„Digital und sicher“

Millionen davon betroffen: Merz-Regierung plant Änderung beim Rentenausweis

Die künftige Merz-Regierung hat große Pläne für Millionen Rentner in Deutschland. Im Koalitionsvertrag ist auch eine Änderung beim Rentenausweis vorgesehen.

Hamm – Nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und SPD steht Deutschland vor einem politischen Wechsel. Das betrifft im Zuge der Digitalisierung von Verwaltungsprozessen auch Rentner. Unter der kommenden Merz-Regierung könnte der herkömmliche Rentenausweis verschwinden.

Deutschland soll digitaler werden: Was die Merz-Regierung für den Rentenausweis plant

Jeder Rentner bekommt zu Beginn seiner Rente einen Rentenausweis, der als Nachweis dient. Dieser Ausweis enthält Informationen wie den Namen, das Geburtsdatum und die Rentenversicherungsnummer. Rentner können damit in vielen Fällen Vergünstigungen in Anspruch nehmen, beispielsweise bei Theaterbesuchen oder Bahnreisen.

Mit der neuen Regierung stehen einige Änderungen bei der Rente an.

Bisher war dieser als schmaler, folienverstärkter Papierausweis erhältlich. Dies könnte sich unter der Merz-Regierung für Millionen Rentner nun ändern. Ein Ziel der möglichen schwarz-roten Regierung ist auch, Bürokratie abzubauen. „Wir wollen einen funktionierenden, handlungsfähigen Staat, der digitaler und effizienter als bisher arbeitet“, lautet es im Koalitionsvertrag.

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Rentenausweis soll laut Koalitionsvertrag für Millionen Rentner digital werden

Im 144 Seiten umfassenden Koalitionsvertrag, der die Richtlinien für die Regierungsarbeit der kommenden Jahre festlegt, wird konkretisiert: „Künftig sollen alle den Schwerbehinderten- und Rentenausweis sowie die A1-Bescheinigung digital und sicher mit sich führen können.“ Damit würde der Ausweis in Scheckkartenformat verschwinden. Wie das genau aussehen soll, ist noch nicht bekannt. Angekündigt wurde auch eine neue Frühstart-Rente.

Rente: Das sind die 15 größten Mythen zur Altersvorsorge

Kommt die Rente automatisch? Wie lange muss man mindestens gearbeitet haben? Und muss sie sogar versteuert werden? Das sind nur einige von vielen Fragen zur Altersvorsorge, die wir Ihnen nachfolgend beantworten wollen.
Mythos 1: Die Rente kommt automatisch. Hierbei handelt es sich um einen Irrtum. Alle Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung müssen schriftlich beantragt werden.
Mythos 2: Die Rente muss nicht versteuert werden. Auch das ist nicht richtig. Renten sind grundsätzlich Einkommenssteuer- beziehungsweise Lohnsteuerpflichtig. Jedoch wird das Geld derzeit nicht voll versteuert. Der Prozentsatz hängt vom Zeitpunkt des Renteneintritts ab.
Mythos 3: Ein Reha-Aufenthalt mindert die Rente. Nein, ganz im Gegenteil: Während einer Rehabilitation werden die Pflichtbeiträge zu 80 Prozent des vergangenen Bruttolohns von der Rentenversicherung gezahlt, was den späteren Rentenanspruch erhöht.
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Zudem sollen Entsendemeldungen innerhalb der EU durch die Reform der eDeclaration technisch vereinfacht und mit dem A1-Verfahren zusammengeführt werden. eDeclaration ist ein digitales Meldeportal für Unternehmen, die ihre Mitarbeiter vorübergehend in andere EU-Mitgliedstaaten entsenden. Dies soll den Verwaltungsaufwand erheblich reduzieren. Auch durch das integrierte A1-Verfahren könnte sich der bürokratische Aufwand vereinfachen.

Wie die Deutsche Rentenversicherung erklärt, können Beschäftigte mit einer A1-Bescheinigung nachweisen, dass sie während eines vorübergehenden Aufenthalts im europäischen Ausland weiterhin dem deutschen Sozialversicherungsrecht unterliegen. Die Änderung würde also auch für Rentner gelten, die im Ausland tätig sind. Dabei könnten die Rentenpläne von Union und SPD ernsthafte Finanzierungsschwierigkeiten bekommen. (kas)

Rubriklistenbild: © C3 Pictures/imago

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