Der Rekordweltmeister noch ohne Podium

Hamilton in der Krise: Ex-Teamchef spricht Klartext

Ex-Williams-Teamchef Jost Capito sieht Lewis Hamilton bei Ferrari in der Krise und warnt vor der größten mentalen Herausforderung seiner Karriere.

Lewis Hamiltons erste Saison bei Ferrari entwickelt sich zunehmend zur Nervenprobe, für den Rekordweltmeister selbst ebenso wie für die Tifosi. Nach seinem Wechsel von Mercedes hatte der Brite auf einen sportlichen Neuanfang gehofft. Stattdessen steht er nach 15 Rennen noch immer ohne Podestplatz da und kommt regelmäßig hinter Teamkollege Charles Leclerc ins Ziel.

Lewis Hamilton. Credit: Ferrari

Jost Capito, ehemaliger VW-Motorsportchef und später Teamchef bei Williams, hat nun im Gespräch mit Sky die Lage des siebenmaligen Champions eingeordnet. „Ja, ich bin überrascht, dass es über die Saison eigentlich nicht wirklich besser wird und dass es auch bei ihm viele Aufs und Abs gibt.“ Capito ist überzeugt, dass Hamilton der Misserfolg stärker trifft als alle anderen: „Ich glaube, er persönlich ist am meisten enttäuscht, mehr als jeder Fan oder als Ferrari.“ Genau das mache die Situation so brisant, denn es sei „natürlich sehr schwer, da wieder aus dem Loch rauszukommen, dann wieder Selbstvertrauen zu finden und Anschluss zu finden“.

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Capito: „Ich glaube, Hamilton kann da rauskommen“

Der 66-Jährige ergänzt im Gespräch mit Peter Hardenacke und Timo Glock: „Er ist gewohnt, ein Top-Auto zu haben. Das war in den letzten Mercedes-Jahren auch nicht so einfach, aber er ist zu Ferrari gegangen, die letztes Jahr sehr gut waren, und dann machst du doch keinen Schritt vorwärts. Ich glaube, das ist für ihn mental sehr schwer.“

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Trotzdem glaubt er an ein Comeback des Rekordweltmeisters: „Ich glaube, er kann da rauskommen. Er hat die Erfahrung, er hat auch das Talent und das Können, aber er tut sich schwer.“ Für Hamilton ist das Heimspiel in Monza nun die nächste große Bewährungsprobe. Doch durch eine Grid-Strafe aus Zandvoort wird er dort mit einem Handicap starten, die Aufgabe wird also nicht leichter.

Dieser Artikel entstand in Kooperation mit F1-insider.com

Rubriklistenbild: © Ferrari

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