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Ukraine-Krieg: „Schrotflinten“ stellen sich Putins Drohnen entgegen
Die Ukraine bringt wohl innovative Drohnen in die Luft, um gegen Wladimir Putins hinterhältige Waffen am Himmel vorzugehen. Ein Clip verbreitet sich.
Kiew – Der Ukraine-Krieg ist ein regelrechtes Waffen-Labor. Das gilt auch für Drohnen. Und das gilt für die Streitkräfte der Ukraine als auch für die Invasionsarmee aus Russland.
Drohnen-Krieg in der Ukraine: Kiew entwickelt neue Waffe gegen Russland
Kiew hat nun Aufnahmen von einer offenbar neuen Drohne verbreitet. Sie soll wohl in der Luft Jagd auf die Drohnen von Kreml-Autokrat Wladimir Putin machen. Denn: Besagte Drohnen hat offenbar zwei Röhren angebracht, aus denen Schrotflinten-Munition verschossen werden kann. Und: Diese hatte sich in der Vergangenheit als besonders effektiv gegen die unbemannten Luftgefährte erwiesen.
So steigen die Verluste des Moskau-Regimes auch am Himmel weiter, während Putin in Russland schon Schulkinder für den Krieg trainieren lässt. Mehrere ukrainische Militärblogger teilten die Videos, die den Einsatz der Schrotflinten-Drohnen dokumentieren sollen. In mindestens zwei Beispielen ist zu erkennen, wie mutmaßlich russische Drohnen durch Schüsse mit Schrotmunition zum Absturz gebracht werden.
Ukrainian drone armed with shotguns used to intercept enemy drones.https://t.co/WswCQ3YkBJ pic.twitter.com/Jha3htGyxG
— Special Kherson Cat 🐈🇺🇦 (@bayraktar_1love) December 28, 2024
Drohnen im Ukraine-Krieg: Schrotflinten-Munition gegen Wladimir Putins Drohnen
Wie genau die Technik an der Drohne funktioniert, auch woher diese stammen könnte, dazu herrscht offenkundig Stillschweigen. Zumindest drang zu dem beschriebenen ukrainischen Modell nichts nach außen. Bekannt ist: Wie das Magazin Soldat & Technik Anfang Februar 2022, und damit kurz vor dem völkerrechtswidrigen russischen Überfall auf das südwestliche Nachbarland, berichtet hatte, stellte das australische Unternehmen Skyborne Technologies seinerzeit einen sogenannten Effektor im Flintenkaliber 12 (18,53 Millimeter) für den Einsatz an und mit Drohnen vor.
Die Röhren vorne dran an der Drohne aus dem ukrainischen Beispiel sehen jenen Fotos des Modells von Skyborne Technologies zumindest ähnlich. Auftraggeber war dem Bericht zufolge dem britischen Verteidigungsministerium. London gilt als entschiedener Unterstützer der ukrainischen Verteidiger. Ein Zusammenhang ist jedoch nicht überliefert. Soldaten beider Seiten hatten in den vergangenen Monaten wiederholt Schrotflinten für Bodentruppen der Infanterie (Fußsoldaten) gefordert, damit diese heimtückisch heran rauschende Kamikaze-Drohnen gerade noch so abschießen können.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine




Die Ukraine und Russland: Beide Seiten kämpfen mit vielen Drohnen
Nun wurde diese Verteidigungsmöglichkeit wohl auf Drohnen selbst adaptiert, während die Ukrainer auch Drohnen im Einsatz haben, die russische Drohnen in der Luft rammen. Oder die Fangnetze auf Putins Drohnen abfeuern und diese damit wortwörtlich einfangen. Laut des US-amerikanischen Nachrichtenmagazins Forbes produzieren Ukrainer und Russen gleichermaßen geschätzt jeweils 100.000 Drohnen pro Monat.
Während Moskaus Panzer-Produktion dagegen um ein Vielfaches größer ist, kann Kiew rüstungstechnisch zumindest wohl hier mithalten. Und sich mit seinen Unterstützern austauschen. Durch die Erfahrungen im Ukraine-Krieg, entwickeln westliche Panzerbauer sogenannte Hardkill-Systeme, die Schrapnelle wie bei Schrotflinten verschießen sollen, wenn Kamikaze-Drohnen auf die Panzer zufliegen. So integriert etwa der Panzerbauer KNDS Deutschland aktive Schutzsysteme APS TROPHY in den neuen Leopard 2A8, die mehrere Nato-Mitgliedstaaten bestellt haben – zum Beispiel Deutschland selbst für die Bundeswehr. (pm)
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