60 kilometerlanger Konvoi

Ukraine-Krieg: Russischer Militärkonvoi kommt nicht weiter voran

Im Ukraine-Krieg hat Russland mehrere Offensiven gestartet. So befindet sich vor der Hauptstadt Kiew ein kilometerlanger russischer Militärkonvoi. Dieser aber soll kaum vorankommen.

Kiew - Im Ukraine-Konflikt* attackiert Russland mehrere Städte in der Ukraine. So besetzen Truppen von Russlands Präsident Wladimir Putin*, der im Telefonat mit Bundeskanzler Olaf Scholz auf dritte Verhandlungsrunde am Wochenende zwischen Russland und der Ukraine hindeutete, das größte Atomkraftwerk Europas und um die Städte Charkiw und Mariupol toben schwere Kämpfe. Vor Kiew wartet derweil ein russischer Militärkonvoi. Doch dieser kommt Medienberichten zufolge, die sich auf das britische Verteidigungsministerium berufen, auf seinem Weg in die ukrainische Hauptstadt nicht voran. Aktuelle Karten des Konfliktes finden Sie hier.

Ukraine-Krieg: 60 kilometerlanger Militärkonvoi gerät vor Kiew ins Stocken

Demnach habe die Kolonne in den vergangenen Tagen „wenig erkennbare Fortschritte“ gemacht. Daher stehe der Militärkonvoi nach wie vor etwa 30 Kilometer vom Zentrum Kiews entfernt, heißt es weiter. Der Stillstand der etwa 60 Kilometer langen Fahrzeugschlange resultiere aus Pannen, ukrainischem Widerstand und blockierten Straßen.

Ein etwa 60 kilometerlanger russischer Militärkonvoi steht vor der ukrainischen Hauptstadt Kiew.

Im Interview mit ntv erklärte der Politikwissenschaftler Sven Bernhard Gareis: „Der Konvoi bringt Nachschub an Großgerät, Treibstoff und an Munition“. Dies sei „eine ganz wichtige Aufgabe in einem solchen Angriffskrieg“ - allerdings lässt sich das schleppende Vorankommen auch als Hinweis auf logistische Mängel auf russischer Seite im Ukraine-Krieg deuten. „Die schlechte Planung und Führung auf russischer Seite haben natürlich den bisherigen ukrainischen Widerstand begünstigt“, so Gareis weiter.

Ukraine-Krieg: Russland versucht mehrere ukrainische Städte zu erobern

Auch die Versuche der russischen Armee, die zweitgrößte Stadt der Ukraine Charkiw zu erobern, sind offenbar bisher nicht gelungen. Das berichtet ntv mit Berufung auf Informationen des US-Instituts ISW. Es würden jedoch weiterhin schwere Luftangriffe gemeldet, auch auf zivile Ziele wie Wohnhäuser, Einkaufszentren und Gewerbegebiete. Im Zentrum der Stadt gebe es große Zerstörungen.

Erich Vad, ehemaliger Brigadegeneral der Bundeswehr und einst militärischer Berater von Ex-Kanzlerin Angela Merkel*, hat im Nachrichtensender ntv eine aktuelle Einschätzung des Kriegs in der Ukraine gegeben. Dieser bezeichnete den kilometerlangen Militärkonvoi vor Kiew als „sehr irritierend“. Putin verfolge generell wohl die Strategie, große Städte einzukesseln und „auszutrocknen“, bevor das Militär einmarschiere, glaubt der Ex-General. Wasser-, Gas- und Ölzufuhr werde dabei durch Einkesselung gekappt, sodass die Bewohner fliehen. „Und die, die bleiben, können nicht mehr kämpfen.“ Alle weiteren Infos zum militärischen Konflikt im Russland-Ukraine-Krieg lesen Sie in diesem News-Ticker. (jsch) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Maxar Technologies / AP / dpa

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