Entscheidung rückt näher

Vor Urteil gegen Marius im Juni: Haakon bricht sein Schweigen – „Wir sind vorbereitet“

Das Urteil gegen Marius Borg Høiby wird im Juni erwartet – und Kronprinz Haakon sagt der Presse in Tokio, wie die Familie damit umgeht.

Es sind schwere Wochen für die norwegische Königsfamilie. Während Kronprinz Haakon (52) seinen Staatsbesuch in Japan absolviert, häufen sich die Sorgen daheim in Oslo: die schwere Erkrankung von Kronprinzessin Mette-Marit (52), ein verdächtiges Schreiben an das Studentenwohnheim von Prinzessin Ingrid Alexandra (22) in Sydney – und das bevorstehende Urteil gegen Marius Borg Høiby (29), Haakons Stiefsohn, der seit Monaten in Untersuchungshaft sitzt.

Bei seinem Besuch in Japan äußerte sich Kronprinz Haakon auch zu seinem Stiefsohn Marius Borg Høiby. (Archivbild)

Vor der Presse in Tokio bricht Haakon nun sein Schweigen. Auf die Frage, ob die Familie auf das Urteil vorbereitet sei, antwortet der Kronprinz ruhig und gefasst: „Ja, wir haben gehört, dass das Urteil voraussichtlich im Juni verkündet wird, und wir sind darauf vorbereitet.“ Laut dem norwegischen Nachrichtenportal ABC Nyheter wird das Urteil gegen Marius Borg Høiby für den 15. Juni erwartet. Der 29-Jährige ist wegen 40 Vergehen angeklagt, darunter schwere Vorwürfe: Vergewaltigung im Schlaf bei vier Frauen sowie Misshandlung in einer engen Beziehung gegenüber seiner Ex-Freundin, der Influencerin Nora Haukland (29). Die schwersten Anklagepunkte bestreitet der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit.

Marius Borg Høiby im Luxus-Knast: Swimmingpool und Eiscreme statt grauer Gefängnisalltag

Doch die Vorwürfe gegen Marius Borg Høiby sind nicht das Einzige, was Haakon in diesen Tagen bewegt. Kronprinzessin Mette-Marit leidet an einer fortschreitenden Lungenfibrose – und ihr Zustand hat sich zuletzt deutlich verschlechtert. Haakon kürzt seinen Japanbesuch sogar um einen Tag, um früher nach Hause zu fliegen. Laut ABC Nyheter sagt er: „Ich halte es für wichtig, nach Hause zu kommen und bei Mette zu sein. Es geht ihr derzeit nicht gut. Es ist eine fortschreitende Krankheit, und leider hat sich ihr Zustand stark verschlechtert.“

Unterdessen berichtet das norwegische Magazin Se og Hør, dass Marius Borg Høiby seine Untersuchungshaft unter ungewöhnlichen Umständen verbringt: Das Osloer Gefängnis, das nach 175 Jahren Betrieb kurz vor der Schließung steht, zählt nur noch sechs Insassen. Gefängnisleiter Nils Leyell Finstad beschreibt in einem Brief an die Gefängnisbehörde eine Sondersituation – mit doppelter Besuchszeit, Yoga im Freien, einem Swimmingpool im Innenhof und thailändischem Mittagessen mit Eiscreme zum Nachtisch. Ein anonymer Häftling soll laut dem Brief gesagt haben: „Die besten Tage meines Lebens.“

Wer ist wer im norwegischen Königshaus? Das sind die Mitglieder der royalen Familie

König Harald im Mai 2024 im Palast in Oslo.
Königin Sonja bei der Hochzeit ihrer Tochter Prinzessin Märtha Louise am 31. August 2024 in Geiranger.
Kronprinz Haakon am norwegischen Nationalfeiertag 2024 auf Gut Skaugum.
Kronprinzessin Mette-Marit am norwegischen Nationalfeiertag 2024 auf Gut Skaugum.
Wer ist wer im norwegischen Königshaus? Das sind die Mitglieder der royalen Familie

Für Marius’ Familie sind es bange Tage des Wartens – vor allem für die gesundheitlich stark angeschlagene Mette-Marit eine große Belastung. Deshalb hat Prinzessin Ingrid Alexandra beschlossen, ihr Studium zumindest vorübergehend zu stoppen. „Sie plant, bald nach Hause zu kommen – und das hat mit der Familiensituation zu tun: um bei ihrer Mutter zu sein“, erklärt Haakon in Tokio. Ob sie ihr Studium in Australien nach dem Besuch fortsetzen wird, lässt er offen. Verwendete Quellen: abcnyheter.no, seher.no

Rubriklistenbild: © IMAGO/ABACAPRESS/Bestimage

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare