sollten von Internet-Nutzern erbeutet werden.
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