Unverständnis bei den Fans

„Babylon Berlin“ statt „Tatort“: Zuschauer wüten gegen „hirnlose“ ARD

Mit dem „Babylon Berlin“-Marathon als „Tatort“-Ersatz am Sonntagabend machte sich die ARD wohl keine Freunde. Viele Zuschauer meckern über die „hirnlose“ Programmauswahl.

Berlin – Am Sonntagabend (1. Oktober 2023) feierte die vierte Staffel von „Babylon Berlin“ ihren Auftakt in der ARD. Ab 20:15 Uhr wurden direkt vier Folgen hintereinander ausgestrahlt. Obwohl es quotentechnisch gar nicht schlecht für die Serie mit Volker Bruch (43) und Liv Lisa Fries (32) lief, sind viele Fans ziemlich aufgebracht und schießen gegen die ARD.

„Welcher Hirnlose bei der ARD ... ?“: „Tatort“-Fans nach „Babylon Berlin“-Ausstrahlung wütend

3,78 Millionen Menschen schauten laut DWDL am Sonntagabend die erste Episode der neuen „Babylon Berlin“-Staffel. Obwohl die Reichweite für einen soliden Marktanteil des Senders sorgte, war das Ergebnis wohl nicht gänzlich zufriedenstellend. Nach nur zehn Minuten verlor die ARD mit „Babylon Berlin“ massenhaft Zuschauer. Viele Fans hatten offenbar eine „Tatort“-Ausstrahlung erwartet und sind von dem Ersatzprogramm nicht nur enttäuscht – sondern richtig sauer auf die Verantwortlichen bei der ARD.

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Auf X (ehemals Twitter) meckern viele Zuschauer über die Tatsache, dass der typische „Tatort“-Sonntagabend durch „Babylon Berlin“ ins Wasser fiel. Was das TV-Publikum aber am meisten stört: Gleich vier Folgen hintereinander wurden ins Programm gesetzt. „Vier Folgen am Stück? Ist das nicht ein bisschen viel?“, fragt sich ein User. Ein anderer ist aufgebracht und wettert gegen die ARD: „Junge, welcher Hirnlose in der ARD lässt sich diesen Sendeplan mit vier Episoden am Stück einfallen?“ Mit Bezug auf die Serie, die im Berlin der 30er Jahre spielt, meckert er weiter: „Sogar beim Tanzmarathon erhält man 2:30 Minuten Pinkelpause.“

Darum geht es in „Babylon Berlin“

In der Serie wird die Geschichte des jungen Kommissar Gereon Rath erzählt. Er wird für einen heiklen Fall von Köln nach Berlin versetzt. Während die erste Staffel noch in den 20er Jahren spielt, ist die Zeit in Staffel vier bereits bis in die 30er Jahre vorangeschritten. SA, SS und die geheime Selbstjustiz-Organisation „Weiße Hand“ – Gereon gerät zwischen die Fronten. Auch seine Kollegin und Freundin Charlotte Ritter gerät immer tiefer in ein Netz aus Korruption, Drogen- und Gefahr.

Nicht alle sind enttäuscht: Zuschauer verteidigen „Babylon Berlin“-Marathon

Während die „Tatort“-Fans ihren Sonntagabend ungern gegen vier Folgen „Babylon Berlin“ eintauschen wollen, sind andere ganz begeistert von der Extra-Portion. „Ich fand’s klasse, dass gleich vier Folgen am Stück kamen. „Tatort“ / „Polizeiruf“ mag ich zwar auch, aber die gibt’s doch jede Woche. Mein Gott, das war EIN Sonntag! Ein einzelner“, verteidigt jemand den Sender. Immerhin sei etwas Abwechslung gar nicht so schlecht.

Am Sonntag lief kein „Tatort“, die ARD zeigte stattdessen gleich vier Folgen „Babylon Berlin“ – viele Fans können das nicht nachvollziehen.

Trotzdem zeigt sich an den Quoten des Abends, dass die späteren Folgen längst nicht mit dem guten Ergebnis der Primetime-Episode mithalten konnten. Um 22:30 Uhr, mit dem Start von Folge vier, hatte „Babylon Berlin“ bereits über eine Million Zuschauer verloren. Der Quotensieg ging am Ende ebenfalls nicht an die Serie. Ein von Kritikern vernichteter Actionfilm nahm es mit der Konkurrenz auf. Verwendete Quellen: DWDL, X

Rubriklistenbild: © Screenshot: Babylon Berlin/ ARD, Tatort/ ARD (Fotomontage)

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