Phishing-Mail im Umlauf

Perfide Betrugsmasche bei Spotify: Gefälschter E-Mail lockt mit „vermeintlichem Problem“

Betrüger haben es auf Spotify-Nutzer abgesehen. Sie versenden Phishing-Mails, die zur Aktualisierung von Daten auffordern.

München – Spotify, die weltweit führende Audio-Streamingplattform, zieht mit ihrer enormen Reichweite nicht nur Musikliebhaber an, sondern auch Betrüger. Das Unternehmen, das in über 180 Ländern verfügbar ist und einen Umsatz von über 13 Millionen Euro erzielt, gerät immer wieder ins Visier von Kriminellen.

Perfide Betrugsmasche bei Spotify: Verbraucherzentrale warnt vor E-Mails

Die Verbraucherzentrale warnte, dass Spotify, das in Schweden gegründet wurde, von einer Betrugsmasche betroffen ist. Diese zielt auf die Nutzer der Plattform ab, die Millionen von Songs, Podcasts und Hörbüchern hören. Eine Phishing-Mail, die sich „um ein vermeintliches Problem bei der Zahlung für Spotify Premium“ drehte, wurde an die Kundschaft gesendet.

In der Nachricht wird behauptet, dass ein „Problem“ mit einer nicht verarbeiteten Zahlung vorliege. Die Empfänger wurden aufgefordert, ihre Zahlungsinformationen zu aktualisieren, um sicherzustellen, dass genügend Mittel vorhanden sind. Der Betreff der E-Mail lautete: „Spotify: Aktualisieren Sie Ihre Informationen!“

Angebliche E-Mail von Spotify wirkt täuschend echt: So erkennen Sie die Betrugsmasche

Solche Phishing-Mails wirken oft täuschend echt. Diese angebliche Spotify-Nachricht war frei von Rechtschreibfehlern und schlicht gestaltet, was den Betrug schwer erkennbar machte. Dennoch fehlte eine persönliche Anrede, die E-Mail-Adresse des Absenders war unseriös, und am Ende der Nachricht befand sich ein verdächtiger Link.

Die Verbraucherzentrale rät den Empfängern, solche E-Mails zu ignorieren, nicht darauf zu antworten und sie in den Spam-Ordner zu verschieben. Zudem sollte man über die offizielle Spotify-App oder -Website prüfen, ob „dort ähnliche Aufforderungen“ existieren.

„Zahlungsproblem mit Ihrem Spotify Premium“: Spotify-Kunden sind Opfer einer Phishing-Mail geworden.

Spotify warnt Kunden vor Phishing-Mails und Betrugsversuchen

Spotify selbst warnt seine Nutzer auf seiner Website vor Phishing-Mails und betont, dass sie „nie per E-Mail um persönliche Informationen“ bitten. Dabei handelt es sich um:

  • Zahlungsinfos
  • Passwort
  • Sozialversicherungs- oder Steueridentifikationsnummer
  • Zahlungen über ein Drittunternehmen anfordern
  • Bitten, etwas aus der E-Mail herunterzuladen

Adressen, die nicht auf „@spotify.com“ enden, gelten als unseriös. Sollte jemand auf die Betrugsmasche hereingefallen sein, wird empfohlen, das Passwort sofort zu ändern und auch die Passwörter anderer Websites, die dasselbe Passwort verwenden, zu aktualisieren. Bei Verdacht auf Missbrauch der Zahlungsinformationen sollte umgehend die Bank kontaktiert werden. Erst kürzlich wurden auch Mails an Amazon-Kunden verschickt, mit denen Kriminelle Lösegeld für wichtige Daten forderten.

Rubriklistenbild: © Omar Marques/SOPA Images/Imago

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