Alarm in Skandinavien

Ukraine-Konflikt: Schweden meldet Eindringen russischer Kampfjets - „Unprofessionell und unverantwortlich“

Ein russischer Kampfjet Sukhoi Su-33.
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Ein russischer Kampfjet Sukhoi Su-33. (Symbolbild)

Russische Kampfjets verletzen offenbar den schwedischen Luftraum. Stockholm kritisiert Moskau scharf. In der Gegend sind auch Bundeswehr-Soldaten.

München/Stockholm - Wie nahe kommt der Ukraine-Krieg* an Westeuropa heran? Über der Ostsee kam es nun offenbar zu einem militärischen Zwischenfall mit russischen Kampfjets.

Ukraine-Konflikt: Russische Kampfjets dringen in schwedischen Luftraum ein

Konkret: Vier russische Kampfflugzeuge haben nach schwedischen Angaben den Luftraum über Schweden verletzt. Der kurzzeitige Vorfall habe sich an diesem Mittwoch (2. März) östlich der Ostsee-Insel Gotland über dem Meer ereignet, teilten die schwedische Streitkräfte am Abend mit.

Kampfjets der schwedischen Luftwaffe hätten den Zwischenfall, an dem zwei russische SU-27- und zwei SU-24-Jets beteiligt gewesen seien, fotografisch dokumentiert. Angesichts der aktuellen Situation nehme man den Vorfall sehr ernst. „Das ist ein unprofessionelles und unverantwortliches Vorgehen von russischer Seite“, erklärte Luftwaffenchef Carl-Johan Edström.

Im Video: Kompakt - Die News zum Ukraine-Krieg und dem Überfall Russlands

Schweden und das benachbarte Finnland sind beide keine Nato-Mitglieder, allerdings enge Partner des Militärbündnisses*. Die beiden Länder hatten am Mittwoch vor dem Hintergrund der deutlich verschlechterten Sicherheitslage im Zuge des Ukraine-Kriegs eine gemeinsame Militärübung in der Ostsee abgehalten. Daran waren nach schwedischen Angaben Kampfjets und Kriegsschiffe beteiligt gewesen.

Ostsee: Deutsche Marine ist an Stärkung der Nato-Ostflanke beteiligt

Die Insel Gotland liegt im Meer gegenüber der russischen Exklave Kaliningrad, die zwischen dem nördlichen Polen und Litauen im Baltikum eingebettet ist. Die deutsche Nato-Vertretung hatte Anfang der Woche die Entsendung von „Tornados“ zur Aufklärung in den Ostseeraum angekündigt.

Erst am 28. Februar waren im Zuge des Russland-Ukraine-Konflikts* die Minenjagdboote „Sulzbach-Rosenberg“ und „Homburg“, das Minensuchboot „Siegburg“ und der Tender „Elbe“ der deutschen Marine aus Kiel in die Ostsee ausgelaufen, um die Nato Nordostflanke zu stärken. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte zuletzt sowohl Schweden als auch Finnland unverhohlen gedroht, weil sich beide skandinavischen Länder verstärkt der Nato zugewandt hatten. Finnland hat eine 1340 Kilometer lange Grenze zu Russland. (pm/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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