Neuerung zur Deutschen Meisterschaft

Biathlon: DSV setzt Fokus und ändert Disziplin - „Für uns sehr wichtig“

Biathlon: Franziska Preuß siegte 2024 im Einzel bei den Deutschen Meisterschaften. 2025 wird das Format verändert.
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Biathlon: Franziska Preuß siegte 2024 im Einzel bei den Deutschen Meisterschaften. 2025 wird das Format verändert.

Bei den Deutschen Meisterschaften im Biathlon wird es eine Änderung geben. Hintergrund ist der Schwerpunkt, den der Deutsche Skiverband (DSV) in den kommenden Jahren setzen will.

Großer Arber - Vom 5. bis 7. September werden die Deutschen Meisterschaften im Biathlon ausgetragen. Am Großen Arber im Bayerischen Wald werden drei Disziplinen gelaufen. Dabei wird es am ersten Wettkampftag eine Veränderung geben, die eine höhere Ebene umfasst.

„Den verkürzten Einzel werden wir ein bisschen adaptierten, indem wir die Zeitstrafe durch Strafrunden ersetzen. Hintergrund ist, dass wir das Rennen nicht zu schießlastig gestalten wollen. Das Thema Laufstärke ist für uns sehr wichtig und wird auch im Gesamtkontext, sprich in der Weltspitze, immer wichtiger“, sagte Biathlon-Sportdirektor Felix Bitterling auf Anfrage von chiemgau24.de.

Biathlon: Deutscher Skiverband kann Regelwerk anpassen - Laufen gewinnt an Bedeutung

Im verkürzten Einzel laufen die Herren 15 Kilometer, die Damen legen eine Distanz von 12,5 Kilometer zurück. Viermal wird geschossen, in der Regel gibt es im kurzen Einzel 45 Strafsekunden für jeden Schießfehler. Strafrunden sind eigentlich nicht vorgesehen.

Um die läuferischen Fähigkeiten der Athleten zu stärken, wird die Disziplin bei den nationalen Titelkämpfen also angepasst. Der Deutsche Skiverband ist Ausrichter der Veranstaltung und hat damit Handhabe über das Regelwerk.

Biathlon: Ex-Athletin gibt Einblicke - „Wer nicht gut läuft, kann eigentlich nicht gewinnen“

Die Änderung ist logische Konsequenz aus der Entwicklung des Biathlons in den vergangenen Jahren. Das Schießen spielt weiterhin eine wichtige Rolle, das läuferische Vermögen hat aber immer mehr an Bedeutung gewonnen.

Die zurückgetretene deutsche Biathletin Marion Deigentesch (ehemals Wiesensarter) bringt es auf den Punkt. „Da hat sich Biathlon unheimlich entwickelt. Zu meinen Anfangszeiten haben wissenschaftliche Parameter eine Nebenrolle gespielt. Das ist heute ganz anders. Klar kann man auch beim Schießen Dinge optimieren, was ja auch passiert. Aber läuferisch hat sich durch die vielen Leistungsdaten enorm viel verändert. Und die Ergebnisse sprechen für sich. Wer nicht gut läuft, kann eigentlich nicht gewinnen“, sagte die 30-Jährige im Interview mit chiemgau24.de.

Die Deutschen Meisterschaften im Biathlon beginnen am 5. September mit dem verkürzten Einzel. Anschließend wird noch im Sprint und im Verfolger gelaufen. Der Weltcup beginnt am 29. November. (Quelle: chiemgau24.de, truf)

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