Energie-Rücklagen

Preise für Gas und Strom steigen: 2,5-Regel hilft bei Rücklagen

Die Preise für Gas und Strom steigen immer weiter. Wer kann, sollte nicht nur Energie sparen, sondern auch Rücklagen bilden. Dabei hilft die 2,5-Regel.

Hamm - Es vergeht kaum ein Monat ohne schlechte Nachrichten für Verbraucher in Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland. Das Alltagsleben wird immer teurer, vor allem die Kosten für Strom und Gas steigen rapide. Im Juni 2022 waren Gas und Strom nach Angaben der Vergleichsportale Verivox und Check24 im Vergleich zum Vorjahr schon um 30 Prozent teurer.

Vielen Menschen graut es vor dem Herbst und Winter, wenn die Heizperiode beginnt und der Energieverbrauch im Haushalt deutlich steigt. Durch die Gasumlage wird es ab Oktober einen neuerlichen Preisschock geben. Diese Kostensteigerung wird die 300 Euro Energiepreispauschale (EPP), die ab September an Erwerbstätige ausgeschüttet wird, schnell auffressen. Im Übrigen erhalten auch Minijobber und Studenten die 300 Euro. Analysten rechnen spätestens zum Jahreswechsel zudem mit Strompreiserhöhungen für Millionen Haushalte.

2,5-Regel hilft beim Berechnen der Mehrkosten für Strom und Gas

Wer seine Energiekosten unter Kontrolle halten möchte, hat nur eine Möglichkeit: Er oder sie muss Strom und Gas sparen. Kann etwa heißen: Lieber einen dicken Pullover anziehen statt Heizung bollern lassen, mal Deo statt Dusche oder zumindest der Verzicht auf die ganz lange Brause. Den Standby-Modus von Elektro-Geräten umgeht man durch Ziehen des Steckers. Auch bei Herd und Backofen lässt sich einiges an Ersparnis reinholen.

Die Möglichkeiten, Energie zu sparen, sind vielfältig. Experten empfehlen zugleich, für das kommende Jahr 2023 schon einmal Rücklagen zu bilden. Wieviel? Dafür gibt es als Leitschnur die 2,5-Regel.

2,5-Regel: Experten empfehlen, Rücklagen für hohe Energiekosten zu bilden

Die 2,5-Regel besagt: Nehmen Sie die monatlichen Energiekosten vom Vorjahr und multiplizieren Sie die Summe mit 2,5. Haben Sie im Vorjahr beispielsweise 150 Euro im Monat für Strom und Gas bezahlt, können Sie für das Jahr 2023 grob mit Kosten von 375 Euro rechnen. Die Differenz von 225 Euro sollten Sie monatlich schon einmal beiseite legen, um die deutlich steigende Nebenkostenabrechnung begleichen zu können.

Zehn Steuer-Tricks: So sparen Sie bares Geld bei der Steuererklärung

Jedes Jahr legen Sie mit der Steuererklärung dem Finanzamt Ihre Einnahmen und Belastungen offen. Damit Sie nicht unnötig Geld verschenken, haben wir ein paar Tipps für Sie.
Nutzen Sie Pauschbeträge wie die Pendlerpauschale. Letztere können Sie immer angeben, egal ob Sie zu Fuß oder mit dem Auto zur Arbeit kommen. Dafür gibt‘s 35 Cent pro Kilometer (ab 2022: 38 Cent).
Auch mit der Homeoffice-Pauschale von 5 Euro pro Tag (max. 600 Euro im Jahr) lassen sich Steuern sparen. Vorausgesetzt, Sie kommen über die Werbungskostenpauschale von 1.000 Euro im Jahr.
Auch wer berufsbedingt in eine andere Stadt zieht, kann seine Umzugskosten steuerlich geltend machen.
Zehn Steuer-Tricks: So sparen Sie bares Geld bei der Steuererklärung

Die 2,5-Regel hilft bei der Kalkulation, vermehrt aber leider nicht auf wundersame Art die Einkünfte. Rücklagen kann nur bilden, wer Geld übrig hat. Und das hat nicht jeder Haushalt in Deutschland. Der Deutsche Mieterbund befürchtet bereits, dass mindestens das untere Einkommensdrittel der deutschen Bevölkerung die steigenden Kosten für Energie nicht zahlen kann. „Wir sprechen hier über Millionen“, warnt Mieterbund-Präsident Lukas Siebenkotten.

Rubriklistenbild: © Sascha Steinach/Imago

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