„Bilder im Kopf“

Teamkollege bricht Schweigen über Tod von Ski-Star Bakken

Der Tod von Sivert Bakken schockt die Biathlon-Welt noch immer. Ein Teamkollege bricht nun sein Schweigen und spricht überraschend offen.

Lavaze – Am 23. Dezember brach nicht nur für Johan-Olav Botn eine Welt zusammen. Der Biathlon-Star fand seinen Kollegen Sivert Bakken leblos in seinem Hotelzimmer in Lavaze. Bisher äußerte sich der Gesamtweltcup-Führende nicht zu dem traurigen Tag. In einem Interview mit dem norwegischen Sender TV2 packte er jetzt allerdings aus.

Johan-Olav Botn hat offen über den Tod seines Teamkollegen Sivert Bakken gesprochen.

„Sivert und ich wollten an diesem Morgen um 9.00 Uhr Skifahren. Ich wollte kurz bei ihm vorbeigehen, um den Autoschlüssel zu holen und ein paar Ski und Stöcke aus dem Auto zu nehmen. Da fand ich ihn in seinem Zimmer“, erzählte Botn. „Ich sah, dass er völlig leblos und kreidebleich im Gesicht war, und verstand sofort, dass er tot war. Ich habe nichts mehr gefühlt, sondern nur versucht zu helfen.“

Biathlon-Star Johan-Olav Botn spricht offen über Tod von Sivert Bakken

„Die Weihnachtstage waren schwer. Man ist durch viele Emotionen gegangen. Es geht immer noch auf und ab, aber mit jedem Tag wird es besser.“ In den kommenden Wochen will er sich auch mit Bakkens Eltern, mit denen er in Kontakt steht, treffen: „Meine ersten Gedanken waren bei ihnen. Man fühlt sich fast verantwortlich, wenn man der Erste ist, der ihn sieht. Ich denke sehr viel an seine Familie.“

Von den Spekulationen, dass Bakken irgendwas Verbotenes gemacht hätte, hält er nichts: „Höhenkammern und -zelte sind seit vielen Jahren gestattet und werden von vielen Sportlern genutzt.“ Gleichzeitig forderte er, dass man die Ermittlungen abwartet.
Botn selbst nimmt mittlerweile auch psychologische Hilfe in Anspruch: „Ich habe einige Bilder im Kopf, mit denen ich, wie ich erkannt habe, den Rest meines Lebens leben muss. Ich denke, es ist klug, einen Weg zu finden, mit diesen Bildern zu leben.“

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Thelma Hopkins hielt bis ins Jahr 1956 den Weltrekord im Hochsprung (1,74 m). 1956 gewann sie bei den Olympischen Spielen in Melbourne Silber. Am 10. Januar 2025 verstarb sie im Alter von 89 Jahren.
Erhard Hofeditz spielte jahrelang in der Fußball-Bundesliga. Bekanntheit erlangte er allerdings, weil er von Karl-Heinz Rummenigge im Münchner Stadtderby eine Ohrfeige bekam. Am 20. Februar verstarb er im Alter von 71 Jahren.
Oliver Miller war ein waschechter Wandervogel und spielte während seiner Karriere auf mehreren Kontinenten. Auch in der NBA fand „Big 0“ immer wieder eine Heimat. Am 12. März strab Miller im Alter von 55 Jahren an Krebs.
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144 Spiele absolvierte Doris Fitschen für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft. Vier Europameisterschaften, drei deutsche Meisterschaften und drei DFB-Pokalsiege stehen in ihrer Vita. Aufgrund einer anhaltenden Knochenkrebserkrankung verstarb sie am 15. März im Alter von 56 Jahren.
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Ans Aufgeben denkt Botn allerdings nicht, er will weitermachen: „Hätte ich die Motivation verloren, hätte ich Sivert meiner Meinung nach enttäuscht. Ich weiß genau, was Sivert von mir erwarten würde: dass ich trainiere und so gut wie möglich werde.“ Vielleicht kann er für seinen Freund ja sogar eine Olympia-Medaille erringen. (DaHee)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Jaroslav Svoboda

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