Übersicht für Allergiker

Pollenflug-Kalender 2023: Was jetzt blüht - Infos für das ganze Jahr

Niesen, Husten, Juckreiz: Millionen Menschen leiden unter Heuschnupfen. Wann blüht was? Der Pollenflug-Kalender hat kaum noch weiße Flecken. Eine Übersicht für Allergiker.

Hamm – Pollen sind winzig, doch sie haben große Auswirkungen auf das Wohlbefinden und die Gesundheit von Millionen Menschen in Deutschland. Schnupfen, Husten, juckende Augen, Neurodermitis und auch Atemprobleme sind nur ein paar der Symptome, mit denen sich Allergiker jedes Jahr auseinandersetzen müssen.

Allergie gegen Pollen: Gräser, Birke, Hasel, Ambrosia - wann blüht was?

Pollenallergien sind eine Volkskrankheit. Schätzungen gehen davon aus, dass mittlerweile ein Drittel aller Erwachsenen in Deutschland betroffen ist. Die Zahl der Allergiker, die auf Pollen von Gräsern, Birke, Hasel, Ambrosia oder anderen Pflanzen reagieren, hat in den vergangenen 20 Jahren stark zugenommen. Und es werden mehr. Der Grund: Die Pollenflugzeit wird immer länger und die Pollen werden immer aggressiver.

Das Miese am Heuschnupfen: Im Gegensatz zu etwa einer Lebensmittel-Allergie lassen sich Pollen kaum umgehen. Viele von ihnen beginnen zu fliegen, sobald Wetter und Temperaturen im Frühjahr angenehm werden. Allergiker sehen der schönen Jahreszeit also stets mit gemischten Gefühlen entgegen. Im Spätherbst und Winter wird der Pollenflug zwar schwächer, doch Menschen, die sensibel auf Hasel und Erle reagieren, wissen: Die Pollen sind auch dann da, wenn die Natur eigentlich Pause zu machen scheint.

Allergie gegen Pollen: Kaum ein Monat Ruhe für Allergiker

Es gibt kaum noch weiße Flecken im Pollenflugkalender für Deutschland. Aber wann fliegen eigentlich welche Pollen? Wann ist die Allergie-Belastung am höchsten? Das zeigt diese Übersicht* (hervorgehoben sind jeweils die Hauptblühzeiten mit starkem Pollenflug):

  • Januar: Hasel, Erle, je nach Region Zypresse
  • Februar: HaselErle, Weide, Zypresse
  • März: HaselErle, Weide, Pappel, Ulme, Birke, Hainbuche, Esche, Eibe, Koniferen, Zypresse, Lärche, selten Thuja, selten Gräser
  • April: Birke, Esche, Hopfenbuche, Buche, Eiche, Ahorn, Ulme, Rosskastanie, selten Weide, Pappel, Gräser, Koniferen wie Eibe, Kiefer, Douglasie, Wacholder, Scheinzypresse, Thuja
  • Mai: BirkeGräser, Hopfenbuche, Buche, Eiche, Esche, Olive (Ölbaum), Platane, Ahorn, Rosskastanie, Weide, Roggen, Brennnessel, Knöterichgewächse, Wegerichgewächse, Koniferen wie Kiefer, Fichte, Tanne, Lärche, Douglasie, Wacholder, Thuja, Scheinzypresse
  • Juni: Gräser, Roggen, Birke, Hainbuche, Edelkastanie, Ölbaum, Linde, Roggen, Brennnessel, Knöterichgewächse, Wegerichgewächse, Koniferen wie Kiefer, Fichte, Tanne, Wacholder, selten bereits Beifuß
  • Juli: GräserBeifuß, Edelkastanie, Linde, Brennnessel, Knöterichgewächse, Gänsefuß, Wegerichgewächse, selten bereits Ambrosia
  • August: BeifußAmbrosia, Gräser, Brennnessel, Knöterichgewächse, Gänsefuß, Wegerichgewächse
  • September: BeifußAmbrosia, Gräser, Brennnessel, Gänsefuß, Knöterichgewächse, Wegerichgewächse, Zeder
  • Oktober: Gräser, Beifuß, Ambrosia, Brennnessel, Knöterichgewächse, Zeder
  • November: selten noch Gräser, Beifuß, Brennnessel
  • Dezember: Hasel, Erle

* Quelle: Deutscher Allergie- und Asthmabund

Allergie gegen Pollen: Gräser fliegen von März bis Oktober

Nicht jede Allergie ist gleich weit verbreitet. Verantwortlich für die häufigsten Pollenallergien sind Gräser und Birken. Gräserpollen sind auch deshalb ein so großes Ärgernis, weil sie über viele Monate fliegen, und zwar von März bis Oktober. Die höchste Belastung tritt im Juni auf.

Die zehn häufigsten Allergien: Heuschnupfen, Glutenunverträglichkeit bis zu Duftstoff- und Sonnenallergie

Bei einer Pollenallergie reagieren Betroffene mit typischen Symptomen wie Niesen, Schnupfen, brennende und tränende Augen, Husten sowie Atemwegsbeschwerden.
Nicht nur Katzen, auch beispielsweise Pferde, Meerschweinchen, Hamster, Kaninchen und sogar Ziegen können bei sensiblen Menschen allergische Symptome verursachen. Es sind nicht die Haare selbst, sondern bestimmte Eiweiße im Speichel, Schweiß, Talg, Urin, Kot oder in den Hautschuppen der Tiere – sogenannte Allergene – die Ursache für die allergischen Reaktionen beim Menschen.
Eine Hausstaubmilbenallergie wird im Volksmund auch fälschlicherweise Hausstauballergie genannt. Dabei ist es nicht der Staub, der die Allergie bei Menschen auslösen kann, vielmehr der Kot der Hausstaubmilbe im Staub. Typische Reaktionen darauf sind dann rote Augen, Dauerschnupfen und ständiges Niesen – Vor allem nachts und morgens nach dem Aufstehen treten die Beschwerden auf, die sich nur schwer von anderen Allergien wie Heuschnupfen oder einer Erkältung unterscheiden.
Betroffene Hautpartien bei einer Sonnenallergie sind vor allem die Arme und Beine sowie Schultern, das Dekolleté, der Nacken und das Gesicht.
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Als besonders unangenehm gelten Birkenpollen, die vom Wind bis zu 300 Kilometer weit getragen werden. Birkenpollen gibt es zwischen März und Anfang Juni. Der Höhepunkt des Pollenflugs liegt im April. Hasel und Erle, die schon in Wintermonaten bei Temperaturen über 5 Grad fliegen können, gehören ebenfalls zu den stark allergenen Pflanzen.

Allergie gegen Pollen: Im April ist die schlimmste Zeit der Birken

Auch die Pollen von Beifuß und Ambrosia gelten als häufige Auslöser von Allergien. Die Blütezeit der beiden Pflanzen ist ähnlich, nämlich von Juni bis Oktober. Die für Allergiker schlimmste Zeit ist der August.

Ab Oktober kommen Pollenallergiker langsam zur Ruhe, allerdings nur für zwei, drei Monate. Im Januar, manchmal sogar schon im Dezember, startet der Pollenflug von Hasel und Erle - und damit für viele Menschen die Gesundheitsprobleme. Nicht immer steckt Heuschnupfen hinter einer laufenden Nase. Die tritt bei einigen Menschen auch nach dem Genuss von Alkohol auf - bei einigen Sorten mehr, bei anderen weniger. Auch die Symptome von Corona ähneln denen von Heuschnupfen. Umso wichtiger ist es, sie richtig zu deuten.

Allergie gegen Pollen: Je milder der Winter, desto früher fliegen die Pollen

Die Blühzeiten der Pollenarten verschieben sich je nach Wetter- und Temperaturverlauf von Jahr zu Jahr. Faustregel: Je kälter der Winter, desto später startet der Pollenflug der Frühblüher. Nach Ausnahmewintern mit vielen Frosttagen und Schnee ist frühestens Mitte März erster Blütenstaub in der Luft. Der Pollenflugkalender bildet den Pollenflug der einzelnen Pflanzen über das Mittel der vergangenen Jahre ab.

Der Pollenflug wird nicht „angeknipst“. Er beginnt mit der Vorblüte, geht über zur Hauptblüte und endet mit der Nachblüte. In der Hauptblüte einer Pflanze ist die Pollenbelastung für die entsprechenden Allergiker am größten. Der Zeitraum des Pollenflugs ist in Deutschland nicht überall gleich. In wärmeren Regionen beginnt er früher als in kühleren Berg- oder Küstenregionen.

Rubriklistenbild: © Imago

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