Erst Turnier, dann Finalrunde in der Werner Liga
Es geht Schlag auf Schlag in der Werner Padelbase
Werne – Die Entwicklung ist rasant. Vor knapp einem Jahr hat Thorsten Hirsch die Padelbase im Baaken eröffnet. In dieser Zeit gab es ein erstes Padeltennis-Turnier, die deutsche Nationalmannschaft hielt im vergangenen Frühjahr einen Lehrgang ab. Eine Werner Padelliga ging in ihre erste Saison und der aus Finnland stammende Thomas Lönegren, Bundestrainer der deutschen Padelbase-Nationalmannschaft, richtet in regelmäßigen Abständen ganztägige Lehrgänge aus.
Nun steht am Wochenende vom 8. bis 10. Februar das 2. Padebase Werne Open in drei Kategorien an und Ende Februar folgt der Finaltag in der Werner Padelliga. Das Turnier wird dabei in drei Leistungsklassen ausgetragen.
In der 500er Kategorie spielen deutsche Profis, Halbprofis etwa aus Frankfurt/Main oder Karlsruhe, schwedische und niederländische Nationalspieler sowie Teilnehmer der Weltmeisterschaft in Paraguay mit. Die Top-Spieler tragen ihr Turnier am Sonntag von 9 bis 15 Uhr aus. Titelverteidiger Darek Nowicki ist wieder dabei. Ob der frühere Davis-Cup-Spieler für den polnischen Tennisverband wieder an der Seite von Fermin Ferreyra antritt, steht noch nicht fest, da der argentinische Padelprofi seine Teilnahme bislang offen lassen musste.
„Da wird richtig gefeuert“, verspricht Padelbase-Betreiber Thorsten Hirsch den Zuschauern. Er spielt selber im erstmals ausgetragenen Turnier für Herren 40 plus mit, bei dem auch bekannte frühere lokale Fußballgrößen wie Thorsten Baetzel, Thorsten Brümmer, Norbert Schnee oder Jörg Lütkemeier starten werden. Die fangen genauso am Freitagabend an wie die Hobbyspieler der Kategorie 2 (bis 250 Wertungspunkte).
Dabei besteht die Vorrunde aus Vierergruppen, in denen jeder gegen jeden spielt, und die jeweils Gruppenersten in die nächste Runde einziehen. Weiter geht es am Samstag mit der Vorrunde in der zwei Courts zählenden Padelbase, die Endrunde für die Herren 40 plus und Hobbyspieler folgt am Sonntag, 10. Februar, ab 15 Uhr. Bereits im Vorjahr war das Turnier mit 32 Doppeln bereits das größte der German Padel Tour, nun werden bis zu 40 Paare erwartet. Anmeldeschluss ist dabei Samstag, 2. Februar, das Startgeld beträgt pro Person 25 Euro.
Zudem steht die 1. Werner Padelliga vor ihrem Abschluss. Auch der Werner Markus Schnatmann, ansonsten Spielertrainer des Fußball-B-Ligsten GS Cappenberg II und Sportabzeichen-Obmann, hat sich in den Sport als eine Mischung aus Tennis und Squash in Käfigen verliebt. „Ich bin immer ein Wettkampftyp gewesen“, sagt der Initiator Schnatmann, der an der Seite des einstigen Fußball-Torwarts und aktuellen LippeBaskets-Spieler Thomas Gebhardt spielt.
Schnatmann hatte zusammen mit dem Padelbase-Betreiber Thorsten Hirsch die Idee zu der Liga. „Die Jungs wollten mehr Wettkämpfe und so kam es zur Idee, organisiert gegeneinander zu spielen“, sagt Hallenbetreiber Hirsch.
Die mit 16 Teams im August gestartete Werner Liga wird nun am 23. Februar mit dem letzten Spieltag beendet. Die wird von drei ungeschlagenen Paarungen angeführt. Schnatmann/Gebhardt haben bislang alle 13 Partien gewonnen, ebenfalls in allen ihren zwölf Partien ungeschlagen sind das 3er-Team Meik Zebut/Michael Fliescher/Nico Montovani sowie Thorsten Brümmer/Thorsten Hirsch.
Für die neue Saison, die von März bis Ende September dauern soll, haben 27 Teams gemeldet. Es wird auf alle Fälle drei Ligen geben, in denen jeweils neun bis zehn Teams spielen sollen. Die ersten Acht qualifizieren sich für die 1. Werner Padelliga, die Doppel auf den Plätzen neun bis 16 für die 2. Liga. Alle Neulinge starten in der 3. Liga. Doch es gibt Ausnahmen. Denn am 23. Februar wird noch ein Qualifikationsturnier ausgespielt für Doppel, die gut genug sind, einen Startplatz in der 1. oder 2. Liga zu rechtfertigen.
Neu mit dabei sein werden der Fußballer Chris Thannheiser vom Landesligisten Werner SC sowie weitere Kicker wie Marc Schwerbrock, Niklas Grennigloh oder Luca Macculi. Dazu sollen auch „gute Mixedmannschaften“ (so Hirsch) kommen. Denn auch die Werner Reiterin Jennifer Häring und die Basketballerin Meike Wohl haben ebenfalls ihre Passion für den Trendsport entdeckt.
„Der Sport wächst stetig und entwickelt sich in Werne“, zieht Hirsch ein Fazit nach den ersten 14 Monaten, der durch die wachsenden Starterzahlen im organisierten Spielbetrieb dokumentiert wird. Und sogar Lehrer haben für ihre Sport-Leistungskurse an weiterführenden Schulen ihr Interesse am Padeltennis entdeckt und wollen hier Einheiten abhalten, dazu ist der Einzugsbereich von Spielern bis nach Bochum im Westen und Schwerte im Süden gewachsen.