Verlag wehrt sich

Enthüllungsbuch über Marius Borg Høiby – Anwälte erwirken Gerichtstermin

Neue Enthüllungen über Marius Borg Høiby sorgen für Aufregung. Ein Gericht wird in Kürze über die Veröffentlichung des umstrittenen Buchs entscheiden.

Oslo – Neue Anschuldigungen gegen Marius Borg Høiby (28): Die norwegischen Autoren Øistein Norum Monsen und Torgeir P. Krokfjord stellen in ihrem Buch „Hvite striper, sorte får“ (Deutsch: „Weiße Streifen, schwarze Schafe“) schwerwiegende Behauptungen über Mette-Marits (52) Sohn auf. Demnach soll er auf der Osloer Straße Karl Johans Gate Kokain verkauft haben.

Marius Borg Høiby ist unter anderem wegen Vergewaltigung, Misshandlung in engen Beziehungen und Körperverletzung angeklagt. (Archivbild)

Nach der Veröffentlichung des Buches am 20. Oktober im Verlag Aschehoug entbrennt ein Streit zwischen Høibys Anwälten und dem Verlag. Die Verteidiger wollen laut Se og Hør mit einer einstweiligen Verfügung einen Stopp der Veröffentlichung erwirken. Darin berufen sie sich auf drei Punkte, zu denen der angebliche Drogenverkauf und die Cover-Gestaltung zählen.

Palast und Polizei äußern sich zu Buch über Marius Borg Høiby

Marius Borg Høibys Anwälte schossen bereits gegen das Buch, das sich laut der Zeitung La Razón auch Mette-Marits angebliche Verstrickung in Høibys aktuellen Skandal widmet. Es sei „aufdringlich, schlecht recherchiert und unhaltbar“, bemängelten sie. Høibys Verteidiger Petar Sekulic behauptet gegenüber Se og Hør zudem, sie hätten nur Teilstücke des Buches vorab erhalten und seien nicht umfassend involviert worden.

Der Verlag gibt an, dass die Anwälte genug Zeit gehabt hätten, sich zum Inhalt zu äußern. Das Buch basiere auf den „üblichen journalistischen Methoden“, erklärte der Verlag und berief sich auf die Meinungsfreiheit. Die Osloer Polizei dementierte jedoch die von den Autoren gelieferte Darstellung der Ereignisse. „Wir möchten klarstellen, dass nach unseren Informationen Polizeibeamte beobachtet haben, dass er unter Drogeneinfluss stand, aber nicht, dass er Drogen verkauft hat“, sagte die Sprecherin Unni Grøndal.

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Auch der Palast wies die Anschuldigungen gegen Mette-Marits Sohn zurück. „Das Buch enthält eine Reihe von Unwahrheiten, unbegründeten Behauptungen und Unterstellungen, teilweise aus anonymen Quellen“, so Guri Ofstad Varpe, die Kommunikationschefin des Palasts. Der Fall geht nun vor Gericht. Laut Se og Hør bestätigte das Osloer Amtsgericht, dass beide Parteien zu einer Verhandlung über die einstweilige Verfügung geladen werden. Der Termin ist für die kommende Woche angesetzt. Vor allem Mette-Marit soll über das Enthüllungsbuch ziemlich wütend sein. Verwendete Quellen: Se og Hør, La Razón

Rubriklistenbild: © Lise Aserud/NTB/dpa

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