Große Zukunftspläne

„Der Zeitpunkt ist gekommen“: Deutsches Ski-Ass verkündet sofortiges Karriereende

Das deutsche Alpin-Team verliert zur neuen Saison einen wichtigen Läufer. Das sofortige Karriereende im Alter von 31 Jahren überrascht.

17 Jahre lang gab es für Anton Tremmel nur eines: Die Jagd nach der schnellsten Zeit. Der deutsche Skirennläufer, der seine Stärken vor allem in den technischen Disziplinen auf die Piste brachte, hatte im Januar 2018 sein Debüt im Weltcup gefeiert. Jetzt hat er sich zu einem Karriereende entschlossen, und das mit erst 31 Jahren. Der Deutsche Skiverband teilte am Montag die Entscheidung Tremmels mit. Kürzlich beendete auch ein Läufer aus Südtirol seine Laufbahn.

Anton Tremmel beendet seine Karriere.

„Der Zeitpunkt ist gekommen, um einen Schlussstrich zu ziehen“, wird der Sportsoldat auf der Website des DSV zitiert. „Es waren extrem schöne und spannende Jahre im Rennsport. Dafür bin ich sehr dankbar, und ich möchte mich bei allen bedanken, die mir meine Karriere ermöglicht haben: Allen voran bei meiner Familie, meinem Skiclub, meinen Sponsoren und natürlich bei meinem Arbeitgeber, der Bundeswehr.“

Ski-Star Tremmel gibt Karriereende bekannt

Langeweile wartet allerdings nicht auf ihn, denn es gibt bereits einen Plan für die kommenden Monate und Jahre. „Ich werde mich jetzt erstmal beruflich neu orientieren und könnte mir unter anderem ein Verbundstudium mit praktischer Ausbildung im Bereich Elektrotechnik vorstellen.“ Von der Piste direkt in den Hörsaal also?

Der Skisport, betonte der Zurückgetretene, wird ihn weiterhin begleiten. Er ließ allerdings offen, in welcher Form er sich ab sofort mit seiner einstigen großen Liebe beschäftigen werde. DSV-Sportchef Wolfgang Maier verabschiedet seinen Schützling mit einem weinenden Auge, denn in den technischen Disziplinen war er stets eine deutsche „Waffe“.

Vom Alpin-Jungen zum Slalom-König: Linus Straßers Weg an die Weltspitze

Linus Straßer wurde am 6. November 1992 in München geboren. Er wuchs mit drei Brüdern auf und verbrachte schon früh viel Zeit in den Alpen. Die Nähe zu den Bergen spielte eine entscheidende Rolle für seine sportliche Entwicklung. Skifahren gehörte dabei immer zum Familienalltag.
Schon im Alter von zwei Jahren stand Straßer auf Skiern. Regelmäßige Aufenthalte in Tirol und den bayerischen Alpen sorgten dafür, dass er früh ein Gefühl für Schnee und Gelände entwickelte. Besonders technische Passagen lagen ihm schon als Kind. Sein außergewöhnliches Talent wurde schnell erkannt.
Straßer nahm schon früh an regionalen Ski-Rennen teil. Dort fiel er vor allem im Slalom durch saubere Technik und hohe Risikobereitschaft auf. Die Ergebnisse bestätigten sein Potenzial. Der Leistungssport rückte früh in den Fokus.
Seine leistungsorientierte Ausbildung startete er beim örtlichen TSV 1860 München. Dort wurde er gezielt im alpinen Rennsport gefördert. Schule, Training und Wettkämpfe bestimmten zunehmend seinen Alltag. Das Fundament seiner späteren Weltcup-Karriere.
Vom Alpin-Jungen zum Slalom-König: Linus Straßers Weg an die Weltspitze

„Trotz einer schweren Knieverletzung kämpfte sich der Team-Player in den Weltcup zurück und ließ immer wieder mit guten Leistungen aufhorchen. Wir wünschen Anton alles Gute für die Zukunft und hoffen, dass er unserem Sport weiterhin verbunden bleibt“, so Maier. Wenn im Oktober im österreichischen Sölden die neue Alpin-Saison startet, wird Anton Tremmel vermutlich vom heimischen Sofa aus zusehen. (is)

Rubriklistenbild: © Imago / Eibner

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