"Vatileaks": Wer war der Komplize?

Hatte der Kammerdiener einen Komplizen?
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Hatte der Kammerdiener einen Komplizen?

Rom - Hatte der Kammerdiener des Papstes in der “Vatileaks“-Affäre Helfer? Eine Zeitung nennt nun die Namen von drei möglichen Komplizen. Der Vatikan dementiert empört.

In der Enthüllungsaffäre “Vatileaks“ könnte der verdächtigte Kammerdiener des Papstes einem Bericht der Zeitung “La Repubblica“ zufolge drei Komplizen gehabt haben. Sie arbeiteten alle im Umfeld von Papst Benedikt XVI., schreibt das Blatt am Montag, ohne Quellen zu nennen. Von den vatikanischen Ermittlern verdächtigt würden Benedikts Haushälterin und Beraterin Ingrid Stampa, der deutsche Kurienbischof Josef Clemens sowie der für Papst-Reden verantwortliche italienische Kardinal Paolo Sardi. Sie hätten auch einen vertrauten Umgang mit dem Kammerdiener Paolo Gabriele gehabt. Der Vatikan ist empört und dementiert den Bericht sofort als falsch.

Nicht zufällig würden die drei Mitarbeiter jetzt auf Distanz zum Papst gehalten, meint das Blatt. Ingrid Stampa kümmere sich nicht mehr um die Papiere des Papstes, Benedikt habe geplante Treffen mit Clemens abgesagt und Kardinal Sardi (75) seine Aufgaben in Papstnähe aus Altersgründen niedergelegt.

Letztes Abendmahl: Das wurde aus den zwölf Aposteln

Letztes Abendmahl: Das wurde aus den zwölf Aposteln

Kaum ein Bild hat unsere Vorstellung der Gemeinschaft Jesu Christi mit seinen Aposteln so geprägt wie "Das letzte Abendmahl" von Leonardo da Vinci (entstanden von 1495 bis 1497/98).
Dieses Wandgemälde ist 9,04 Meter lang und 4,22 Meter hoch und findet sich im Refektorium der Kirche "Santa Maria delle Grazie" in Mailand. Es zeigt den Moment des Abendmahls, in dem Jesus seinen Jüngern verkündet, dass einer der Zwölf ihn noch am selben Abend verraten wird.
Was anschließend mit Jesus Christus passierte, ist bekannt: Wie die Bibel berichtet, wurde er an die Hohepriester ausgeliefert, von Pontius Pilatus zum Tode verurteilt, gefoltert und gekreuzigt. An Ostern, ihrem höchsten Feiertag, feiern die Christen die Auferstehung Jesu Christi, der damit die Menschen von ihren Sünden erlöst hat.
Doch was wurde nach dem letzten Abendmahl aus den zwölf Aposteln? Darüber berichten sowohl die Bibel als auch die christliche Überlieferung. Eine Reise durch die Kirchengeschichte: (Foto: Apostel-Statuen auf dem Petersdom in Rom).
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Vatikan-Sprecher Federico Lombardi bestritt, dass die drei von ihren Aufgaben entbunden worden seien. Im übrigen kopiere der Bericht von “La Repubblica“ einen Artikel des deutschen Vatikanisten Paul Badde vom 15. Juli (“Welt online“) - an manchen Stellen sogar wörtlich.

Von einer Untersuchungskommission gehört zu werden wie die drei Mitarbeiter “bedeutet in keiner Weise, verdächtig zu sein“, betonte Lombardi. Schon mehrfach habe er die Berichterstattung der römischen Zeitung über die Affäre dementieren müssen, deren Leser verdienten korrektere Informationen.

Das vatikanische Staatssekretariat äußerte “völlige Missbilligung“ der in Italien und Deutschland publizierten Artikel. Sie seien unfundiert und schädigten die betroffenen Personen sehr, “die seit vielen Jahren dem Papst treu dienen.“ Der Pressedienst des Heiligen Stuhls hielt noch fest, es sei in keiner Weise legitim, falsche und gegenstandslose Behauptungen zu verbreiten, nur weil die Ergebnisse der Ermittlungen noch nicht veröffentlicht worden seien: “Das ist nicht die Information, auf die die Leserschaft ein Anrecht hat.“

Im Kern sei es aus Neid und Eifersucht zu den Enthüllungen geheimer Papiere des Vatikans gekommen, spekuliert das Blatt weiter. Gerichtet habe sich dies gegen den Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone und den Privatsekretär von Joseph Ratzinger, Georg Gänswein.

Bilder vom Papst-Besuch in Kuba

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Papst Benedikt XVI. ist am Montag für einen dreitägigen Besuch ins kommunistische Kuba gereist.
Empfangen wurde der Papst in Santiago von Präsident Raúl Castro und einigen Ministern, einer Militärkapelle, einer Ehrengarde und etlichen Geistlichen.
Benedikt wirkte angeschlagen. Der Vatikan ließ aber mitteilen, der Papst sei zwar müde, gesundheitlich gehe es ihm aber gut.
Bei seinem Besuch in Kuba wurde der Papst von Präsident Raúl Castro empfangen
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Der Ende Mai festgenommene Kammerdiener steht seit dem Wochenende nur noch unter Hausarrest. Sollte er wegen Diebstahls päpstlicher Geheimdokumente verurteilt werden, droht dem Vater von drei Kindern eine mehrjährige Haftstrafe. Eine von Benedikt eingesetzte Kommission von Kardinälen, die die Hintergründe der Affäre untersucht, hat ihre Befragungen abgeschlossen und dem Papst berichtet. Der zuständige vatikanische Untersuchungsrichter wird jetzt entscheiden müssen, ob Gabriele wegen schweren Raubes vor Gericht kommen soll oder nicht.

Gabriele habe voll mit den Ermittlern kooperiert, es habe kein Netz von Verschwörern hinter ihm gegeben, hatten seine Anwälte erklärt. Er habe zudem den Wunsch geäußert, den Papst um Verzeihung für seine Taten zu bitten.

Der Kammerdiener soll eine Reihe vertraulicher Dokumente entwendet haben, die dann durch Medien publik wurden. Teils brisante Dokumente waren aus dem Vatikan an die Öffentlichkeit gelangt, so zu einem angeblichen Mordkomplott gegen Benedikt oder zu dem umstrittenen Finanzgebaren der Vatikanbank IOR. Gabriele kann nach Medienberichten mit einem milden Urteil rechnen, Benedikt könnte ihn dann auch begnadigen.

dpa

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