Irritierte Krimifans

Zuschauer genervt: Wiener „Tatort“ ohne Untertitel kaum zu verstehen

Beim Wiener „Tatort“ waren nicht nur Spannung und Nervenkitzel angesagt. Denn einigen Zuschauern bereitete der Film auch Verständnisprobleme.

Wien – Mit zahlreichen Ermittlerteams aus diversen Regionen in Deutschland und Österreich sind beim „Tatort“ auch die unterschiedlichsten Dialekte vertreten. Die neue Wien-Folge der ARD-Reihe sorgte bei vielen Zuschauern am Sonntagabend (15. Oktober) genau deswegen nun aber für Entrüstung – und den Wunsch nach Untertiteln.

Wegen starkem Dialekt: ARD-Zuschauer ziehen über Wiener „Tatort“ her

Der neueste „Tatort“-Fall von Moritz Eisner (Harald Krassnitzer, 63) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser, 64) ist keine leichte Kost. Im Kern der Handlung von „Bauernsterben“ steht, wie der Titel schon erahnen lässt, der ermordete Landwirt Max Winkler. Ins Visier der Ermittlungen rücken dabei zuerst zwei rumänische Cousins, dann eine Tierschutzorganisation und schließlich Winklers Geschäft. Bei aller Spannung und Mitfiebern dürfte die Folge bei vielen Zuschauern aber vor allem wegen des starken Dialekts in Erinnerung geblieben sein.

Stefan Frank, Martin Gruber, Wolf Sander: Die kultigsten Serien-Ärzte aller Zeiten

Stefan Frank, Martin Gruber und Wolf Sander zählen bis heute zu den kultigsten Serienärzten.
Sigmar Solbach steht als Dr. Stefan Frank vor der Kamera.
Hans Sigl spielt bei „Der Bergdoktor“ die Rolle des Dr. Martin Gruber.
Vor Hans Sigl spielte Gerhard Lippert die Rolle des Bergdoktors.
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Dass bei einem „Tatort“, dessen Handlung sich vor allem auf dem Land abspielt, Figuren eine andere Mundart als in den großen Städten sprechen, ist selbstverständlich – besonders verständnisvoll zeigt sich das ARD-Publikum diesbezüglich aber nicht. „Der Dialekt ist kaum zu verstehen. Ich bräuchte Untertitel“, wettert ein Zuschauer bei X (ehemals Twitter), während ein anderer „eine Synchronspur auf Deutsch“ fordert. Ein Fan des Wiener Ermittlerduos wünscht sich derweil: „English please.“

Das Phänomen „Tatort“

Seit der Ausstrahlung der ersten „Tatort“-Folge „Taxi nach Leipzig“ am 29. November 1970, hat sich das wöchentliche Krimi-Format zu einem wahren TV-Phänomen entwickelt und beschert der ARD mit jeder neuen Folge ein Millionenpublikum. Bis heute sind stolze 102 Ermittler in der Erfolgssendung zu sehen gewesen – die meisten Einsätze kann dabei das Münchner Duo Ivo Batic (Miroslav Nemec, 68) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl, 64) verzeichnen. Von den 22 stetig wechselnden Schauplätzen und Teams – darunter Ludwigshafen, Wien, Stuttgart, Hamburg, Zürich und Bremen – gelten Frank Thiel (Axel Prahl, 62) und Prof. Dr. Dr. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers, 58) aus Münster als die am beliebtesten, wie eine Umfrage von t-online aus dem Jahr 2022 ergeben hat. 

(Quellen: daserste.de, t-online.de)

„Spannend“ bis „klischeehaft“: Letzter „Tatort“ mit Heike Makatsch spaltet die Zuschauer

Am vorigen Wochenende feierte Heike Makatsch in „Aus dem Dunkel“ ihren Abschied als „Tatort“-Kommissarin. Zwar konnte die Folge ein Millionenpublikum vor die Bildschirme locken, spaltete im Netz aber die Meinungen. „Richtig spannend erzählter Psychothriller! Und Heike Makatsch: super cool! Weltklasse!“, schwärmte ein ARD-Zuschauer nach der Ausstrahlung bei X, ein besonders enttäuschter Zuschauer urteilte jedoch: „Note 4- sag’ ich mal. Interessanter Plot und Heike Makatsch war super. Aber so viele unlogische Momente in der Handlung der Polizei. Schwache Frauenrollen und ein klischeehafter Täter.“

Im neuesten Wiener „Tatort“ sorgte vor allem der starke Dialekt bei den Zuschauern für Entrüstung.

Zwar kann die ARD jedes Wochenende wahre Traumquoten verbuchen, vergangene Woche ging der „Tatort“ aber gegen einen Hollywood-Blockbuster ins Rennen. Ob dem Kultkrimi dennoch der Quotensieg gelingen konnte? Verwendete Quellen: ARD; X (ehemals Twitter)

Rubriklistenbild: © ARD Degeto/ORF/Petro Domenigg (Fotomontage)

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