ING veröffentlicht Mitteilung

Auf die Details sollte geachtet werden: „Letzte Erinnerung“ erreicht aktuell zahlreiche Bank-Kunden

Eine neue Betrugsstrategie gefährdet die Kunden einer Bank. Diese mahnt, dass einige kriminelle Taktiken zunehmend schwieriger zu erkennen sind.

Hamm – Betrugsversuche von Kriminellen sind häufig leicht zu enttarnen. Doch das muss nicht immer so sein. Die ING-Bank warnt in einer aktuellen Mitteilung davor, dass Phishing-Mails „immer besser“ werden. Einige Betrüger kopieren das Design des Unternehmens „so perfekt“, „dass man den Betrugsversuch vom Original kaum unterscheiden kann“. Derzeit gerät eine Phishing-Mail in den Fokus, auf die auch die Verbraucherzentrale aufmerksam macht. Immer wieder geraten Banken wie die ING in das Visier von Kriminellen.

Bank und Verbraucherzentrale warnen vor Betrügern – diese Merkmale entpuppen den Versuch

ING und Verbraucherzentrale haben eine E-Mail veröffentlicht, in der Betrüger ihre Zielpersonen mit dem Betreff „Letzte Erinnerung – Bestätigung Ihrer Kontodaten erforderlich“ locken wollen. Besonders auffällig ist das Fehlen des ING-Logos, und die gesamte E-Mail wirkt unseriös gestaltet. Die Verbraucherzentrale rät: „Wir raten Ihnen, der Aufforderung nicht nachzugehen. Falls Sie ein ING-Konto haben, schauen Sie auf der offiziellen Seite oder in der App nach, ob Sie dort ähnliche Aufforderungen finden.“ Anhand dieser Eigenschaften lässt sich ein Betrug erkennen:

  • Unpersönliche Anrede
  • Links innerhalb der E-Mail
  • Fehlerhafte Absenderadresse
  • Androhung von Kontoeinschränkungen
  • Kurze Fristsetzung

Auch die ING selbst macht darauf aufmerksam. Kriminelle sprechen ihre Zielpersonen oft mit „Sehr geehrter Kunde“ oder „Sehr geehrte Kundin“ an, anstatt den richtigen Namen zu verwenden. Dabei wird häufig auch das falsche Geschlecht genannt. Typische Merkmale sind zudem fehlerhafte Umlaute (wie ue statt ü) oder grundlegende Rechtschreib- und Grammatikfehler.

Vor dieser Phishing-Mail warnen derzeit die Verbraucherzentrale und die ING-Bank.

Die Art der Betrugsmails verrät oft ihre Absicht. Fast alle Phishing-Versuche drängen die Empfänger, schnell zu handeln – manchmal mit Fristen von nur 60 Minuten. Auch angedrohte Bearbeitungsgebühren bei Nichtreaktion sind ein häufiges Merkmal dieser Betrugsversuche. Mit zweifelhaften Links sollen Betroffene direkt in der Mail ihre Daten eingeben.

„Tun Sie sich selbst den Gefallen“: Bank warnt davor, persönliche Daten per E-Mail-Link zu teilen

Die ING betont: „Das einzige, was wirklich passiert, ist, dass die Kriminellen nun vollen Zugriff auf Ihr Konto haben und dieses vermutlich in Kürze leerräumen werden. Tun Sie sich also selbst den Gefallen und klicken Sie nicht auf den Link.“ Kein seriöses Unternehmen würde seine Kunden auffordern, vertrauliche Informationen wie PINs oder Zugangsdaten über einen E-Mail-Link oder ein angehängtes Formular preiszugeben. Auch Telekom-Kunden sollten zuletzt Abstand von einer betrügerischen Mail nehmen.

Sollten Kunden bereits auf eine Phishing-Mail hereingefallen sein, sollten sie umgehend das Unternehmen kontaktieren und alle Passwörter ändern. Zudem sollte der eigene Computer auf mögliche Schadsoftware überprüft und die Kontoumsätze kontrolliert werden. Haben Kriminelle bereits zugeschlagen, sollten Betroffene eine Anzeige bei der Polizei erstatten. (bk)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Guido Schiefer

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