Schon vor Verhandlungsbeginn

Kostenexplosion: So viel Geld verschlingt Marius Borg Høibys Skandal-Prozess

Das Strafverfahren gegen Kronprinzessin Mette-Marits Sohn Marius Borg Høiby wird zur finanziellen Belastung. Schon vor Prozessbeginn häufen sich hohe Anwaltskosten.

Oslo – Der Rechtsskandal um Marius Borg Høiby (28) entwickelt sich zu einer massiven finanziellen Belastung für den norwegischen Staat. Bereits vor Prozessbeginn am 3. Februar 2026 haben die Anwälte des Sohnes von Kronprinzessin Mette-Marit (52) beträchtliche Summen kassiert. Wie die norwegische Zeitung Verdens Gang berichtet, erhielten die Verteidiger Ellen Holager Andenæs (78) und Petar Sekulic (54) bislang zusammen über 1,4 Millionen norwegische Kronen (rund 118.000 Euro). Andenæs allein bekam laut Angaben des Bezirksgerichts Oslo 905.706 Kronen (etwa 76.000 Euro) ausgezahlt, während Sekulic 516.138 Kronen (circa 43.300 Euro) erhielt.

Petar Sekulic und Ellen Holager Andenaes (rechts) haben die Verteidigung von Marius Borg Høiby (links) übernommen. (Fotomontage)

Die Gesamtkosten des Verfahrens übersteigen bereits jetzt die Drei-Millionen-Kronen-Marke. Marius Borg Høiby wird in 32 Punkten angeklagt, unter anderem werden dem Stiefsohn von Norwegens Kronprinz Haakon (52) Vergewaltigung, Körperverletzung und Sachbeschädigung zur Last gelegt. Auch die Rechtsbeistände der mutmaßlich Geschädigten haben laut dem norwegischen News-Portal Nettavisen insgesamt über 1,3 Millionen Kronen (rund 110.000 Euro) erhalten. Das Kanzlei Elden, die drei Klientinnen vertritt, kassierte dabei mit 579.788 Kronen (etwa 48.700 Euro) den höchsten Betrag.

Der norwegische Staat muss für Marius Borg Høibys Strafprozess aufkommen

Der frühere Verteidiger Øyvind Bratlien (45), der Marius Borg Høiby von August 2024 bis Februar 2025 vertrat, erhielt für seine Arbeit 602.434 Kronen (circa 50.600 Euro). Die Ermittlungen gegen den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit begannen im August 2024, als er wegen einer Attacke gegen seine damalige Freundin festgenommen wurde. Im Laufe der Monate weitete die Polizei die Vorwürfe immer weiter aus.

Petter Skogstad Grannes, stellvertretender Vorsitzender der Verteidigergruppe, erklärt gegenüber VG das Verfahren: In umfangreichen Strafverfahren müssten Verteidiger zahlreiche Dokumente durcharbeiten, digitale Beweise sichten und alternative Zeugen suchen. Die Kosten trägt zunächst der Staat. „Wenn der Richter feststellt, dass zu viel im Voraus gezahlt wurde, kann eine Rückzahlung verlangt werden“, so Grannes. Nach norwegischem Recht übernimmt der Staat zunächst alle Anwaltskosten, um auch weniger vermögenden Klägern ein faires Verfahren zu garantieren – die Kostenübernahme durch die unterlegene Seite erfolgt erst nach dem Urteil.

Wer ist wer im norwegischen Königshaus? Das sind die Mitglieder der royalen Familie

König Harald im Mai 2024 im Palast in Oslo.
Königin Sonja bei der Hochzeit ihrer Tochter Prinzessin Märtha Louise am 31. August 2024 in Geiranger.
Kronprinz Haakon am norwegischen Nationalfeiertag 2024 auf Gut Skaugum.
Kronprinzessin Mette-Marit am norwegischen Nationalfeiertag 2024 auf Gut Skaugum.
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Rechtsanwältin Mette Yvonne Larsen (62), die eine der Geschädigten vertritt, berichtet vom enormen Arbeitsaufwand. Sie reichte kürzlich eine Rechnung über 140.000 Kronen (etwa 11.800 Euro) ein und sagt gegenüber VG: „Ich habe sehr hart an dem Fall gearbeitet, insbesondere zu Beginn. Es gibt viele Tausend Dokumente, und ich hielt es für notwendig, meinen Mandanten bei allen Vernehmungen zu unterstützen.“ Gerade erst scheiterte der Versuch, ein Enthüllungsbuch über Marius zu stoppen, die Anwaltskosten von über 500.000 Kronen beglich Marius Borg Høibys Oma. Verwendete Quellen: vg.no, nettavisen.no

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