Über 50 Vorladungen

Mette-Marit und Haakon vor Gericht? Diese Zeugen sagen im Marius-Prozess aus

Im Februar beginnt der Prozess gegen Marius Borg Høiby. Müssen Kronprinzessin Mette-Marit und Kronprinz Haakon in den Zeugenstand?

Oslo – Am 3. Februar 2026 beginnt einer der spektakulärsten Prozesse in der jüngeren Geschichte Norwegens. Marius Borg Høiby (28), der älteste Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52), muss sich wegen 32 Anklagepunkten vor Gericht verantworten – darunter vier Vergewaltigungsvorwürfe. Jetzt steht fest, wer als Zeuge aussagen wird. Die dänische Boulevardzeitung Billed-Bladet berichtet unter Berufung auf die norwegische Nachrichtenagentur NTB, dass die Staatsanwaltschaft 53 Zeugen geladen hat. Doch weder Kronprinzessin Mette-Marit noch Kronprinz Haakon (52) stehen offenbar auf der Liste. Diese Entscheidung dürfte das norwegische Königshaus erleichtern, das ohnehin schon schwer unter dem Skandal leidet.

Zumindest eine kleine Erleichterung für Kronprinzessin Mette-Marit und Kronprinz Haakon im Marius-Prozess – sie sind nicht als Zeugen vorgeladen.

Die Liste der geladenen Zeugen sieht unter anderem Aussagen mehrerer bekannter Influencer vor. Wie die norwegische Zeitung Verdens Gang berichtet, stehen unter anderem Caroline Nitter (27), Sophie Elise Isachsen (30), und Anniken Jørgensen (29) auf der Zeugenliste. Isachsen und Jørgensen waren gemeinsam mit Marius‘ Ex-Freundin und mutmaßlichem Opfer Nora Haukland (28) Teil der TV-Serie „Girls of Oslo“. Auch Journalist Danby Choi (32), der sowohl mit Haukland als auch mit Høiby befreundet ist, soll vor Gericht erscheinen. Choi zeigt sich gefasst: „In Norwegen besteht eine Zeugenaussagepflicht, und die Zeugenaussage ist eine wichtige Funktion im Rechtsstaat. Daher werde ich selbstverständlich aussagen, wenn ich dazu vorgeladen werde“, erklärt er gegenüber VG. Zusätzlich wird die Schauspielerin und Sängerin Mia Gundersen (61) als Zeugin erwartet.

Mitglieder der norwegischen Königsfamilie sollen nicht auf der Zeugenliste im Prozess gegen Marius Borg Høiby stehen

Die Staatsanwaltschaft plant, ein umfassendes Bild der Ereignisse zu zeichnen. Neben den prominenten Zeugen sollen in dem auf 24 Verhandlungstage angesetzten Prozess auch Familienangehörige und Freunde der mutmaßlichen Opfer und von Marius Borg Høiby, Wachen von Gut Skaugum und ein Psychologe befragt werden.

Die Staatsanwaltschaft will zudem Bilder, Videos und Korrespondenzen zwischen Marius und mehreren Geschädigten über verschiedene Plattformen wie iMessage, Messenger, Snapchat und Instagram vorlegen. Die Verteidigung um Petar Sekulic und Ellen Holager Andenæs bestreitet die schwerwiegendsten Anklagepunkte, insbesondere die vier Vergewaltigungsvorwürfe.

Wer ist wer im norwegischen Königshaus? Das sind die Mitglieder der royalen Familie

König Harald im Mai 2024 im Palast in Oslo.
Königin Sonja bei der Hochzeit ihrer Tochter Prinzessin Märtha Louise am 31. August 2024 in Geiranger.
Kronprinz Haakon am norwegischen Nationalfeiertag 2024 auf Gut Skaugum.
Kronprinzessin Mette-Marit am norwegischen Nationalfeiertag 2024 auf Gut Skaugum.
Wer ist wer im norwegischen Königshaus? Das sind die Mitglieder der royalen Familie

Bereits eingeräumt hatte Marius, unter Alkohol- und Drogeneinfluss im vergangenen August gewalttätig gegenüber seiner damaligen Freundin geworden zu sein und von psychischen Problemen sowie Drogenmissbrauch betroffen zu sein. Der Fall belastet die norwegische Königsfamilie schwer – Kronprinzessin Mette-Marit sagte bereits ihre USA-Reise im Oktober ab, offiziell wegen ihrer chronischen Lungenerkrankung. Kronprinz Haakon äußerte sich laut Se og Hør nur knapp zu der Situation: „Für alle Beteiligten ist dies ohne Zweifel eine herausfordernde und schwierige Situation.“ Verwendete Quellen: billedbladet.dk, vg.no, seher.no

Rubriklistenbild: © IMAGO/PPE/

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare