Emotionaler Auftritt

Marius Borg Høiby bricht bei seiner Aussage in Tränen aus – und verteidigt seine Mutter Mette-Marit

Am zweiten Prozesstag in Oslo sagt Marius Borg Høiby erstmals aus. Seine Stimme bricht, er kämpft mit den Tränen – und spricht für seine Mutter.

Die Stille im Gerichtssaal ist beklemmend, als Marius Borg Høiby (29) am zweiten Prozesstag seine Aussage macht. Der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) sitzt im Zeugenstand. Sein Blick ist auf die drei Richter gerichtet. Dann bricht seine Stimme. Marius Borg Høiby kämpft mit den Tränen, wie die norwegische Boulevardzeitung VG berichtet. „Ich finde es unglaublich schwierig, vor so vielen Menschen zu sprechen“, sagt er sichtlich berührt.

Marius Borg Høiby brach gleich zu Beginn seiner Aussage in Tränen aus. Seine Mutter Mette-Marit versuchte er zu entlasten.

Der 29-Jährige muss sich seit dem 3. Februar vor dem Osloer Bezirksgericht wegen insgesamt 38 Anklagepunkten verantworten. Die Vorwürfe wiegen schwer: vier Fälle von Vergewaltigung, Misshandlung in nahen Beziehungen, Sachbeschädigung und Drogendelikte, so die norwegische Tageszeitung Nettavisen. Marius Borg Høiby bestreitet die schwersten Anschuldigungen, räumt aber andere Taten ein. Die Staatsanwaltschaft präsentiert Videos und Bilder als Beweismittel.

Marius Borg Høiby kämpft mit den Tränen und spricht über schwieriges Leben

In seiner emotionalen Aussage spricht Marius Borg Høiby über sein Leben im Schatten der Krone. „Ich bin dafür bekannt, der Sohn meiner Mutter zu sein. Sonst nichts“, erklärt er laut Stern. „Ich hatte ein extremes Bedürfnis nach Bestätigung.“ Seit seinem dritten Lebensjahr sei er von der Presse verfolgt worden. Nur wenige könnten sich mit dem Leben identifizieren, das er geführt habe.

Dann verteidigt Marius Borg Høiby seine Mutter. Während der Ermittlungen war nach der Durchsuchung seines früheren Wohnhauses die SIM-Karte eines Mobiltelefons verschwunden. Da Mette-Marit vorab über die Festnahme informiert worden war, kamen Spekulationen auf, sie könne die Karte entfernt haben. Marius Borg Høiby erklärt vor Gericht, er habe zu Hause ein altes, lange ungenutztes Handy mit beschädigtem Display gefunden und dieses abgegeben.

Wer ist wer im norwegischen Königshaus? Das sind die Mitglieder der royalen Familie

König Harald im Mai 2024 im Palast in Oslo.
Königin Sonja bei der Hochzeit ihrer Tochter Prinzessin Märtha Louise am 31. August 2024 in Geiranger.
Kronprinz Haakon am norwegischen Nationalfeiertag 2024 auf Gut Skaugum.
Kronprinzessin Mette-Marit am norwegischen Nationalfeiertag 2024 auf Gut Skaugum.
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„Er ist sichtlich mitgenommen“, erklärten seine Verteidiger Ellen Holager Andenæs und Petar Sekulic nach dem ersten Verhandlungstag gegenüber der norwegischen Zeitung Dagbladet. „Høiby wirkt viel klarer und energiegeladener als gestern“, analysiert Nettavisen und führt Marius’ Zustand näher aus: „Er spricht deutlich und in ganzen Sätzen vom Zeugenstand aus, während er mit verschränkten Armen da sitzt.“ Kronprinzessin Mette-Marit und Kronprinz Haakon (52) dürfte es emotional schwergefallen sein, die Aussage ihres (Stief-)Sohnes zu verfolgen. Haakon hatte im Vorfeld erklärt, dem Prozess fernbleiben zu wollen, der bis zum 19. März dauern soll. Verwendete Quellen: nettavisen.no, vg.no, dagbladet.no, stern.de

Rubriklistenbild: © PPE/Imago & Bernard Rubsamen/Imago

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