Bundestrainer zufrieden mit der Partie
Löw: "Man gewinnt oder fährt nach Hause"
Recife - Es war das Duell, das beide "gern vermieden" hätten. Am Ende setzte sich Joachim Löw gegen seinen Vorgänger und ehemaligen Chef Jürgen Klinsmann durch. Nach der Partie zeigte sich Löw zufrieden.
Joachim Löw (Bundestrainer/54): „Dass es ein schweres Spiel werden wird, darauf waren wir eingestellt. Das US-Team hatte die beiden Spiele vorher sehr gut gespielt. Ich habe sie etwas aktiver erwartet. Die USA stand relativ tief, hat sich weit zurückgezogen. Wir waren klar dominant, hatten ein sehr gute Organisation. Bis auf die letzte Minute haben wir auch keine Torchance zugelassen. Wir hatten eine gute Präsenz. Dass wir bis zum Schluss fighten mussten, war klar.“
Löw: „Da geht es um alles oder nichts, gewinnt oder fährt nach Hause. Das erhöht natürlich die Brisanz und Dynamik.“
Löw: „Unser Mittelfeld war insgesamt sehr stark, hat das Spiel beherrscht und gut Druck gemacht. Er war kämpferisch, solange seine Kräfte gereicht haben, sehr gut, hatte ein hohes Laufpensum und auch dafür verantwortlich, dass wir eine gute Organisation hatten. Für mich war einfach der richtige Zeitpunkt, Sami Khedira auch einmal zu schonen.“
Löw: „Ich habe ihn nach dem Ergebnis des anderen Spiels gefragt. Das wusste ich nicht. Er hat mir dann gesagt, dass sie weiter sind. Dazu habe ich ihm herzlich gratuliert. Das war in dieser Gruppe nicht so einfach und selbstverständlich. Damit hat auch keiner gerechnet. Das war für die USA ein weiterer Entwicklungsschritt. Wer gegen Ghana gewinnt und gegen Portugal Unentschieden spielt, hat es auch verdient, ins Achtelfinale zu kommen.“
Löw: „Er hat schon in der Vorbereitung gezeigt, dass er körperlich und mental unglaublich gut drauf ist. Er ist für den Gegner schwer zu packen, weil er sehr schlaue Wege geht. Und er ist im Strafraum immer da. Seine Form ist schon seit Wochen sehr gut. Ich habe bei ihm auch das Gefühl, dass ihm die Wege leicht fallen.“
Löw: „Es war keine einfache Gruppe. Wir hatten aber schon vor dem Spiel eine gute Ausgangsposition, trotzdem wollten wir unbedingt gewinnen. Die Mannschaft macht viele Dinge gut, natürlich können wir auch noch einiges verbessern - die Pässe im letzten Drittel zum Beispiel. Die Organisation, und wie wir den Gegner angelaufen sind, war diesmal schon wieder viel besser.“
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SID



