Versammlung

Stadtsportverband äußert Kritik an der Stadt Drensteinfurt

Die Gestaltung des Erlfelds steht im Mittelpunkt der Planungen des Stadtsportverbandes: (von links) Vorsitzender Gerhard Herrmann, Vera Igelbrink, Ulrike Fronda, Claudia Grünewald , Gerhard Geske und Thomas Volkmar.
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Die Gestaltung des Erlfelds steht im Mittelpunkt der Planungen des Stadtsportverbandes: (von links) Vorsitzender Gerhard Herrmann, Vera Igelbrink, Ulrike Fronda, Claudia Grünewald , Gerhard Geske und Thomas Volkmar.

Deutliche Kritik an der Stadt Drensteinfurt äußerte die Spitze des Stadtsportverbandes bei der Jahreshauptversammlung.

Drensteinfurt – „Es wird höchste Zeit, dass sich die Stadt Drensteinfurt zu ihren Sportstätten bekennt. Es ist ein bedauerlicher Tiefschlag, in welchem Zustand sie sich befinden, nicht nur die im Erlfeld. Es gibt dringenden Handlungsbedarf, dabei geht es nicht nur um die Tartanbahn.“ Deutliche Worte der Kritik fand Gerd Geske im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Stadtsportverbandes in der Alten Post. Der zweite Vorsitzende machte deutlich, dass Förderprogramme zur Verfügung stehen, die nur abgerufen werden müssten.

Vorsitzender Gerhard Herrmann konnte unter Beifall der Vereinsvertreter nur zustimmen. Im Stadtsportverband sind neun Vereine mit mehr als 3000 Aktiven organisiert. „Das sind rund 70 Prozent“, erklärte er und bedauerte, dass man die Sportvereine in Rinkerode trotz intensiver Kontakte nicht zu einer Mitgliedschaft bewegen könne. Einstimmig beschlossen die Mitglieder, den Reiterverein Drensteinfurt und die Schachfreunde Drensteinfurt als neue Mitglieder aufzunehmen. In seinem Rechenschaftsbericht erläuterte der Vorsitzende das Projekt „Sportplatz Kommune“, für das eine Broschüre erstellt worden ist. Einzelheiten sind auch dem Internet-Auftritt zu entnehmen. Das Kinderbewegungsabzeichen „Kibaz“ war ebenso erfolgreich wie die Bewegungsrallye zum Weltkindertag im Schlosspark. „Hat Mordsspaß gemacht“, kommentierte Gerhard Herrmann die Veranstaltung, die Jüngsten hätten im Bollerwagen teilgenommen. Der Initiativworkshop zum Sportentwicklungskonzept habe auf Grundlage der IKPS-Untersuchung folgende Ergebnisse gebracht: 64 Prozent der Drensteinfurter setzen auf Gymnastik und Fitness, Lauf- und Schwimmsport. Für den aktiven Fußball interessieren sich nur zehn Prozent, Schlusslichter sind mit zwei Prozent die Sportarten Handball und Volleyball.

Outdoor-Schachbrett im Rahmen des Ferienprogramms

Ausführliche Informationen gab der Vorsitzende zu Aktivitäten und Förderprogrammen des Kreissportbundes, dabei gebe es einen Stillstand beim Projekt „Moderne Sportstätten II“, bedauerte er. „Wir haben unsere Schularbeiten gemacht und alle Anträge fristgerecht eingereicht“, sagte Herrmann. Thomas Volkmar gab zu bedenken, dass aufgrund des langen Verfahrensweges neue Angebote eingeholt werden müssten, die deutlich teurer ausfielen.

Anträge gestellt haben Fortuna Walstedde, der SV Rinkerode und der SV Drensteinfurt für die 35 000 Euro Förderung. Ulrike Fronda wünschte sich eine Steigerung der Sportabzeichen in diesem Jahr auf über 300.

Die DJK plant den Aufbau einer Leichtathletikgruppe, wenn die Voraussetzungen für ein verletzungsfreies Training gegeben sind. Im Haushaltsplan der Stadt sind 70 000 Euro Planungskosten für dieses Jahr und 750 000 Realisierungskosten für 2024 eingestellt worden.

Nicht am Schlosspark, sondern zentral soll im Rahmen des Projekts „Sport im Park“ ein Outdoor-Schachbrett aufgestellt werden. Es läuft im Sommer für vier bis sechs Wochen im Rahmen des Ferienprogramms und findet kostenlos statt. Weitere Aktionen wie Fahrradtouren sollen neue Mitglieder in die Vereine bringen. Eine Koordinationsgruppe mit Dr. Bernd Broeckmann, Thomas Volkmar, Gerd Geske, Vera Igelbrink, Ulrike Fronda, Uwe Buchta, Beate Kosela und Gerhard Herrmann soll die Planungen forcieren.

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