Demos gegen Musk

„Stoppt den Putsch“: Amerikaner gehen gegen Musk auf die Barrikaden – und werden in Handschellen weggezerrt

In mehreren US-Städten fanden Demonstrationen vor Tesla-Geschäften statt, um gegen die geplanten Massenentlassungen von Elon Musk zu protestieren.

New York – In den letzten Tagen kam es in mehreren US-amerikanischen Städten zu Protesten vor Tesla-Showrooms. Besonders in New York versammelten sich hunderte Demonstranten. Laut einem Bericht der Tagesschau wurden insgesamt rund 90 Tesla-Filialen sowie Supercharger-Ladestationen Ziel der Protestaktionen.

Vor dem Tesla-Showroom in New York kam es zu Spannungen, als mehrere Demonstranten das Geschäft illegal besetzten, wie Mediaite berichtete. In einem auf sozialen Medien veröffentlichten Video ist zu sehen, wie die Polizei die Protestierenden aus dem Showroom führt.

Proteste vor Tesla-Showroom in Manhattan: Demonstranten fordern Stopp von Musks Einfluss

„Scheiß auf Elon Musk!“, rief einer der Festgenommenen laut, als er in Handschellen abgeführt wurde. Die Gruppe skandierte während des Vorfalls: „Elon Musk ist nicht gewählt“ und „Stoppt den Putsch“. Infolgedessen musste der Tesla-Showroom in Manhattan vorübergehend geschlossen werden.

Tesla steht verstärkt in der Kritik, insbesondere aufgrund von Elon Musks wachsendem Einfluss und seinen Verbindungen zur Regierung von Präsident Donald Trump. Auch seine Projekte wie das DOGE (Department of Government Efficiency) stehen im Fokus der öffentlichen Diskussion. Tesla-Anlagen und Ladestationen sind in letzter Zeit immer häufiger Ziel von Protesten.

Landesweite Demonstrationen gegen Elon Musk in den USA – (Archivbild)

„Ich werde verhaftet, weil ich gegen Elon Musk protestiere. Er hat sich an die Macht gekauft. Er hat sich an die Spitze einer Regierungsbehörde gekauft. Er hat sich seine Macht auf Kosten des amerikanischen Volkes, auf Kosten unserer Umwelt, auf Kosten unserer Welt und aller Menschen, die darin leben, gekauft“, erklärte ein Demonstrant.

Musk macht ActBlue für Proteste gegen Tesla verantwortlich

Bereits am Samstagmorgen hatte Musk angedeutet, dass die gewalttätigen Proteste gegen mehrere Tesla-Standorte Teil einer gezielten Aktion des politischen Aktionskomitees ActBlue seien. „Eine Untersuchung hat 5 von ActBlue finanzierte Gruppen gefunden, die für Tesla-‚Proteste‘ verantwortlich sind: Troublemakers, Disruption Project, Rise & Resist, Indivisible Project und Democratic Socialists of America“, schrieb er auf X.

„Zu den Geldgebern von ActBlue gehören George Soros, Reid Hoffman, Herbert Sandler, Patricia Bauman und Leah Hunt-Hendrix. Gegen ActBlue wird derzeit ermittelt, weil es ausländische und illegale Spenden zugelassen hat und damit gegen die Vorschriften zur Wahlkampffinanzierung verstößt. Diese Woche sind sieben hochrangige ActBlue-Mitarbeiter zurückgetreten, darunter der stellvertretende General Counsel. Wenn Sie etwas darüber wissen, posten Sie es bitte in den Antworten. Danke, Elon.“

Elon Musk: Erst US-Schattenpräsident – und jetzt Trump-Gegenspieler?

Geboren wurde Elon Musk 1971 in Pretoria in Südafrika.
Errol Musk baute als Maschinenbau- und Elektroingenieur ein Vermögen auf.
Mitte der 1990er Jahre begann der Aufstieg Elon Musks in den USA.
Im Jahr 2002 gründete Elon Musk das Unternehmen SpaceX.
Elon Musk: Erst US-Schattenpräsident – und jetzt Trump-Gegenspieler?

Aktivisten der Gruppe „Neue Generation“ beschmieren Tesla-Showroom in Berlin mit blauer Farbe

Auch in Berlin beschmierten drei Aktivisten der Gruppe „Neue Generation“ bereits Anfang März die Fensterfront eines Tesla-Showrooms mit blauer Farbe. Sie wollen damit gegen die „Allianz aus Rechten und Reichen“ protestieren. Zuvor hatte der Tagesspiegel darüber berichtet. Die drei hätten Pappschilder in der Hand gehalten. Auf einem gaben sie sich als Mitglieder der Gruppe „Neue Generation“ zu erkennen, wie sich die Klimaprotestgruppe „Letzte Generation“ inzwischen nennt. (jal)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Rashad O. Griffin Sr

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