Überraschungsangriff

Ukraine zeigt Video von Kursk-Vorstoß gegen Russland

Im Ukraine-Krieg war der Kursk-Vorstoß ein taktischer Schachzug des angegriffenen Landes. Ein Video soll belegen, wie die Ukraine Russland in Kursk überrollte.

Kursk – Der Kursk-Vorstoß scheint den Ukraine-Krieg nachhaltig zu beeinflussen. Der Überraschungsangriff der Ukraine in der russischen Grenzregion mitsamt Einmarsch im Land des Aggressors hat Russland unvorbereitet auf dem falschen Fuß erwischt.

Das ukrainische Luftangriffs-Kommando hat nun ein Video zur Lage im Ukraine-Krieg veröffentlicht, dass die ersten Stunden des Kursk-Vorstoßes am 6. August zeigen soll. Unabhängig überprüfen lässt sich das nicht.

Der Beginn des Kursk-Vorstoßes im Ukraine-Krieg: Russische Schockstarre

Untermalt mit heroisch anmutender Musik wird gezeigt, wie ukrainische Soldatinnen und Soldaten Minenfelder räumen, mit Panzern die Grenze nach Russland passieren, Luftschläge und Artillerieangriffe auf russische Verteidigungslinien verüben und Dutzende russische Kämpferinnen und Kämpfer gefangen nehmen.

Und schließlich auch russische Ortschaften unter ihre Kontrolle bringen. Dabei werfen ukrainische Streitkräfte symbolisch eine russische Flagge auf den Boden und posieren mit einer Flagge ihres Militärverbands. Nicht mit der Staatsflagge der Ukraine. Denn Kiew hat unlängst erklärt, dass die Ukraine – anders als der russische Aggressor – Gebiete Russlands nicht für immer einnehmen will, sondern nur im Rahmen der Selbstverteidigung während des Ukraine-Krieges.

Der 6. August 2024, der Tag des Kursk-Vorstoßes, sei „ein Tag, der in die Geschichte des russisch-ukrainischen Krieges eingehen wird“, schreibt das ukrainische Luftkommando. Dass dieser Tag für die Ukraine militärisch erfolgreich war, sei auf eine „sorgfältige Vorbereitung“ und vor allem „Moral und Informationsstille“ zurückzuführen, heißt es weiter.

Nach Kursk-Vorstoß: Luftkommando appelliert an Durchhaltevermögen im Ukraine-Krieg

Den Kursk-Vorstoß haben anfangs vor allem zwei Brigaden aus den westukrainischen Städten Lwiw und Czernowitz vorangetrieben. In dieser Woche stieß nun noch eine Elite-Einheit der Luftbrigade hinzu. Die Ukraine hat gemeldet, bisher 75 Siedlungen und eine Fläche von mehr als 1.000 Quadratkilometern – ähnlich der Ostsee-Insel Rügen – in der Grenzregion eingenommen zu haben. Keine kleinen Verluste für Russland im Ukraine-Krieg.

Derweil verlegt Russland als Reaktion auf den Kursk-Vorstoß der Ukraine Truppen in die Grenzregionen, in denen vielerorts bereits der Notstand ausgerufen wurde. Das ukrainische Luftkommando meint, dass der weitere Verlauf der Auseinandersetzungen in Kursk nun „von der Widerstandsfähigkeit“ der ukrainischen Soldatinnen und Soldaten abhängt.

Bisher ist das Momentum an dieser Stelle im Ukraine-Krieg aber noch völlig aufseiten Kiews. Russland hat nach dem Kursk-Vorstoß offenkundig auch personelle Probleme beim Ausheben von Schützengräben. (pls)

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