Wussten Sie‘s?

Autofahrer muss Bußgeld zahlen, weil sein Fenster geöffnet war

Das Fenster des Autos offen lassen kann teuer werden. Nicht nur ein Bußgeld könnte dann fällig werden. Geregelt ist das in der Straßenverkehrsordnung.

Hamm – Das Fahrzeug beim Einkaufen kurz auf dem Parkplatz abgestellt, beim Ausflug an den Straßenrand geparkt oder vor die Haustür gestellt, doch in der warmen Jahreszeit weit und breit kein Schatten in Sicht? Wer sein Auto auch bei Nichtverwendung durchlüften möchte, um üblen Gerüchen oder stehender Hitze vorzubeugen, lässt gerne mal das Fenster offen. Kein Problem, zumal sich keine Wertsachen im Fahrzeug befinden. Ganz so einfach ist es aber nicht in Deutschland. Autofahrern droht ein Bußgeld.

Autofahrern droht Bußgeld wegen Lüftens – das Fahrzeug kann sogar abgeschleppt werden

Wer bei seinem parkenden Fahrzeug das Fenster offen lässt, riskiert ein Bußgeld. Ein skurriler Fall aus Rosenheim macht derzeit die Runde, von dem die Bild berichtet. Demnach habe ein Autofahrer sein Knöllchen in den sozialen Medien auf Facebook gepostet. Ihm wurde ein Strafzettel in Höhe von 15 Euro hinterlassen, nachdem er sein Fahrzeug vermeintlich ordnungsgemäß abstellte.

Demnach stellte der Mann seinen Volkswagen auf einem Parkplatz ab, um an einem heißen Montagnachmittag Erledigungen zu tätigen. Als der Rentner nach einiger Zeit zurückkehrte, begrüßte ihn ein Strafzettel auf der Windschutzscheibe. Der Grund: Der Mann habe vergessen, die Fenster seines Fahrzeugs zu schließen.

15 Euro Strafe für Rentner – er hatte sein Autofenster offen gelassen

An sich eine vermeintlich harmlose Angelegenheit, sollten Wertsachen sowie Autoschlüssel mitgenommen worden sein. Für die Behörden jedoch ist das ein Grund, Stift und Zettel zu zücken. „Sie haben Ihr Fahrzeug verlassen, ohne es gegen unbefugte Benutzung zu sichern“, stand auf dem Strafzettel.

Zehn Tipps zum perfekten Autoputzen - So wird Ihr Fahrzeug strahlend sauber

Das Waschen Ihres Autos im öffentlichen Raum, wie auf der Straße oder auf Parkplätzen, ist in Deutschland nicht erlaubt. Es kann zu Bußgeldern führen, da hierbei das Schmutzwasser ungehindert in die Kanalisation gelangt und die Umwelt belastet wird.
Das Waschen Ihres Autos in einer professionellen Waschanlage oder einer Selbstbedienungs-Waschbox ist in Deutschland erlaubt und empfohlen. Diese Einrichtungen verfügen über ein Abwassersystem, das Schmutzwasser und Chemikalien ordnungsgemäß entsorgt und somit Umweltbelastungen reduziert
Vorbereitung: Bevor Sie mit dem Putzen beginnen, parken Sie Ihr Auto im Schatten, um ein zu schnelles Trocknen der Reinigungsmittel und Wasserflecken zu vermeiden. Zudem sollte das Fahrzeug abgekühlt sein, um Schäden am Lack zu vermeiden.
Zwei-Eimer-Methode: Benutzen Sie zwei Eimer mit Wasser – einen für die Reinigung und einen zum Ausspülen des Schmutzes vom Schwamm oder der Waschhandschuhe. So verhindern Sie, dass Schmutzpartikel zurück auf das Auto gelangen und Kratzer verursachen.
Zehn Tipps zum perfekten Autoputzen - So wird Ihr Fahrzeug strahlend sauber

Demnach habe der Rentner gegen seine Sorgfaltspflicht, verankert in § 14 und 38a der Straßenverkehrsordnung, verstoßen. Autofahrer seien dazu verpflichtet, das Fahrzeug gegen unbefugte Nutzung zu sichern – Fenster schließen inklusive. Wer fahrlässig agiert, droht gar sein Auto temporär zu verlieren. Bleibt nämlich der Autoschlüssel stecken, die Fenster geöffnet und man entfernt sich dennoch vom Fahrzeug, kann dieses abgeschleppt werden. Deutlich teurer hingegen werden Tempoverstöße. Ab 2024 droht Rasern in Österreich gar die Versteigerung des eigenen Autos.

Rubriklistenbild: © Arne Dedert/dpa/Archivbild

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