Trumps Schlingerkurs

Trump kündigt „großes Statement“ zu Russland im Ukraine-Krieg an

US-Präsident Trump plant eine Erklärung zu Russland und weitere Waffenlieferungen an die Ukraine laufen. Darin spielt die NATO eine Schlüsselrolle.

Washington – Donald Trump hat angekündigt, sich am Montag in einer Erklärung gegenüber Russland zu positionieren. „Ich werde am Montag ein großes Statement zu Russland abgeben“, sagte Trump im Interview mit dem US-Nachrichtensender NBC, ohne auf nähere Details einzugehen. Gleichzeitig stellte er klar, dass die USA Luftabwehrraketen vom Typ Patriot in die Ukraine liefern werde. „Wir schicken Waffen an die Nato und die Nato zahlt für diese Waffen zu 100 Prozent. Wir werden Patriots an die Nato schicken und dann wird die Nato sie verteilen.“

Donald Trumps Orbit: Einflüsterer, Berater und Vertraute des Präsidenten

Karoline Leavitt, Pressesprecherin des Weißen Hauses unter Donald Trump
Elon Musk, hier mit seiner Mutter (l.), seinem Sohn und First Lady Melania Trump
Unterstützung soll Elon Musk von Vivek Ramaswamy erhalten.
Jeff Bezos, hier mit seiner Verlobten Lauren Sanchez kurz vor der gemeinsamen Hochzeit in Venedig.
Donald Trumps Orbit: Einflüsterer, Berater und Vertraute des Präsidenten

Die versprochene Waffenlieferung ist die nächste Kehrtwende in einem Schlingerkurs der US-Regierung im Ukraine-Krieg. Erst vergangene Woche hatte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth Exporte in die Ukraine gestoppt. Auf Pressenachfrage hatte Donald Trump diese Woche wiederum jede Kenntnis davon abgestritten. Laut Associated Press sollen inzwischen wieder 155 mm-Munition und präzisionsgelenkte Raketen auf dem Weg in die Ukraine sein.

Hat Nato-Chef Mark Rutte Donald Trump für die Ukraine gewonnen?

Die neueste Entscheidung für die Waffenlieferung über das Verteidigungsbündnis hängt möglicherweise mit einem Gespräch mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte zusammen. Der soll am Donnerstag mit dem US-Präsidenten gesprochen haben. „Heute habe ich die Staats- und Regierungschefs aufgefordert, mehr zu tun, damit die Ukraine über mehr Munition und Luftabwehr verfügt“, schrieb Rutte gestern im Kurznachrichtendienst X. „Ich habe gerade mit Präsident Trump gesprochen und arbeite nun eng mit den Verbündeten zusammen, damit die Ukraine die benötigte Hilfe erhält.“

Wir schicken Waffen an die Nato und die Nato zahlt für diese Waffen zu 100 Prozent.

US-Präsident Donald Trump

Die Sicherheitslage in der Ukraine hat sich in den vergangenen Wochen dramatisch verschlechtert. Die Zahl der russischen Angriffe im Krieg von Wladimir Putin ist erneut gestiegen – sowohl Russland als auch die Ukraine verzeichnen enorme Verluste. Laut Vereinten Nationen war der Juni mit 232 Toten und 1.343 Verletzten der Monat mit den meisten zivilen Opfern in der Ukraine seit Beginn der russischen Invasion im Februar 2022.

US-Präsident Donald Trump im Juni 2025 beim Nato-Gipfel in Den Haag in Dänemark (Archivbild).

Verluste im Ukraine-Krieg weiter hoch: Hunderttausende Tote auf beiden Seiten

Auch unter den Kämpfenden sind die Verluste extrem. Nach neuesten Recherchen des Economist sollen auf russischer Seite insgesamt 190.000 bis 350.000 Streitkräfte im Ukraine-Krieg gestorben sein. Für die Zahlen auf ukrainischer Seite beruft sich die Zeitung auf das Portal UALosses. Demnach sollen 73.000 and 140.000 Soldaten aus der Ukraine getötet worden sein.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Jakub Porzycki / NurPhoto

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