Erster Kriegsverbrecherprozess

Ukraine-Krieg: Lebenslange Haft für russischen Soldaten

Russischer Soldat verurteilt
+
Der russische Soldat wartet auf den Beginn einer Gerichtsverhandlung in Kiew.

In der Ukraine hat der erste Kriegsverbrecherprozess stattgefunden: Ein junger russischer Soldat muss lebenslang ins Gefängnis.

Kiew – Im ersten Kriegsverbrecherprozess gegen einen russischen Soldaten in der Ukraine ist der Angeklagte am Montag zu lebenslanger Haft verurteilt worden. „Das Gericht hat (den russischen Soldaten Wadim) Schischimarin für schuldig befunden und ihn zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt“, erklärte der Richter Serhij Agafonow in Kiew. Schischimarin will nach Angaben seines Anwalts Berufung gegen das Urteil einlegen.

Der Prozess gegen den 21-jährigen Schischimarin hatte erst am vergangenen Mittwoch begonnen. Der junge russische Soldat wollte den ukrainischen Ermittlern zufolge nach einem Angriff auf seinen Konvoi im Nordosten der Ukraine mit vier Kameraden in einem gestohlenen Auto fliehen. Das von ihm getötete Opfer, ein 62-jähriger Mann, war demnach Zeuge des Autodiebstahls.

Vor Gericht gestand Schischimarin die Tat und bat um Vergebung. Die Ukraine wirft der russischen Armee zahlreiche Kriegsverbrechen seit Beginn der Invasion am 24. Februar vor. (tu/AFP)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare