Fußball

Land unter in Bönen: Statt Pokalspiel nur Training für Westfalia Rhynern

Land unter in Bönen: Als um 15 Uhr der Ball zwischen dem FC und Westfalia Rhynern rollen sollte, war an eine Durchführung des Spiels nicht zu denken. Das Pokalspiel fiel aus.
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Land unter in Bönen: Als um 15 Uhr der Ball zwischen dem FC und Westfalia Rhynern rollen sollte, war an eine Durchführung des Spiels nicht zu denken. Das Pokalspiel fiel aus.

Das Fußball-Kreispokalspiel der zweiten Runde zwischen dem FC Bönen und dem SV Westfalia Rhynern ist im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen.

Hamm – Schiedsrichter Erol Sahin hatte den Ascheplatz auf der Sportanlage am Schulzentrum am Sonntag für unbespielbar erklärt. „Beide Mannschaften wollten spielen“, meinte Bönens Sportlicher Leiter Gültekin Ciftci.

So war die Westfalia auch bereits am Platz und saß fertig umgezogen in der Kabine. Weil sich aber an der Seite des Platzes große Wassermassen gesammelt hatten, entschied sich Sahin, die Partie nicht anzupfeifen. „Wir haben sogar gesagt, wir machen die Pfützen weg“, erklärte Ciftci. „Der Schiedsrichter hat dann in den Wetterbericht geguckt und gesehen, dass es weiter regnen soll.“

Kaminski findet Absage „in Ordnung“

Und die Meteorologen sollten Recht behalten. Um 15 Uhr, als eigentlich der Ball rollen sollte, schüttete es wie aus Eimern in Bönen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wäre eine Diskussion über eine Austragung des Spiels hinfällig gewesen. Der ganze Platz stand unter Wasser. Andere Partien im Kreis wurden hingegen angepfiffen.

„Ich bin mit dem Schiedsrichter und dem gegnerischen Trainer über den Platz gegangen und finde es in Ordnung, dass das Spiel abgesagt wurde“, sagte Rhynerns Coach Michael Kaminski. Wohlgemerkt fand die Begehung des Feldes statt, bevor der Starkregen etwas später einsetzte.

Unmut über Austragung auf Asche

Im Vorfeld der Partie hatte Kaminski noch seinen Unmut geäußert, auf Asche antreten zu müssen. Dazu kam es jetzt zwar nicht, und trotzdem war der Trainer alles andere als gut auf die Gemeinde Bönen zu sprechen: „Ich weiß nicht, was die Gemeinde in den letzten zwei Monaten gemacht hat. Der gesperrte Rasenplatz ist voller Huckel. Die sind wohl in der Sommerpause.“ Ganz untätig waren die Verantwortlichen aber nicht gewesen, denn noch am Freitag wurde der Ascheplatz vorbereitet für das Pokalspiel.

Dieser Arbeitseinsatz war allerdings umsonst. So mussten die wenigen Zuschauer unverrichteter Dinge wieder den Heimweg antreten. Für Rhynern ging es zum heimischen Westfalia-Sportpark zurück, um dort auf dem Kunstrasenplatz bei weiteren Regenfällen eine 90-minütige Trainingseinheit durchzuführen. „Wir haben ein Elf gegen Elf gespielt. Mehr war bei dem Wetter aber auch nicht möglich. Ohne diese Einheit hätten wir einen Tag verloren“, wusste Kaminski.

Vorbereitung auf Lotte-Spiel

Das kann sich der Oberligist vor dem Ligaauftakt am kommenden Sonntag bei den Sportfreunden Lotte wahrlich nicht leisten. „Wir trainieren am Dienstag, Donnerstag und Freitag, machen da aber nichts Wildes mehr“, kündigte Kaminski an. „Die Anspannung wird steigen. Ich will von jedem ab Dienstag sehen, dass er etwas Zählbares aus Lotte mitnehmen will.“

Wann das Pokalspiel in Bönen nachgeholt wird, steht laut den Verantwortlichen der Klubs noch nicht fest.

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