Umfrage zu „racial profiling“

Polizeikontrolle wegen Hautfarbe: Mehrheit hat damit kein Problem

Polizei am Kölner Hauptbahnhof
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Wegen „racial profiling“ wurde die Polizei nach der Kölner Silvesternacht 2016/17 kritisiert.

Berlin - Wird ein Mensch wegen seinen Aussehens von der Polizei kontrolliert, nennt man das „racial profiling“ - und es ist verboten. Eine Mehrheit der Deutschen sieht es aber unproblematisch.

Rund 63 Prozent der Deutschen halten Polizeikontrollen, die an die Hautfarbe oder andere ethnische Erscheinungsmerkmale anknüpfen, für weitgehend unproblematisch. Das geht aus einer am Donnerstag vorgelegten repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor. Etwa 69 Prozent der Befragten sind danach der Ansicht, „racial profiling“ sei notwendig oder eher notwendig für eine effektive Polizeiarbeit. Sechs Prozent finden dies überhaupt nicht, 14 Prozent eher nicht.

Diskriminierung in der Silvesternacht?

52 Prozent der Befragen vertraten die Ansicht, die Polizei habe bei ihrem Einsatz am Kölner Hauptbahnhof in der vergangenen Silvesternacht „alles richtig gemacht“. An dem Einsatz hatte sich Kritik wegen möglicher Diskriminierung entzündet, unter anderem von Grünen-Chefin Simone Peter. Nach Polizeiangaben waren wieder mehrere hundert junge Nordafrikaner nach Köln gekommen. Sie wurden festgehalten, ihre Papiere kontrolliert. Im Vorjahr hatten am selben Ort Männergruppen Frauen eingekesselt, sexuell angegriffen und beraubt. Viele Beschuldigte waren Nordafrikaner. Auch in München wurden zwei Frauen in der Silvesternacht belästigt - vermutlich vom gleichen Täter.

„Racial profiling“ ist verboten

„Racial profiling“ ist das Schlagwort für Kontrollen, Ermittlungen oder Überwachungen, bei denen Menschen allein wegen ihres äußerlichen Erscheinungsbildes ins Visier der Polizei geraten. Menschen lediglich wegen ihres Aussehens zu kontrollieren, ist verboten.

dpa

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