Bild und Ton schlechter

Nach Werbung gibt es bei Amazon Prime Video eine weitere Einschränkung

Kunden von Amazon Prime müssen seit kurzem Geld bezahlen, wenn sie weiterhin ohne Werbung streamen wollen. Das ist allerdings nicht die einzige Einschränkung.

Hamm - Die Zeit der hohen Zuwachsraten bei Streaming-Diensten ist vorbei, schon seit längerem drehen diese daher an der Kostenschraube. Kunden von Netflix waren zuletzt vom Kampf gegen das Account-Sharing und neuen Preismodellen betroffen. Auch die Abo-Änderungen bei Disney+ waren nicht zum Vorteil der Nutzer. Bei Amazon Prime muss seit dem 5. Februar 2024 draufzahlen, wer weiterhin keine Werbung sehen will. Doch das ist nicht die einzige Einschränkung.

Nach Werbung kommt bei Amazon Prime die nächste Einschränkung

Kunden von Amazon Prime, die nicht das neue Werbefrei-Abo für 2,99 Euro im Monat gebucht haben, bekommen eine schlechtere Bild- und Tonqualität. Das berichten mehrere Tech-Portale übereinstimmend. Wer über seinen Prime-Zugang hinaus also nicht zusätzlich zahlt, muss nicht nur mit Werbung, sondern unter Umständen auch mit schlechterer Qualität leben als bislang.

Nutzer eines Prime-Werbeabos bekommen folgende technischen Features nicht mehr ausgespielt:

  • dynamisches HDR-Bild nach dem Standard Dolby Vision
  • englischen 3D-Sound im Dolby-Atmos-Format

Das Portal 4KFilme.de führte nach einem Hinweis eines Users eine Testreihe auf verschiedenen TV-Geräten und Abo-Modellen durch und stellte dabei die reduzierte Qualität für das Basis-Abo mit Werbung fest.

Amazon Prime: Reduzierte Bild- und Tonqualität im Werbe-Abo

Amazon selbst hielt sich zu dem technischen Downgrade zunächst bedeckt, bestätigte aber auch Nachfrage des Branchendienstes Heise, dass Inhalte mit Dolby Atmos und Dolby Vision nur in der werbefreien Version von Prime Video verfügbar sind.

Für Nutzerinnen und Nutzer von Amazon Prime, die nicht über die Hardware für Dolby Vision HDR und Dolby Atmos 3D-Sound verfügen, werden von den technischen Einschränkungen beim Werbe-Abo nichts merken. Für alle mit entsprechender Ausstattung ist es jedoch bitter, denn sie haben nun einen zweiten, sehr unwillkommenen Grund, 2,99 Euro mehr pro Monat für das Werbefrei-Abo zu bezahlen.

Nach Netflix geht ein weiterer Streamingdienst gegen das Teilen von Konten vor. Wer Account-Sharing bei Disney+ betreibt, könnte große Nachteile haben. Der Mediengigant droht Kunden mit „technischen Maßnahmen“. Netflix verschwindet ab Ende Februar von 100 TV-Modellen. Die App wird von den Geräten entfernt. Eine Liste zeigt, welche Fernseher betroffen sind.

Rubriklistenbild: © Daniel Reinhardt/ dpa

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