König ohne Palast

Drückt sich König Charles vor dem Umzug? Darum will niemand im Buckingham-Palast leben

König Charles und Königin Camilla haben zwar bestätigt, dass sie Clarence-House verlassen und in den Buckingham-Palast umziehen wollen, doch die Hintertüren sind weit geöffnet.

London – Gemeinsam mit dem Jahresbericht hatte der Palast König Charles‘ III. (74) Umzugspläne bestätigt. Unverrückbar ist der Buckingham-Palast in London die offizielle Residenz britischer Monarchen – doch eingezogen ist schon lange niemand. Auch Queen Elizabeth II. (96, † 2022) wollte nicht mehr dort residieren. Versucht nun auch der Monarch sich zu drücken? Dass mit dem Palast etwas nicht stimmt, hat The Telegraph aufgedeckt.

Kann es sein, dass im Buckingham-Palast einfach niemand wohnen will?

Noch vor seiner Krönung im Mai 2023 hatten der Regent und Königin Camilla (76) offiziell erklärt, das Innenstadt-Schloss sei „nicht zweckmäßig“. Kein schlüssiges Argument, denn das Anwesen verfügt über 775 Räume, einen Privatpark mit Tennisplatz, einen eigenen See und sogar ein geheimes Schwimmbad. Zudem wird der Monumentalbau für Unsummen von Steuergeldern (369 Millionen Pfund entspricht 427 Millionen Euro) renoviert.

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Dass sich dabei kein „zweckmäßiges“ Plätzchen für Camilla und Charles finden lässt, ist natürlich unlogisch. Der Telegraph liegt mit seiner Vermutung schon richtiger: „Warum niemand im Buckingham-Palast leben will“, titelte das Blatt und stellte die These auf, das Stadtschloss sei von den vielen Residenzen, die der König im Jahr nutze, die ungemütlichste.

Buckingham Palace – offizielle Residenz und britische Machtzentrale

Erbaut wurde das Schloss im Jahr 1703 vom Herzog von Buckingham und diente zunächst als Stadthaus. Mit der Regentschaft von Queen Victoria (81, † 1901) entwickelte sich der Palast zum Hauptwohnsitz des britischen Monarchen.

Heute ist das riesige Gebäude, eine der wichtigsten Attraktionen Londons, wozu unter anderem die weltweit bekannte Wachablösung beiträgt. Der Palast verfügt über 775 Zimmer, darunter 19 Staatsräume, 52 Schlafzimmer für die königliche Familie und Gäste, sowie 78 Badezimmer und 92 Büros.

Erst legte König Charles die Umzugspläne auf Eis, jetzt schiebt er sie auf die lange Bank

König Charles hat offenbar wenig Lust in den Buckingham-Palast einzuziehen, obwohl er den Umzug offiziell bestätigt hat (Fotomontage).

Doch offiziell will das Königspaar sich in die Wohnungen im Nordflügel des Palastes einquartieren, der erst am Ende der zehnjährigen Mammutrenovierung fertiggestellt werden soll. Laut Projektplanung könnte das Königspaar im Jahr 2027 die Koffer packen. Doch die Wahrheit ist: Bis dahin fließt noch viel Wasser die Themse herunter.

Wenn König Charles nicht einziehen will, hat er tausend elegante Möglichkeiten aus der Nummer heraus zu kommen. Als umweltbewusster Regent wird er den Palast zukunftssicher bauen, um Kosten und Emissionen. Das bedeutet Planänderungen, die sich ziehen könnten. Zudem gibt es Pläne „das große Haus“, wie Charles den Palast nennt, und seine Gärten das ganze Jahr über der Öffentlichkeit zur Besichtigung freizugeben. Es kann also noch viel passieren, was einen Umzug langfristiger unmöglich macht. Verwendete Quellen: telegraph.co.uk, hellomagazine.com, thetimes.co.uk

Rubriklistenbild: © MAXPPP/Imago & Justin Ng/Imago

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