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Ukraine-Krieg: „Schrotflinten“ stellen sich Putins Drohnen entgegen

Die Ukraine bringt wohl innovative Drohnen in die Luft, um gegen Wladimir Putins hinterhältige Waffen am Himmel vorzugehen. Ein Clip verbreitet sich.

Kiew – Der Ukraine-Krieg ist ein regelrechtes Waffen-Labor. Das gilt auch für Drohnen. Und das gilt für die Streitkräfte der Ukraine als auch für die Invasionsarmee aus Russland.

Drohnen-Krieg in der Ukraine: Kiew entwickelt neue Waffe gegen Russland

Kiew hat nun Aufnahmen von einer offenbar neuen Drohne verbreitet. Sie soll wohl in der Luft Jagd auf die Drohnen von Kreml-Autokrat Wladimir Putin machen. Denn: Besagte Drohnen hat offenbar zwei Röhren angebracht, aus denen Schrotflinten-Munition verschossen werden kann. Und: Diese hatte sich in der Vergangenheit als besonders effektiv gegen die unbemannten Luftgefährte erwiesen.

So steigen die Verluste des Moskau-Regimes auch am Himmel weiter, während Putin in Russland schon Schulkinder für den Krieg trainieren lässt. Mehrere ukrainische Militärblogger teilten die Videos, die den Einsatz der Schrotflinten-Drohnen dokumentieren sollen. In mindestens zwei Beispielen ist zu erkennen, wie mutmaßlich russische Drohnen durch Schüsse mit Schrotmunition zum Absturz gebracht werden.

Drohnen im Ukraine-Krieg: Schrotflinten-Munition gegen Wladimir Putins Drohnen

Wie genau die Technik an der Drohne funktioniert, auch woher diese stammen könnte, dazu herrscht offenkundig Stillschweigen. Zumindest drang zu dem beschriebenen ukrainischen Modell nichts nach außen. Bekannt ist: Wie das Magazin Soldat & Technik Anfang Februar 2022, und damit kurz vor dem völkerrechtswidrigen russischen Überfall auf das südwestliche Nachbarland, berichtet hatte, stellte das australische Unternehmen Skyborne Technologies seinerzeit einen sogenannten Effektor im Flintenkaliber 12 (18,53 Millimeter) für den Einsatz an und mit Drohnen vor.

Die Röhren vorne dran an der Drohne aus dem ukrainischen Beispiel sehen jenen Fotos des Modells von Skyborne Technologies zumindest ähnlich. Auftraggeber war dem Bericht zufolge dem britischen Verteidigungsministerium. London gilt als entschiedener Unterstützer der ukrainischen Verteidiger. Ein Zusammenhang ist jedoch nicht überliefert. Soldaten beider Seiten hatten in den vergangenen Monaten wiederholt Schrotflinten für Bodentruppen der Infanterie (Fußsoldaten) gefordert, damit diese heimtückisch heran rauschende Kamikaze-Drohnen gerade noch so abschießen können.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Ukraine und Russland: Beide Seiten kämpfen mit vielen Drohnen

Nun wurde diese Verteidigungsmöglichkeit wohl auf Drohnen selbst adaptiert, während die Ukrainer auch Drohnen im Einsatz haben, die russische Drohnen in der Luft rammen. Oder die Fangnetze auf Putins Drohnen abfeuern und diese damit wortwörtlich einfangen. Laut des US-amerikanischen Nachrichtenmagazins Forbes produzieren Ukrainer und Russen gleichermaßen geschätzt jeweils 100.000 Drohnen pro Monat.

Während Moskaus Panzer-Produktion dagegen um ein Vielfaches größer ist, kann Kiew rüstungstechnisch zumindest wohl hier mithalten. Und sich mit seinen Unterstützern austauschen. Durch die Erfahrungen im Ukraine-Krieg, entwickeln westliche Panzerbauer sogenannte Hardkill-Systeme, die Schrapnelle wie bei Schrotflinten verschießen sollen, wenn Kamikaze-Drohnen auf die Panzer zufliegen. So integriert etwa der Panzerbauer KNDS Deutschland aktive Schutzsysteme APS TROPHY in den neuen Leopard 2A8, die mehrere Nato-Mitgliedstaaten bestellt haben – zum Beispiel Deutschland selbst für die Bundeswehr. (pm)

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