U19-Meister
BVB-Talent Tobias Raschl im Interview – so plant er seine Zukunft in Dortmund
Meisterfeier, Vorbild Axel Witsel, Training mit den BVB-Profis und Zukunftspläne. Wie tickt Borussia Dortmunds Nachwuchstalent Tobias Raschl? Das Interview.
Dortmund – Tobias Raschl hat mir der U19 des BVB die Deutsche Meisterschaft gewonnen, will ab Sommer den nächsten Schritt bei Borussia Dortmund machen – und vielleicht sogar bei den Profis angreifen, mit denen er ab und zu schon trainiert und zusammen ins Trainingslager nach Bad Ragaz (Schweiz) fährt. Über seine Zukunft, seine Vorbilder seine Lieblingsposition und andere Dinge hat unser Reporter Marvin K. Hoffmann jetzt mit dem 19-Jährigen im Interview gesprochen.
Schon gelesen? Mit Video: So heftig zerlegt BVB-Star Jadon Sancho Ajax-Juwel Matthijs de Ligt
Exklusiv-Interview: BVB-Nachwuchstalent und U19-Meister Tobias Raschl
Das war ein besonderes Ereignis für uns alle und ein sehr aufregendes, spannendes Finale. Wir haben an uns geglaubt – selbst in der Halbzeit noch, obwohl wir 1:3 zurücklagen. Dann haben wir das Spiel gedreht und das Gefühl war unfassbar. Dafür haben wir so lange und hart gearbeitet, das ganze Jahr über. Das war schon echt Wahnsinn.
Wir sind um 17 Uhr da (Großaspach, Anm. d. Red.) weg gefahren und sind gegen Mitternacht am Vereinsgelände in Dortmund angekommen. Diese sieben Stunden Busfahrt waren einmalig (lacht). Alle waren sehr gut drauf. Der ganze Bus hat gefeiert. Eine bessere Party gibt es nicht in meinen Augen – das war schon optimal.
Schon gelesen? Neue BVB-Marktwerte: Sancho übertrifft sie alle!
BVB-Nachwuchstalent Tobias Raschl im Exklusiv-Interview: "Den Titel zu holen, war jetzt mein Ziel"
Am nächsten Morgen wacht man auf mit einem geilen Gefühl und du weißt einfach: Du bist Deutscher Meister der A-Junioren. Da realisiert man das erst richtig. Klar, nach dem Abpfiff hat man auch die Emotionen und alles. Aber ein, zwei Tage später – oder auch die Woche später – merkst du, wie geil das ist, was für ein unglaubliches Gefühl. Der Titel ist für jeden von uns wichtig. Auch für mich war das ein schöner Abschluss, es war ja mein dritter Anlauf. Zweimal bin ich mit der U17 im Halbfinale rausgeflogen und mit der U19 als Jungjahrgang. Den Titel zu holen, war jetzt mein Ziel.
Das war meiner Familie und mir schon sehr wichtig und auch eine Anerkennung vom BVB, dass man mir diese Bedingungen gibt. Das weiß ich sehr zu schätzen, ich muss diese Chance jetzt nutzen und Vollgas geben.
Ich spiele ja jetzt schon seit 2016 beim BVB. Natürlich hat sich mein Umfeld in Dortmund verändert, ich kenne inzwischen viele Leute hier und fühle mich sehr wohl – aber ich bin immer noch auch ein Düsseldorfer Junge, da komme ich her, da bin ich aufgewachsen.
Schon gelesen? So bekommen Sie die BVB-Dauerkarte 2019/20
BVB-Nachwuchstalent Tobias Raschl im Exklusiv-Interview: "Deswegen will ich mich hier durchsetzen"
Es gibt viele Möglichkeiten, um als junger Spieler den nächsten Schritt machen zu können. Aber die Bedingungen bei Borussia Dortmund sind schon hervorragend und ich will es hier auch angehen. Deswegen will ich mich hier durchsetzen. Auch, wenn es sehr schwer wird. Ich glaube aber, es gibt keine bessere Adresse als den BVB! Gerade junge Spieler sind, glaube ich, hier gut aufgehoben, um den nächsten Schritt zu machen.
Ich bin eher ein technischer, als ein laufstarker Spieler, ich bewahre immer die Ruhe am und mit dem Ball. Darauf werde ich immer wieder hingewiesen und inzwischen weiß ich das auch selbst als große Stärke von mir einzuschätzen. Ich werde nicht nervös und behalte die Übersicht auch in brenzligen Situationen. Im letzten Jahr bin ich dazu auch noch deutlich zweikampfstärker geworden, da haben die Trainer viel mit mir gearbeitet, um mein Zweikampfverhalten zu verbessern.
Ich muss auf jeden Fall mein Kopfballspiel verbessern, gerade im Zentrum. Athletisch kann ich sicher auch weiter an mir arbeiten.
Transfer-Ticker BVB: Alle News und Gerüchte rund um Borussia Dortmund
BVB-Nachwuchstalent Tobias Raschl im Exklusiv-Interview: Axel Witsel ist sein Vorbild
Auf jeden Fall schaue ich zu denen auf. Vor allem zu Axel Witsel. Wenn man mit ihm trainiert, lernt man richtig viel. Ich persönlich sogar sehr viel, muss ich sagen, weil er mir auch immer wieder mal Tipps gegeben hat, mich zur Seite nimmt und Dinge zeigt. Da orientiere ich mich schon an den Profis.
Generell ist es im Zentrum gut für mich. Die Sechs, die Acht – diese Positionen liegen mir. Da ist es mir völlig egal, in welchem System man spielt. Aber soweit denke ich jetzt noch nicht, ich muss jetzt Gas geben und versuchen, mich anzubieten. Alles weitere werden wir dann sehen.
Verpassen Sie keine Nachricht zu Borussia Dortmund und werden Sie Fan unserer Facebook-Seite.