Ungenügend!

Nuss-Nougat-Creme: Nutella und Milka schneiden bei Öko-Test schlecht ab

Zwei der beliebtesten Marken für Nuss-Nougat-Creme sind bei Öko-Test komplett durchgefallen. Für Milka und Nutella gab es ein Ungenügend.

Hamm - Nutella aufs Brot, da hast du was drauf! So lautete einst der Slogan in der Werbung für Nutella. Die Redaktion von Öko-Test hat sich jetzt mal angeschaut, was genau sich die Verbraucher da eigentlich auf ihr Brot schmieren. Und kam zu einem erschreckenden Ergebnis. Von 21 Nuss-Nougat-Cremes im Test war die wohl bekannteste Marke auch die schlechteste. Für das Produkt von Ferrero hieß es in dem Testbericht: Sechs, setzen! Und auch ein Aufstrich von Milka kam im Test ebenso schlecht weg. Ein schwacher Trost für Nutella-Fans: Immerhin zwei Produkte erhielten die Note „gut“. Durch und durch zu empfehlen ist allerdings gar kein Artikel.

Nuss-Nougat-Creme: Öko-Test-Urteil für Nutella und Milka vernichtend

Die Redaktion von Öko-Test findet harte Worte für Nutella und andere Nuss-Nougat-Cremes: Im Schnitt bestehen die Produkte aus 50 Prozent Zucker und 35 Prozent Fett. Viel Platz für andere Zutaten bleibt da gar nicht mehr. „Wenn es nach den Hauptzutaten ginge, wäre also Zucker-Fett-Creme der passendere Name“, heißt es im Test.

So richtig zufrieden waren die Tester mit keiner Creme: Ungesund sind sie eigentlich alle. Aber Nutella und der Aufstrich von Milka sind noch einmal ein gutes Stück ungesünder - und eventuell sogar gefährlich? Denn mit mehr als 56 Prozent Zucker sind sie die süßesten Produkte im Test.

Noch bedenklicher ist allerdings, dass beide Cremes Mineralölbestandteile enthalten. Genau handelt es sich um die Kohlenwasserstoffe MOSH. Die können zu einer großen Verunreinigung des Körpers führen. Was genau MOSH allerdings anrichten, wenn sie sich im Körper angereichert haben, ist vollkommen unklar. Allerdings lassen sich Mineralölbestandteile auch in vielen anderen Nuss-Nougat-Cremes finden. Nutella und Milka gehören allerdings zu den wenigen Kandidaten, die nicht ohne künstliches Aroma oder den Aromastoff Vanillin auskommen.

Sind Nutella und Milka gefährlich? Bedenkliche Zutat in Nuss-Nougat-Cremes entdeckt

Dazu kommt bei dem Milka-Aufstrich, dass nur fünf Prozent Haselnussmasse enthalten ist. Für ein Produkt, das sich „Haselnusscreme“ nennt, ist das ein Armutszeugnis. Ein Großteil der Konkurrenten - selbst Nutella - enthält rund 13 Prozent Haselnüssen.

Sowohl Ferrero als auch Milka versuchen übrigens, durch unrealistische Portionsgrößen die Kaloriengehalte der laut Öko-Test-Redaktion „süßesten Cremes im Test“ kleinzurechnen. Hier kann also durchaus von Täuschung der Kunden gesprochen werden. Dass beide Hersteller nicht transparent machen, was sie unternehmen, um in den Anbauländern für bessere Arbeitsbedingungen zu sorgen, wird auch nicht jedem schmecken.

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Die beiden großen Namen im Test der Nuss-Nougat-Cremes fallen also in so ziemlich jeder Disziplin durch. Und der neue Slogan „Verschenke ein Lächeln mit Nutella“ ist in diesem Zusammenhang wohl eher unpassend. Aber auch, wenn Begeisterungsstürme der Öko-Test-Redaktion ausbleiben: Zwei Aufstriche erhielten die Note „gut“. Zum einen die Bio-Creme von dm. Zum anderen die Creme der Discounter-Marke Ja! von Rewe.

Nutella und Milka bieten also keine gute Qualität. Zurückgerufen müssen werden die Produkte deswegen aber nicht. Im Gegensatz zu einem Mineralwasser, in dem chemische Rückstände gefunden wurden. Ein Discounter denkt sich derweil etwas ganz Besonderes aus: Kunden müssen dort eventuell schon bald nicht mehr an der Kasse stehen. Denn Penny testet einen volldigitalen Laden.

Rubriklistenbild: © Marcus Brandt / dpa

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