Spritpreise im Vergleich
Warum Benzin aktuell teurer wird – und Diesel nicht
Die Spritpreise für Benzin liegen häufig höher als für Diesel. Derzeit steigt der Preisunterschied. Nach Einschätzung des ADAC aber immer noch zu gering.
Hamm - Der Gang von der Zapfsäule zur Kasse dürfte für viele schon einmal deutlich angenehmer gewesen sein. Denn die Spritpreise für Benzin werden aktuell teurer, während sich alle Diesel-Fahrer freuen dürfen. Dort sinken aktuell die Preise – wenn auch nur minimal. Erst in der vergangenen Woche vermeldete der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) einen neuen Jahreshöchststand beim Super E10 mit 1,811 Euro. Zum Vergleich: Anfang des Jahres mussten Autofahrer nur rund 1,71 Euro pro Liter bezahlen. „Derzeit kostet ein Liter Super E10 rund 1,83 Euro“, sagt Andreas Hölzel, Unternehmenssprecher beim ADAC, auf Nachfrage von wa.de.
Spritpreise im Vergleich: Benzin und Diesel werden unterschiedlich besteuert
Doch was ist die Ursache dafür, dass das Benzin teurer, der Diesel dafür aber günstiger wird bzw. konstant bleibt? Laut Hölzel ist das angesichts der unterschiedlichen Besteuerung nachvollziehbar. „Auf einen Liter Benzin müssen rund 20 Cent mehr Energiesteuer bezahlt werden“, erklärt er. So wird nach Ansicht des Experten aber auch deutlich, dass der Preisunterschied zwischen Benzin und Diesel eigentlich noch zu gering ist. Ein Liter Diesel liegt gerade nämlich bei rund 1,73 Euro, also nur 10 Cent billiger als der Preis für Super E10.
Auch wenn die Super-Preise morgens – also zu einem Zeitpunkt, wo es am teuersten ist – bei einigen Tankstellen knapp an der Zwei-Euro-Marke kratzen, geht der ADAC nicht davon, dass Autofahrer für einen Liter Benzin in naher Zukunft über zwei Euro pro Liter bezahlen müssen. Viel mehr rechnet der Club mit einem Preisrückgang, da die Rohölkurse nachgegeben hätten. Noch müssen Fahrer, die Benzin tanken, aber stark sein, wenn sie zum Bezahlen an der Reihe sind.
Prognose sah schon zu Beginn des Jahres eine Steigerung der Preise vor
Schon zu Beginn des Jahres lautete die Prognose, das die Spritpreise in die Höhe steigen sollten. Dies sollte daran liegen, weil der CO₂-Preis zum 1. Januar 2024 von 30 auf 45 Euro je Tonne stieg. Immer wieder werden Tankstellen überfallen. Im Januar 2024 war eine Tankstelle an der Soester Straße in Lippetal im Visier der Täter.
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