Angriff auf russischen Hafen

Kampf um die Krim: Ukraine attackiert Werft in Sewastopol - Russische Kriegsschiffe beschädigt

Die Krim ist im Ukraine-Krieg von immenser Bedeutung. Jetzt kommt es auf der Halbinsel zum bisher schwersten Angriff der Ukraine auf die russische Schwarzmeerflotte.

Sewastopol - Ukrainische Truppen konnten in der Nacht eine in Sewastopol liegende Werft attackieren. Die Hafenstadt liegt auf der von Russland annektierten Krim. Zwei Kriegsschiffe wurden dabei getroffen. Es war der bisher schwerste Angriff der Ukraine auf die russische Schwarzmeerflotte in ihrem Heimathafen.

Ukraine-Krieg: Russische Werft getroffen

Die ukrainische Militärführung kann einen weiteren Erfolg verzeichnen. Wie das russische Verteidigungsministerium erklärte, hätten „zwei sich in Reparatur befindliche Schiffe von gegnerischen Marschflugkörpern Schaden erlitten“. Nach Insider-Informationen der Nachrichtenagentur Reuters soll es sich bei den beschädigten Schiffen um ein U-Boot und ein großes Ladungsschiff handeln.

Ein russisches Kriegsschiff liegt vor der Hafenstadt Sewastopol. Hier soll es zu einem ukrainischen Angriff gekommen sein.

Nach dem Angriff soll ein großes Feuer in der Werft ausgebrochen sein. Michail Raswoschajew, der von Russland eingesetzte Gouverneur der Stadt, hat dazu Bilder auf Telegram veröffentlich. Diese sollen das volle Ausmaß der Zerstörung zeigen. Insgesamt wurden nach Berichten zehn Marschflugkörper auf das Gebiet abgeschossen - sieben davon konnte das russische Militär aufhalten. Ebenso sollen mehrere Seedrohnen abgewehrt worden sein.

Russland: Schwarzmeerflotte in gefährlicher Situation

Die Lage des russischen Militärs im Schwarzen Meer ist schwierig. Jedes verlorene Schiff schwächt die Flotte, da im jetzigen Moment für keinen russischen Ersatz gesorgt werden kann. Dieser wäre nur dann möglich, wenn die Türkei den Bosporus wieder öffnen würde. Dies sollte, nach jetzigem Informationsstand, aber erst nach Ende des Krieges geschehen.

Bisherige russische Verluste sind die Landungsschiffe „Saratow“ und „Olenegorski Gornjak“, der Kreuzer „Moskwa“ und das Rettungsschiff „Vasily Bekh“. Ebenso wurden einige russische Patrouillen- und Landungsboote versenkt oder beschädigt. Die Ukrainer verloren bereits im Februar 2022 ihre einzige Fregatte und sind mittlerweile faktisch eine Marine ohne Schiffe. Dies macht sie aber, wie die letzte Nacht zeigte, nicht weniger gefährlich.

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Russischer Angriff: Sieben Verletzte auf Ismajil

Nicht nur die Ukraine attackierte in den vergangenen Stunden einen Hafen. Auch Russland löste erneut einen Fliegeralarm in der Region Odessa aus. Das russische Militär griff den Donauhafen Ismajil mit Drohnen an. Der Angriff dauerte nach Meldungen der ukrainischen Streitkräfte viereinhalb Stunden. Die Drohnen sollten „zivile Infrastruktur an der Donau“ treffen und hätten insgesamt sieben Menschen verletzt. Ismajil gilt als einer der wichtigsten Exporthäfen für Getreide in der Ukraine. (maku)

Rubriklistenbild: © Ulf Mauder/dpa

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