Brisantes TV-Material
„Krank“: BBC macht unveröffentlichtes Interview mit Andrew-Anklägerin Virginia Giuffre publik
Virginia Giuffre ist in einem erstmals ausgestrahlten BBC-Interview zu sehen. Ihre Äußerungen über Andrew Mountbatten Windsor sind zutiefst verstörend.
London – Die britische Sendung BBC Panorama strahlt ein bisher unveröffentlichtes Interview mit Virginia Giuffre (41, † 2025) aus, das die Anklägerin von Andrew Mountbatten Windsor (65) bereits 2019 gegeben hatte. In den nun erstmals gezeigten Aufnahmen schildert die verstorbene Amerikanerin mit erschütternden Worten, wie sie als 17-Jährige im März 2001 dem damaligen Prinzen Andrew vorgestellt wurde. Die Boulevardzeitung Daily Mirror berichtet über die brisanten Aussagen, die nur Tage nach der historischen Entscheidung von König Charles (76) ausgestrahlt werden, seinem Bruder Andrew sämtliche royalen Titel zu entziehen.
In dem Interview, das die BBC One am Dienstagabend (4. November) bei „Panorama: The Fall of Prince Andrew“ um 20 Uhr zeigte, beschreibt Giuffre die verstörende Anweisung, die sie von Ghislaine Maxwell (63) erhielt. Die verurteilte Sexhändlerin, die seit 2021 eine 20-jährige Haftstrafe verbüßt, soll das junge Mädchen gezielt auf die Begegnung mit Andrew vorbereitet haben. „Ghislaine sagt mir, dass ich für Andrew tun muss, was ich für Jeffrey tue, und das machte mich krank“, erinnert sich Giuffre in dem Gespräch, wie die britische Zeitung The Independent berichtet. Die Worte offenbaren das perfide System, in dem der verurteilte Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (66, † 2019) und seine Komplizin Maxwell minderjährige Mädchen missbrauchten und an einflussreiche Männer weitergaben.
Virginia Giuffre: Brisante Details aus dem unveröffentlichten BBC-Panorama-Interview von 2019
Andrew Mountbatten Windsor, wie der einstige Duke of York seit Ende Oktober offiziell heißt, hat die Vorwürfe stets vehement zurückgewiesen. In seinem berüchtigten BBC-„Newsnight“-Interview von 2019 behauptete er, sich nicht an ein Treffen mit Giuffre erinnern zu können. Als Alibi für die fragliche Nacht nannte Andrew, er habe seine Tochter Beatrice (37) zu einer Geburtstagsparty bei Pizza Express in Woking gebracht – eine Aussage, die für erhebliches Aufsehen sorgte. Doch Giuffre bleibt bei ihrer Version der Ereignisse. „Er weiß, was passiert ist, ich weiß, was passiert ist, und es gibt nur einen von uns, der die Wahrheit sagt“, betont sie in dem nun ausgestrahlten Material.
Besonders erschütternd sind Giuffres Schilderungen über Ghislaine Maxwell, die sie als noch brutaler als Epstein selbst beschreibt. „Sie war in manchen Aspekten körperlich missbräuchlicher als Jeffrey Epstein es überhaupt war“, berichtet die Verstorbene. Maxwell habe regelrecht Vergnügen daran gefunden, das Unbehagen und den Schmerz ihrer Opfer zu beobachten. The Independent zitiert Giuffre mit den Worten: „Ich war ein Spielzeug. Ich war da, um herumgereicht zu werden. Aber ich war immer noch ein Mensch mit Gefühlen und Emotionen und Traurigkeit.“
Die lange Liste Jeffrey Epsteins: Donald Trump, Prinz Andrew und viele mehr




Virginia Giuffre nahm sich im April im Alter von 41 Jahren das Leben. Ihr Vater weigerte sich laut Daily Mirror zunächst, ihren Tod als Suizid zu akzeptieren. Die Ausstrahlung des Interviews erfolgt nur wenige Tage, nachdem der Buckingham-Palast bekannt gegeben hatte, dass Andrew seinen Wohnsitz Royal Lodge verlassen muss und auf ein privates Anwesen in Sandringham umziehen wird. In der offiziellen Stellungnahme des Palastes heißt es, die Maßnahmen seien „als notwendig erachtet worden, ungeachtet der Tatsache, dass er die Vorwürfe gegen ihn weiterhin bestreitet“. Verwendete Quellen: mirror.co.uk, bbc.co.uk, independent.com, royals.uk
Rubriklistenbild: © IMAGO / ZUMA Press Wire & IMAGO / Avalon.red
