Streit um Steuergesetz

Trumps ätzt gegen Musk: „Musst zurück nach Südafrika“

Der Zwist um den Haushalt zwischen Musk und Trump wird bitterer. Der US-Präsident attackiert den Tesla-Chef jetzt an einem empfindlichen Punkt: E-Autos.

Washington, DC – Wenn Donald Trump und Elon Musk einander beharken, dauert es bis zum Gegenschlag meist nicht allzu lang: „Elon bekommt vielleicht mehr Subventionen als jeder andere Mensch in der Geschichte, und zwar mit Abstand“, schrieb Trump jetzt auf Truth Social.

Trump fügte an: „Ohne Subventionen müsste Elon wahrscheinlich seinen Laden schließen und zurück nach Hause nach Südafrika gehen.“ Musk ist in Südafrika geboren.

Elon Musk: Erst US-Schattenpräsident – und jetzt Trump-Gegenspieler?

Geboren wurde Elon Musk 1971 in Pretoria in Südafrika.
Errol Musk baute als Maschinenbau- und Elektroingenieur ein Vermögen auf.
Mitte der 1990er Jahre begann der Aufstieg Elon Musks in den USA.
Im Jahr 2002 gründete Elon Musk das Unternehmen SpaceX.
Elon Musk: Erst US-Schattenpräsident – und jetzt Trump-Gegenspieler?

Musk eskaliert Trump-Streit: Tesla-Chef kündigt „Amerika-Partei“ an

Zuvor hatte Musk Trumps geplantes Haushaltsgesetz erneut angegriffen und eine „Amerika-Partei“ angekündigt. US-Präsident Trump möchte mit dem Steuer- und Ausgabengesetz zentrale Wahlversprechen umsetzen – der Tesla-Chef Musk dagegen fordert deutlich stärkere Ausgabenkürzungen.

Die beiden Männer überziehen einander nun öffentlich mit Kritik und Drohungen. Trump nennt sein Steuervorhaben offiziell „Big Beautiful Bill“ (BBB, „großes schönes Gesetz“) – und übt dabei auch Druck auf Kritiker innerhalb der Partei der Republikaner aus, denen die Einsparungen nicht weit genug gehen.

Name Elon Musk
Geburtsort Pretoria, Südafrika
Nationalitäten/StaatsbürgerschaftenSüdafrikanisch, Kanadisch, US-Amerikanisch
Geburtsdatum 28. Juni 1971
Beruf Unternehmer

„Schattenpräsident“ Musk kein Doge-Chef und Oval-Office-Dauergast mehr

Vor einigen Wochen sah das noch anders aus. Musk war mit seinem Sohn X sogar medienwirksam im Oval Office. Einige sprachen bereits vom „Schattenpräsidenten“ Musk. Noch im Februar verteidigte Musk im Oval Office vor den Kameras seine drastischen Kürzungen bei den Bundesbehörden. Doch bereits Ende Mai hatte Musk seine Tätigkeit bei der Regierungsabteilung für staatliche Effizienz (Doge) beendet.

Vor ihrer Fehde: Trump (l.) und Musk mit seinem Sohn bei einem Martial-Arts-Kampf (April 2025)

US-Präsident Trump: „Keine Elektroauto-Produktion“ mehr für Tesla-Chef Musk

Auf Musks ehemalige Tätigkeit bei Doge zielte Trump jetzt auch ab. „Keine Raketenstarts, Satelliten oder Elektroauto-Produktion mehr, und unser Land würde ein VERMÖGEN sparen“, konkretisierte Trump jetzt noch, wie er sich die Subventionskürzungen für Musk vorstellte. Vielleicht müsse die Doge dies „gut und streng“ prüfen, ätzte Trump.

Trump nahm in seinem Post auch Bezug auf das sogenannte EV-Mandat – eine staatliche Vorgabe im bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat Kalifornien, wonach ab 2035 nur noch batteriebetriebene oder Hybrid-Autos verkauft werden sollten. Trump stoppte dieses Programm Mitte Juni. „Es ist lächerlich und war immer ein wichtiger Teil meiner Kampagne. Elektroautos sind gut, aber nicht jeder sollte gezwungen sein, eines zu besitzen“, postete er jetzt.

Haushaltsberatungen in den USA: Senat ringt um Trumps „Big Beautiful Bill“

Der Senat ringt seit Montag (30. Juni) um den Beschluss des Haushaltsgesetzes. Wegen hunderter Änderungsanträge zu dem rund 1000 Seiten umfassenden Gesetz gab es eine nächtliche Marathonsitzung. (AFP/dpa/frs)

Rubriklistenbild: © Lynne Sladky/AP/dpa

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