Überraschende Weitsicht
„Marius, ein Nichts“: König Haralds Schwester sah Marius Borg Høibys Schicksal voraus
Es habe schon lange Warnzeichen rund um Marius Borg Høiby gegeben, behauptet jetzt eine Autorin, die sich mit den Hintergründen von Marius’ Leben auseinandergesetzt hat.
Olso – Als Marius Borg Høiby (28) am 4. August vergangenen Jahres verhaftet wurde, war kaum abzusehen, dass die Vorwürfe der Körperverletzung und Sachbeschädigung gegen den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (51) nur der Anfang sein würden. Die Liste der ihm vorgeworfenen Gewalttaten ist lang und die Schuldfrage nur mühsam zu klären. Dass es schon früh Warnhinweise gegeben habe, behauptet jetzt ein Hörbuch, das gerade auf der schwedischen Plattform Storytel erschienen ist.
Autorin Wendela Antephol ist der Meinung, dass es schon weit vor August Warnsignale gab
Das Werk bringt ein längst vergessenes, im Jahr 2003 aber skandalöses Interview mit der verstorbenen Prinzessin Ragnhild (82, † 2012) und die ernste Lage, in der sich Marius Borg Høiby heute befindet, in Zusammenhang. „Bonusprinsen: En Kunglig Skandal“ (dt.: Der Bonusprinz: Ein königlicher Skandal) greift eine alte Dokumentation auf, an der Prinzessin Ragnhild, die ältere Schwester König Haralds von Norwegen (88) mitwirkte.
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„Ich habe schreckliches Mitleid mit ihrem Sohn. Wenn sie ein Kind bekommen, ist der arme Marius ein Nichts. Er ist sechs Jahre alt, wird aber verstehen, dass es einen Unterschied gibt. Damit werden sie Probleme haben.
Zur zeitlichen Einordnung: Die Dokumentation lief kurz nach der Geburt von Prinzessin Ingrid Alexandra (21) im Fernsehen und rief scharfe Kritik hervor. Ragnhild wurde vorgeworfen, verbittert zu wirken, doch sie selbst sagte unter anderem gegenüber dem Magazin Se og Hør, dass sie zu allem stehe, was sie gesagt habe. Inzwischen kommt ihre mutige Warnung, die sie offen und ungefiltert äußerte, fast einer Vorhersage gleich.
Prinzessin Ragnhild, die Rebellin des norwegischen Königshauses
Prinzessin Ragnhild galt als die „Rebellin“ des norwegischen Königshauses: 1953 heiratete sie den Schiffsreeder Erling Sven Lorentzen (98, † 2021) — eine Liebesheirat, die in Oslo viel Aufsehen erregte. Prinzessin Ragnhild war das erste Mitglied des norwegischen Königshauses, das einen Bürgerlichen heiratete. Nur kurz nach der Hochzeit zog sie mit ihrem Mann nach Rio, wo sie drei Kinder bekam. Sie kehrte nur zu Großereignissen an den Hof zurück. Ihre Ehe galt als glücklich und hielt bis zu ihrem Tode.
Prinzessin Ragnhild hatte großes Mitleid mit Marius und machte sich Sorgen um den damaligen Jungen
Wendela Antepohl, eine der Autorinnen des Hörbuches, erklärt, sie habe besser verstehen wollen, wer Marius wirklich ist – und warum er in die Situation geraten ist, in der er sich aktuell befindet. „Natürlich kann man nie wissen, warum jemand ein Verbrechen begeht“, betont Antepohl. Trotzdem habe man Ragnhild unrecht getan.
Ragnhild nahm kein Blatt vor den Mund und wagte auch negative Äußerungen über die königliche Familie. Sie war offenbar ausgesprochen skeptisch, was die Heirat von Kronprinz Haakon (51) mit Mette-Marit (51) anging. „Ragnhild hoffte, vor König Harald zu sterben, um nicht miterleben zu müssen, wie aus dem Kronprinzenpaar ein Königspaar wird“, heißt es drastisch in dem Hörbuch.
Ragnhild äußerte sich auch zu Mette-Marit und ihrem Erstgeborenen Marius. „Ich habe schreckliches Mitleid mit ihrem Sohn. Wenn sie ein Kind bekommen, ist der arme Marius ein Nichts. Er ist sechs Jahre alt, wird aber verstehen, dass es einen Unterschied gibt. Damit werden sie Probleme haben“, sagte sie in aller Deutlichkeit in ihrem Interview von 2003 mit TV2, dem größten Privatsender in Norwegen. Sie fügt hinzu: „Ich hoffe, sie haben daran gedacht.“
Caroline Vagle, die Königshausexpertin des Magazins Se og Hør, ordnet die Aussage Ragnhilds ein: „Es besteht kein Zweifel, dass Marius eine ganz besondere Position innegehabt hat und dass diese sein Leben offensichtlich beeinflusst hat. Denn unsere Erziehung beeinflusst uns alle.“ Sie halte es aber für sehr zweifelhaft, daraus den Schluss zu ziehen, dass es der Grund für seine jetzige Situation ist. Dazu gehörten mehrere Faktoren und es seien nicht alle bekannt.
Es ist eben nicht alles Schwarz oder Weiß. Und so hat auch Marius in Per Morten Hansen (62) einen väterlichen Freund und Fürsprecher. Dieser versuchte im Gespräch mit Dagbladet, Marius besser dastehen zu lassen. „Das Bild von Marius, das jetzt herauskommt, ist tatsächlich zu 180 Prozent falsch“, so Hansen. Marius habe gute Manieren, sei sozial kompetent, könne mit jedem reden und sei immer höflich.“ Verwendete Quellen: dagbladet.no, seher.no, vg.no, yahoo.de
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