Ein Klick kann teuer werden

Millionen Bank-Kunden im Visier: Mail stellt mit „unkompliziertem“ Vorgang gefährliche Falle

Kunden der DKB-Bank sind im Fokus einer neuen Betrugsmasche. Eine angeblich nötige Bestätigung soll sie zur Preisgabe ihrer Kontodaten verleitet.

Hamm – Mit immer neuen Variationen von Betrugsmaschen versuchen Kriminelle, an Kontoinformationen und weitere sensible Daten zu gelangen. Schaffen sie das, sind ihre Opfer manchmal auch hunderttausende Euro los. Das Geld ist oft nur schwer oder gar nicht zurückzubekommen. Deshalb ist es ratsam, sich stets über aktuelle Betrugsmaschen zu informieren. Aktuell warnt die Verbraucherzentrale etwa speziell Bankkunden der DKB.

In einer am 7. Mai veröffentlichten Mitteilung informiert die Verbraucherzentrale über eine betrügerische E-Mail, die derzeit im Umlauf ist. Wer den darin enthaltenen Link anklickt, tappt in die Falle der Betrüger.

Betrugsmasche: DKB-Kunden werden mit Vorgang geködert, der „in wenigen Minuten abgeschlossen“ ist

„Wir möchten Sie darüber informieren, dass eine kurze Bestätigung ihrer Kontoinformationen erforderlich ist“, heißt es in der Mail, die zurzeit zahlreiche DKB-Kunden erreicht. Dieser Vorgang solle „unkompliziert“ und „in wenigen Minuten abgeschlossen“ sein, verspricht die Nachricht weiter. Damit wollen die Betrüger die Kunden der Bank zu vorschnellem Handeln verleiten – ein typisches Merkmal einer Betrugsmasche.

Diese betrügerische E-Mail landet derzeit im Postfach zahlreicher DKB-Kunden.

Bei der Mail handelt es sich indes nicht um eine echte Nachricht der DKB, die nach Angaben auf der eigenen Website derzeit mehr als 5,8 Millionen Privat- und Geschäftskunden hat (Stand: 31. Dezember 2024). Dies ließe sich laut der Verbraucherzentrale auch an mehreren Anzeichen ablesen: Etwa der unpersönlichen Anrede oder dem fehlenden Logo der Bank. Besonders verdächtig ist auch die Absenderadresse, die nicht den offiziellen Kontaktdaten der DKB entspricht. Die Verbraucherschützer raten dringend dazu, solche E-Mails zu ignorieren und unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben oder zu löschen.

Wer auf sie hereinfällt, muss schnell reagieren – an diesen Anzeichen erkennen Sie betrügerische Mails

Es gibt eine ganze Reihe von Anzeichen, anhand derer Verbraucher solche Phishing-Mails erkennen können, informiert das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Seien Sie misstrauisch, wenn eine E-Mail folgende Merkmale aufweist:

  • Dringender Handlungsbedarf: Der Text suggeriert, dass sofort gehandelt werden muss. Dies geht oft mit eng gesetzten Fristen von nur wenigen Tagen oder sogar Stunden einher.
  • Drohungen: Es werden Konsequenzen angedroht.
  • Abfrage vertraulicher Daten: Sie werden aufgefordert, sensible Informationen wie PINs, TANs oder Kreditkartennummern einzugeben.
  • Verdächtige Links oder Formulare: Die E-Mail enthält Links oder Eingabeformulare für persönliche Daten.
  • Ungewöhnliches Anliegen: Die Mail scheint von einer bekannten Organisation zu stammen, aber das Anliegen wirkt ungewöhnlich.

Auch bei Webseiten ist Vorsicht geboten. Das Kürzel „https://“ im URL-Feld bedeutet heute keine Garantie mehr für Sicherheit, da auch Betrüger mittlerweile SSL-Zertifikate für ihre gefälschten Seiten erwerben. Besonders verdächtig ist, wenn nach der Anmeldung dazu aufgefordert wird, bereits bekannte Daten wie Name, Adresse oder IBAN erneut einzugeben.

Sollten Sie den Verdacht hegen, auf eine Phishing-Masche hereingefallen zu sein, ist schnelles Handeln angesagt. Kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank, um Abbuchungen seitens der Betrüger zu unterbinden. Im Falle eines Datenmissbrauchs sollte Anzeige bei der Polizei erstattet werden, rät das BSI. (sp)

Rubriklistenbild: © Ivan Las Heras/imageBROKER/IMAGO

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