Leere Regale

Streit eskaliert: Edeka wirft ein Dutzend bekannte Marken aus dem Sortiment

Edeka macht Ernst: Der Streit mit einem großen Getränke- und Lebensmittelkonzern eskaliert. Der Supermarkt wirkt ein Dutzend Marken aus dem Sortiment.

Hamm - Kunden von Edeka könnten bald einige ihrer Lieblingsprodukte in den Regalen vermissen: Der Supermarkt hat im Streit mit PepsiCo durchgegriffen. Laut lebensmittelzeitung.net wirft Edeka das Kernsortiment des US-Konzerns aus dem Sortiment. Das betrifft 14 beliebte Marken.

UnternehmenEdeka-Gruppe
HauptsitzHamburg
Gründung1898, Berlin

Streit eskaliert: Edeka wirft ein Dutzend bekannte Marken aus dem Sortiment

Hintergrund ist ein Streit um Preise und Konditionen, berichtet die Lebensmittelzeitung (LZ). Beide Parteien haben sich zu dem Bestellstopp noch nicht geäußert. PepsiCo habe nur klargestellt, man sei gegenüber Edeka lieferfähig.

Zu den Marken, die PepsiCo in Deutschland vertreibt, gehören neben Pepsi unter anderem auch 7 Up, Punica, Schwip Schwap, Doritos, Lay‘s, Rockstar und Lipton - beliebte Produkte in den Supermarkt-Regalen.

Die LZ berichtet, dass Edeka in diesem Jahr erstmals seinen Bedarf über das Einkaufsbüro Everest in Amsterdam und die internationale Händlerallianz Epic Partners in Genf abwickeln will. Und das sorgt nicht nur mit PepsiCo für Ärger. Edeka streitet auch mit L‘Oréal, Melitta und Granini.

Auch gab es bereits harte Verhandlungen mit Dr. Oetker, Henkell, Wagner und Maggi. Auch hier standen beliebte Produkte von Kunden bei Edeka vor dem Aus.

Edeka wirft PepsiCo-Produkte aus den Regalen: Kampf um bessere Preise

Vorstandschef Markus Mosa will bessere Preise und Konditionen für Edeka raushandeln und die aus seiner Sicht zu hohen Renditen der Industrie eindampfen, berichtet die LZ weiter. Dabei arbeitet das Unternehmen mit anderen Handelskonzernen in Europa zusammen.

Im Streit mit den Herstellern bestätigte Edeka jüngst dem Business Insider, dass die marktbeherrschenden Hersteller verstärkt Preiserhöhungen fordern, „und als Druckmittel kommen teilweise auch Lieferstopps zum Einsatz“. Laut Edeka seien die Forderungen auch durch die gestiegenen Rohstoffpreise nicht nachzuvollziehen. Im Fall PepsiCo dreht Edeka den Spieß jetzt wohl um. Bestellstopp statt Lieferstopp.

Der Bestellstopp von Edeka fällt in eine ungünstige Zeit. Lücken in den Supermarkt-Regalen sind in Corona-Zeiten keine Seltenheit, die erhöhten Infektionszahlen in der aktuellen vierten Welle schlagen sich in der Warenverfügbarkeit nieder.

Rubriklistenbild: © Christian Charisius/dpa

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