Abraham-Abkommen

Republikanerin schlägt Trump für Friedensnobelpreis vor

Donald Trump darf wieder auf einen Friedensnobelpreis hoffen. Hintergrund ist das Abraham-Abkommen zwischen Israel, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Washington, D.C. – Donald Trump könnte in diesem Jahr den Friedensnobelpreis erhalten. Vorgeschlagen ist er für die Auszeichnung zumindest, und das nicht zum ersten Mal. Hintergrund ist das Abraham-Abkommen, an dem der frühere Präsident der USA beteiligt gewesen ist. Die Republikanerin Claudia Tenney reichte deshalb den Vorschlag ein.

Das Abraham-Abkommen wurde im September 2020 zwischen Israel, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten unterzeichnet. Es geht darin um die Normalisierung deren Beziehung als Teil der Strategie gegen den Nahost-Konflikt. In den Monaten nach der Unterzeichnung folgten auch Marokko und der Sudan dem Beispiel. Sie verabschiedeten ähnliche Übereinkünfte.

Das Abraham-Abkommen wurde am 15. September 2020 unterschrieben.

Republikanerin begründet: Trumps Abraham-Abkommen gegen „Bidens schwache Führung“

„Jahrzehntelang bestanden Bürokraten, Außenpolitiker und internationale Organisationen darauf, dass weitere Friedensabkommen im Nahen Osten ohne eine Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts unmöglich seien. Präsident Trump hat bewiesen, dass das falsch ist“, erklärte Tenney gegenüber Fox News.

Sie beklagte, dass die angeblichen Errungenschaften Trumps bisher ungeehrt blieben. „Mehr denn je, da Joe Bidens schwache Führung auf der internationalen Bühne die Sicherheit unseres Landes bedroht, müssen wir Trump für seine starke Führung und seine Bemühungen um den Weltfrieden anerkennen“, forderte die Kongressabgeordnete. Der Vorschlag dient also nicht zuletzt der Wahlkampfstrategie bei der US-Wahl gegen Biden, dessen Israel-Politik besonders in der jüngeren Generation keinen Anklang findet.

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Trump erneut für Friedensnobelpreis vorgeschlagen – Abraham-Abkommen spaltet

Auch 2020 durfte Trump auf einen Nobelpreis hoffen. Damals schlug der norwegische Abgeordnete Christian Tybring-Gjedde ihn wegen des Abraham-Abkommens vor. Kurz darauf forderten die schwedische Partei Perussuomalaiset (Basisfinnen) und eine Gruppe australischer Gesetzgeber den Preis für Trump. Der australische Rechtswissenschaftler David Flint erklärte damals bei Sky News Australien: „Er verringert die Tendenz Amerikas, sich in jeden einzelnen Krieg einzumischen.“

Bereits damals waren jedoch nicht alle Stimmen auf der Seite Trumps: Die israelische Journalistin Noa Landau schrieb 2020 in einer Analyse: „Friedensabkommen des Weißen Hauses sind ebenso inhaltsleer wie Miss Universe-Erklärungen, und das ist Absicht.“ Ob Trump dieses Jahr mit dem Friedensnobelpreis geehrt wird, entscheidet sich im Oktober. (lismah)

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/White House | Shealah Craighead

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