Personalmangel

Erste Sparkassen-Filiale will kein Bargeld mehr annehmen – Das müssen Verbraucher nun wissen

Das Bargeld ist noch immer das beliebteste Zahlungsmittel der Deutschen. Eine Sparkasse will zukünftig dennoch kein Bargeld mehr annehmen.

Kassel – Einige Banken in Deutschland mussten bereits schließen, weil die Nachfrage fehlte. In einer Sparkasse bei Frankfurt kann ab sofort kein Geld mehr eingezahlt werden – Hauptgrund ist Personalmangel.

Sparkasse bei Frankfurt nimmt zukünftig kein Bargeld mehr an

Laut einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens Bonsai Research im Auftrag des Payment-Experten GLORY ist Bargeld noch immer das beliebteste Zahlungsmittel der Deutschen. 44 Prozent der Befragten gaben an, noch immer lieber mit Bargeld zu zahlen, die Kartenzahlung liegt mit 43 Prozent allerdings nur knapp dahinter. Obwohl Bargeld nach wie vor eine beliebte Methode zur Zahlung ist, gaben vor einigen Jahren noch deutlich mehr Menschen an, lieber damit zu zahlen, wie jährliche Studien der Deutschen Bundesbank zeigen.

In einer Sparkasse wird zukünftig kein Bargeld mehr entgegengenommen – viele Filialen von Banken schließen.

Eine Analyse der Unternehmensberatung McKinsey & Company bestätigte, dass die Entgegennahme von Bargeld die Banken und Sparkassen in Deutschland jährlich knapp zwei Milliarden Euro kostet. Die Sparkasse in Niederdorfelden bei Frankfurt am Main will deshalb jetzt kein Bargeld mehr entgegennehmen. Auf Anfrage von tagesschau.de bestätigte die zuständige Sparkasse Hanau, dass keine Einnahmen mehr auf die Sparkassenkonten eingezahlt werden können. Grund ist „eine geringe Personalausstattung, durch die dort keine Kasse für Ein- und Auszahlungen vorhanden ist.“

Drastischer Schritt: Raiffeisenbank schließt alle Filialen

Bereits im vergangenen Jahr sorgte die Raiffeisenbank Hochtaunus für Aufsehen. Seit Dezember 2022 war es „nicht mehr möglich, Ein- und Auszahlungen in den Filialen zu tätigen.“ Nur kurze Zeit später stand fest: Die Raiffeisenbank Hochtaunus schließt alle Filialen bis auf die Hauptgeschäftsstelle. „Wir haben den Betrieb der Filialen lange Zeit subventioniert, inzwischen ist die Nachfrage der Kunden allerdings so gering, dass wir uns im vergangenen Jahr dazu entschlossen haben, die Filialen mangels Nachfrage zu schließen“, zitiert tagesschau.de eine Sprecherin.

Als Alternative sollten Kunden der Raiffeisenbank ihr Bargeld an den Kassen von Rewe, Penny und Co. abheben. Deutschlandweit schließen immer wieder Bankautomaten und Bankfilialen, weil die Kunden ausbleiben. Laut der Raiffeisenbank Hochtaunus kamen im Schnitt nur noch zwei Kunden pro Stunde in die Filialen. Auch die Deutsche Bank kündigte im Jahr 2022 bereits an, knapp 200 Postbank-Filialen im gesamten Bundesgebiet zu schließen. Die Commerzbank machte 2022 bereits über 200 Standorte dicht.

Rubriklistenbild: © EHL Media/Imago (Symbolbild)

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