Warnung
Betrug mit Kryptowährungen: „Unterlassen Sie grundsätzlich ...“
Immer häufiger werden Menschen Opfer von Betrug bei Investitionen in Kryptowährungen. Die Polizei hat Tipps, wie Sie auf die Masche nicht hereinfallen.
Hamm - Auf den ersten Blick scheinen die Angebote seriös zu sein. Auf einer Internetseite findet man einen Bericht oder ein Interview mit einer prominenten Persönlichkeit, die behauptet, es gebe eine schnelle Kapitalanlage in Kryptowährung mit hoher Rendite, von der aber eigentlich niemand wissen dürfe. Das scheint zunächst ein verlockendes Angebot zu sein. Doch dahinter steckt eine fiese Betrugsmasche. Die Kriminalpolizei Siegen-Wittgenstein (NRW) gibt Tipps, wie Verbraucher sich vor Betrügern schützen können.
Betrug mit Kryptowährungen – Die Polizei gibt Ratschläge
Ein Beispiel: Stellen Sie sich vor, Günther Jauch rät Ihnen dazu, Geld in ein Finanzprodukt zu investieren. Wie würden sie reagieren? Die Promis wissen jedenfalls nichts über die missbräuchliche Nutzung ihrer Namen und Fotos. Sie als Verbraucher werden wiederum über einen Link auf eine Website weitergeleitet, auf der man nach seiner Telefonnummer gefragt wird.
Nach deren Eingabe erhält man kurze Zeit später einen Anruf eines angeblichen Brokers. Dieser baut durch diverse Gespräche und Nachrichten Vertrauen auf, bis man schließlich bereit ist, eine erste Investition zu tätigen. Dann ist es meistens schon zu spät - die Kriminalpolizei gibt Tipps, um es so weit nicht kommen zu lassen.
Betrug mit Kryptowährungen vermeiden – „Unterlassen Sie grundsätzlich ...“
- Unterlassen Sie grundsätzlich Investments in Finanzprodukte, die Sie nicht kennen oder nicht vollumfänglich verstehen. Dazu gehören insbesondere Kryptowährungen. Sie sind kein anerkanntes Zahlungsmittel, unterliegen keiner Einlagensicherung, sind nicht gegenfinanziert und werden gezielt von Kriminellen missbraucht.
- Lassen Sie sich bei einer Geldanlage nie unter Druck setzen.
- Versprechungen über schnelle Kursgewinne sind immer ein Warnhinweis und sollten niemals als Entscheidungskriterium für eine Anlage dienen.
- Geldanlagen sollten niemals über Kredite finanziert werden.
- Besprechen Sie beabsichtigte Investments mit einer vertrauten Person und holen Sie sich grundsätzlich Meinungen von Dritten mit Fachwissen ein.
- Und allgemein: Geben Sie keine sensiblen Daten preis - wie Zugangsdaten zum Online-Banking oder zum Depot.
Die Betrüger haben das Ziel, an das Geld der Menschen zu kommen. Tatsächlich gehen die Täter dabei so perfide vor, dass sogar Kleinbeträge zur Vertrauensbildung ausgezahlt werden. Spätestens, wenn man eine nennenswerte Aus- oder Rückzahlung veranlassen will, treten jedoch angeblich unvermittelt Probleme auf - es kann zum Kontaktabbruch kommen; zur Behauptung, die Einlagensumme wäre zu niedrig und man müsse noch mehr investieren; oder auch zu Erklärungen angeblicher Behörden oder Kryptobanken, man müsse Gebühren entrichten.
Letztlich werden immer wieder Gründe vorgebracht, warum eine Auszahlung gerade nicht möglich sein soll. Mit den Tipps der Kriminalpolizei sollen erfolgreiche Betrugsmaschen verringert werden.
Betrugsversuche treten in vielen Bereichen des Lebens auf. In Hamm wollte ein Mann ein gefälschtes Medikamenten-Rezept einlösen. Eine Mitarbeiterin der Apotheke bemerkte den Vorfall - der Mann floh davon. Kaum ist Gras legal, nutzen Betrüger den neuen Markt für eine dreiste Masche. Eine Frau aus Iserlohn wurde nach dem Online-Kauf von Cannabis Opfer eines Hackerangriffs.
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