Royale Brisanz

„Jemand weiß mehr“: Wird Andrew durch geheime Tagebücher entlarvt?

Die Befragung von Andrews Personenschützern wird von einem ehemaligen Sicherheitschef gefordert. Ihre Aufzeichnungen könnten Schlüsseldetails enthalten.

London – Die Affäre um Andrew Mountbatten-Windsor (65) und seine Verbindung zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (66, † 2019) nimmt eine neue Wendung. Dai Davies, ehemaliger Chef des königlichen Personenschutzes, drängt Scotland Yard dazu, die Leibwächter des Bruders von König Charles III. (76) zu befragen. Wie Daily Mail berichtet, könnten die Personenschützer in ihren Notizbüchern und Tagebüchern wichtiges Material festgehalten haben.

Der ehemalige Prinz Andrew im Jahr 2021 vor der Kapelle in Windsor.


„Meinen Kontakten zufolge führten Andrews Personenschützer ein tägliches Tagebuch, in dem sie seine Aktivitäten, die Flüge, die er nahm, und so weiter notierten“, erklärt der königliche Biograf Robert Jobson (61) laut der französischen Tageszeitung La Dépêche bei einer Konferenz in London. Diese Informationen könnten aufzeigen, wann und bei welchen Gelegenheiten Andrew den Milliardär Epstein traf. Solche Daten müssten an Scotland Yard übermittelt worden sein, so der Experte weiter.

Königsfamilie in der Krise: Experten drängen auf Befragung von Andrews Personenschützern

Davies betont, dass auch andere Mitarbeiter Andrews bei einer Untersuchung helfen könnten. Gleichzeitig räumt er ein, dass die Beamten möglicherweise auch Angelegenheiten zugunsten des Prinzen klären könnten. „Angesichts der Ernsthaftigkeit des Themas und des Schadens, den es der königlichen Familie zufügt, braucht es eine professionelle Untersuchung“, fordert Davies laut Daily Mail. Die Polizei müsse Beweise sammeln und Zeugen befragen, nicht auf Beweise warten. Woher er wissen will, was und wie die Polizei ermittelt hat oder nicht, lässt er offen.

Fakt ist, seit September sorgen neu veröffentlichte private E-Mails von Jeffrey Epstein für Aufsehen. Eine Kommission des US-Repräsentantenhauses hatte die Dokumente freigegeben. Auch die posthum erschienenen Memoiren von Virginia Giuffre (41, † 2025), einem der Opfer des Milliardärs, die sich im April das Leben nahm, heizen den Skandal erneut an. Anfang November entzog Charles seinem Bruder seine royalen Titel.

König Charles III. – Erstaunliche Bilder seines royalen Lebens

Charles III. kam am 14. November 1948 im Buckingham-Palast zur Welt. Erstmals waren – auf Wunsch seiner Mutter Queen Elizabeth II. – keine Politiker oder Minister bei gegenwärtig, die traditionell die Geburt royaler Nachkommen die „Echtheit“ verifizieren sollten.
Zwei Jahre später kommt Tochter Prinzessin Anne am 15. August 1950 zur Welt. Erst 10 Jahres später folgen Bruder Prinz Andrew und 14 Jahre später Bruder Prinz Edward.
Queen Elizabeths Erstgeborener ist der 21. Prinz von Wales. Freundlich und zurückhaltend lächelt er als 11-Jähriger in die Kamera.
Die Windsors sind komplett. Charles ist 15 Jahre alt und besucht seit er 6 Jahre alt ist, die renommiertesten Privatschulen Großbritanniens, unter andere ging er auf das elitäre Gordonstoun-Internat. Erst später wurde bekannt, wie sehr er unter Mobbing zu leiden hatte.
König Charles III. – Erstaunliche Bilder seines royalen Lebens

Offenbar hat der ehemalige Polizeischützer Bedenken, es könnte eine Verschleierung stattfinden. „Mehrere Polizisten sind noch am Leben und könnten aussagen“, sagt Davies laut La Dépêche. „Jemand weiß mehr, als er sagt.“ Andrew hat stets alle Vorwürfe sexueller Aktivitäten mit Epsteins Opfern bestritten und weist jegliches Fehlverhalten vehement zurück. Trotzdem reagierte der in Ungnade Gefallene auf das Royal-Aus und zog Konsequenzen. Verwendete Quellen: ladepeche.fr, dailymail.co.uk

Rubriklistenbild: © Steve Parsons/dpa

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare