Voraussetzungen

Bis zu 22.000 Euro beim Autokauf: Reha-Träger fördern Finanzierung der Fahrzeuge

Wer sich ein Auto kaufen möchte, um damit zum Arbeitsplatz zu fahren, kann finanzielle Förderung erhalten. Es müssen allerdings Voraussetzungen erfüllt werden.

Hamm - Der Weg zur Arbeit ist manchmal ziemlich lang und ohne eigenes Auto kaum zu bewerkstelligen, will man nicht täglich stundenlang öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Wer kein eigenes Fahrzeug besitzt, kann auf die Deutsche Rentenversicherung (DRV) zurückgreifen. Die fördert die Finanzierung des Autos mit einem Zuschuss. Arbeitnehmer müssen aber bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

Autokauf wird bis zu 22.000 Euro gefördert: Wann die Rentenversicherung einspringt

Das Stichwort lautet „Kraftfahrzeug-Hilfe“. Diese wird seitens der Deutschen Rentenversicherung eben jenen körperlich beeinträchtigten Menschen zu Teil, die ihren Arbeitsplatz aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen können. Der Grund dahinter: Trotz der körperlichen Einschränkung sollen Berufstätige wieder ins Arbeitsleben integriert und vor einer vorzeitigen Rente bewahrt werden.

Doch wer qualifiziert sich für die Kraftfahrzeughilfe? Bezuschusst beim Autokauf sowie beim Führerschein und zur behindertengerechten Ausstattung eines Autos werden Menschen mit Behinderung, die nicht nur vorübergehend auf ein Auto angewiesen sind, um zum Arbeitsplatz oder Ausbildungsort zu gelangen. Ebenso muss vorausgesetzt sein, dass die Strecke zur Arbeit weder zu Fuß, mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit Mitfahrgelegenheit noch mit einem Werkbus des Arbeitgebers zurückgelegt werden kann.

Bis zu 22.000 Euro beim Autokauf: Reha-Träger fördern Finanzierung des Fahrzeugs

Reha-Träger übernimmt Förderung beim Autokauf – es gibt Regeln

Kann der Antragssteller ein Kraftfahrzeug führen oder ein Dritter führt das Fahrzeug für ihn, ist man für die Kraftfahrzeug-Hilfe berechtigt. Und dann? Auto kaufen, Rechnung behalten und bei der Deutschen Rentenversicherung das Geld zurückholen? Nicht ganz. Das Kraftfahrzeug-Hilfe muss zunächst ausführlich beantragt werden. Erst nach der Zusage des Reha-Trägers sollte ein Auto gekauft werden. Als Reha-Träger gelten folgende Stellen:

  • Eingliederungshilfe
  • gesetzliche Unfallversicherung
  • gesetzliche Rentenversicherung
  • Arbeitsagentur
  • Integrationsamt
  • Sozialamt

Der zuständige Reha-Träger hängt von der jeweiligen Situation des Antragstellers ab. Wird der Antrag an den falschen Reha-Träger geschickt, ist dieser dazu verpflichtet, diesen an die korrekte Stelle zu versenden. Die Beschaffung eines Kraftfahrzeugs wird maximal bis 22.000 Euro gefördert. In Ausnahmefällen sind höhere Beträge möglich. Die Höhe der Förderung beim Autokauf hängt von der Bezugsgröße ab. Diese orientiert sich am durchschnittlichen Arbeitsentgelt aller Rentenversicherten des vergangenen Jahres. Kurzum: Wer ein Netto-Einkommen von unter 1.358 vorweisen kann, wird zu 100 Prozent bezuschusst. Wer mehr als 2.546 Euro netto verdient, muss auf eine Förderung beim Autokauf verzichten.

Ohnehin gilt: Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte stets vorsichtig fahren. Ein Raser in Hagen brachte eine Kita-Gruppe zum weinen. Tödlich endete ein Unfall in Harsewinkel. Ein Autofahrer prallte mit seinem Fahrzeug gegen einen Baum.

Rubriklistenbild: © IMAGO / IlluPics

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