Erklärung erwartet

Ukraine-Wende: Trump will keine Langstreckenraketen schicken – „sehr ernste“ Reaktion aus Moskau

Donald Trump und Wladimir Putin
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Erklärung von Donald Trump zu seiner Russland-Politik erwartet. (Archivbild)

Trump hat mit seinen Ankündigungen wieder Dynamik in den Ukraine-Krieg gebracht. Im Raum steht die Lieferung von Angriffswaffen gegen Putin.

Update vom 16. Juli, 9.02 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat erklärt, dass die ersten für die Ukraine bestimmten Patriot-Systeme verschickt wurden. Auf die Frage, aus welchen Ländern die Raketen kommen, sagte Trump, sie kämen aus Deutschland. Das berichtet Reuters. „Sie kommen aus Deutschland und werden dann von Deutschland ersetzt. Und in allen Fällen erhalten die Vereinigten Staaten die Summe vollständig zurück … Wir bekommen unser Geld immer vollständig zurück“, fügte er hinzu.

Die USA haben nach Angaben von Präsident Donald Trump aktuell allerdings nicht vor, der Ukraine Langstreckenraketen bereitzustellen. Auf die Frage, ob er dazu bereit sei, antwortete Trump vor Journalisten: „Nein, das ist nicht unsere Absicht.“

Russland droht im Ukraine-Krieg: „Konflikt“ wird weitergehen

Update, 17.35 Uhr: Russland droht mit Fortsetzung des Ukraine-Kriegs bei ausbleibender Verhandlungsbereitschaft der Ukraine. Der stellvertretender Außenminister Sergei Rjabkow erklärte gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur TASS: „Aber wenn dies nicht mit einer angemessenen Antwort bedacht wird, wenn wir unsere Ziele nicht durch Diplomatie erreichen, dann wird der Konflikt weitergehen.“

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Rjabkows Äußerungen kommen auch als Reaktion auf US-Präsident Donald Trumps neuen Plan. Washington will Waffenlieferungen an Kiew fortsetzen, sofern Europa die Kosten übernimmt. Trump drohte zudem mit 100-prozentigen Importzöllen auf Russland und dessen Handelspartner, falls binnen 50 Tagen keine Einigung erreicht wird.

Trump verkündet neuen Plan für den Ukraine-Krieg: „Sehr ernste“ Reaktion aus Moskau

Update, 13 Uhr: Der Kreml hat auf die jüngsten Aussagen von Donald Trump deutlich reagiert. Der US-Präsident habe der Ukraine durch neue Waffenlieferungen und Sanktions-Drohungen signalisiert, den Ukraine-Krieg fortzusetzen, hieß es in einer Erklärung. Dmitri Peskow, Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, bezeichnete Trumps Äußerungen in seinem täglichen Pressebriefing am Dienstag, dem 15. Juli, als „sehr ernst“.

Peskow erklärte, dass Putin Zeit benötige, um Trumps Bemerkungen zu analysieren, von denen sich einige direkt an ihn richteten, und zu entscheiden, ob er dazu Stellung nehmen werde. Die russische Regierung betrachtet die Ankündigungen des US-Präsidenten offenbar als bedeutsame Entwicklung in der aktuellen Konfliktlage.

Offensivwaffen im Ukraine-Krieg: Trump hat wohl mit Selenskyj über Einsatz gegen Moskau gesprochen

Update, 12.27 Uhr: Offenbar denkt US-Präsident Donald Trump schon länger über den Einsatz von Angriffswaffen im Ukraine-Krieg nach. Er soll den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in privaten Telefongesprächen dazu angeregt haben, Angriffe tief ins russische Territorium durchzuführen. Er soll ihn sogar gefragt haben, ob die Ukraine Moskau und auch St. Petersburg angreifen könne. Dies berichtet die Financial Times unter Berufung auf informierte Quellen.

Trump sagte demnach: „Wolodymyr, könnt ihr Moskau treffen? Könnt ihr auch St. Petersburg treffen?“ Selenskyj antwortete wohl: „Absolut. Wir können es, wenn ihr uns die Waffen dazu gibt.“ Trump verkündete seine Unterstützung für derartige Angriffe, „damit die Russen den Schmerz fühlen“ und an den Verhandlungstisch kommen.

Update, 11.40 Uhr: Der Vize-Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, hat die Sanktions- und Zolldrohung von US-Präsident Donald Trump als „theatralisches Ultimatum“ zurückgewiesen, um das sich die Führung in Moskau nicht schere. „Das kriegerische Europa war enttäuscht“, schrieb er auf X. „Russland kümmerte es nicht.“

Ukraine-Wende: Trump will Offensivwaffen schicken – „Enttäuscht“ von Putin

Update vom 15. Juli, 9.48 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat nach seiner Fristsetzung gegen Russland zur Beendigung des Ukraine-Krieges persönlich gegen Kremlchef Wladimir Putin ausgeteilt. „Ich bin enttäuscht von ihm. Ich habe noch nicht mit ihm abgeschlossen, aber ich bin enttäuscht von ihm“, sagte Trump der BBC in einem 20-minütigen Telefoninterview. Bereits viermal habe er gedacht, dass er sich mit Putin geeinigt habe, „und dann kommst du nach Hause und siehst, dass er gerade ein Pflegeheim oder so etwas in Kiew angegriffen hat“. Auf die Frage, ob er Putin traue, antwortete Trump: „Ich traue fast niemandem, um ehrlich zu sein.“

Trump-Ankündigung zum Ukraine-Krieg: Offensivwaffen sollen Kampf gegen Russland unterstützen

Erstmeldung: Washington, DC – US-Präsident Donald Trump ringt seit Monaten um ein Ende des Ukraine-Kriegs. Doch seine bisherigen Vorstöße blieben bislang ohne Resultate: Mehrfach trafen sich Kontaktgruppen der beteiligten Länder, trotz angestrebter Friedensverhandlungen folgten auf Gefangenenaustauschen wieder schwere Angriffe Russlands. Trump verliert langsam offenbar die Geduld. Am 14. Juli will der US-Präsident einen neuen Plan zur Waffenlieferung an die Ukraine bekannt geben – wohl inklusive Offensivwaffen.

Trump-Ankündigung zum Ukraine-Krieg: Wohl Offensivwaffen gegen Putin

„Trump ist wirklich sauer auf Putin. Seine Ankündigung morgen wird sehr aggressiv sein“, sagte der republikanische Senator Lindsey Graham am Sonntag. Die neuen Waffenlieferungen an die Ukraine sollen demnach auch Angriffswaffen enthalten. Das berichtet Axios unter Berufung auf zwei Quellen, die mit Trumps Plänen vertraut sind. Die Bereitstellung von Angriffswaffen wäre eine bedeutende Wende für Trump, der bis vor kurzem behauptete, er würde nur Verteidigungswaffen liefern, um eine Eskalation des Konflikts zu vermeiden.

Um welche Waffen es sich handeln könnte, ist bislang nicht bekannt. Vermutet wird, dass möglicherweise Langstreckenraketen geliefert werden, die Ziele tief im russischen Territorium, darunter auch Moskau, treffen können. Weitere Details werden wohl während der wegweisenden Erklärung des Präsidenten zu Russland bekannt werden. Dass Trump nun ein deutlich aggressiveres Vorgehen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg anstrebt, basiert laut Axios auch auf dem jüngsten Telefonat zwischen dem US-Präsidenten und Wladimir Putin. Am 3. Juli hatte der russische Präsident nämlich zum Ausdruck gebracht, dass er eine weitere Eskalation im Krieg planen würde.

Waffenlieferung im Ukraine-Krieg: Trump „zunehmend enttäuscht“ von Putin

Zuletzt hatte sich Trump im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg „zunehmend enttäuscht“ von Putin gezeigt, weil dieser zwar Frieden wolle, dann aber die Angriffe auf die Ukraine eskalieren lasse. Im Telefonat mit dem US-Präsidenten hatte Putin zum Ausdruck gebracht, dass er innerhalb der nächsten 60 Tage eine neue Offensive im Osten der Ukraine plane, um die Verwaltungsgrenzen der Oblaste zu erreichen.

Vor dem Hintergrund der weiteren Unterstützung für die Ukraine reist am Montag, dem 14. Juli, Deutschlands Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) nach Washington. Es ist sein erster Besuch in den USA seit dem Amtsantritt der Regierung von US-Präsident Donald Trump im Januar. Auch Nato-Generalsekretär Mark Rutte wird in der Hauptstadt der Vereinigten Staaten erwartet. (fbu/dpa)

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