Tumult im Luftraum

Spannung über der Ostsee: Putins Flieger von Nato-Kampfjets abgefangen

Russische Flugzeuge wurden von Nato-Kampfjets über der Ostsee entdeckt. Es ist nicht das erste Mal, dass Flugzeuge von Putin gegen die Regeln der Luftfahrt verstoßen.

Kaunas – Nato-Kampfjets haben im Baltikum mehrere russische Flugzeuge abgefangen, die im internationalen Luftraum gegen Flugregeln verstoßen haben. Durch den Ukraine-Krieg ist die Lage zwischen dem westlichen Verteidigungsbündnis und Moskau ohnehin bereits angespannt.

Wie European Pravda mit Verweis auf den Pressedienst des litauischen Verteidigungsministeriums berichtet, flogen die Nato-Kampfjets am 23. Dezember einen Einsatz, um ein Flugzeug vom Typ Il-20 abzufangen. Das Flugzeug flog im internationalen Luftraum vom russischen Festland in die russische Oblast Kaliningrad.

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Nato-Kampfjets eskortieren Putins Flieger zurück in russischen Luftraum

Das Flugzeug sei ohne Flugplan, mit eingeschaltetem Radartransponder und in Funkkontakt mit dem Regional Area Control Center (RFC) unterwegs gewesen. Die Nato-Kampfjets eskortierten die Flieger zurück in russischen Luftraum, nachdem sie sie aufgespürt hatten.

Außerdem starteten Nato-Jets, um ein IL-76-Flugzeug zu identifizieren. Am 25. Dezember stiegen Nato-Kampfjets in den Himmel, um ein Flugzeug des Typs An-26 zu identifizieren. Bereits am 17. Dezember deuteten Berichte darauf hin, dass die Niederlande, Finnland und Schweden ihre Kampfflugzeuge alarmiert hätten, nachdem russische strategische Bomber vom Typ Tu-22, eskortiert von Kampfflugzeugen vom Typ Su-27, über der Ostsee gesichtet worden waren.

Wladimir Putin lässt seine Flieger im Nato-Luftraum fliegen.

Russische Kampfjets verletzen immer wieder Nato-Luftraum

Zuvor war informierte das litauische Verteidigungsministerium darüber, dass Nato-Kampfjets, die den Luftraum über den baltischen Staaten patrouillieren, sieben Einsätze geflogen hätten, um russische Flugzeuge aufzuspüren und zu eskortieren, die gegen Flugregeln verstießen. Solche Verstöße sind in den vergangenen Monaten zur Regel geworden.

Bereits im Sommer meldeten Schweden und Finnland mehrere Luftraumverletzungen durch russische Kampfjets. Das russische Verhalten sei inakzeptabel, betonte der schwedische Außenminister Tobias Billström damals und kündigte an, den russischen Botschafter einzubestellen. (lm)

Rubriklistenbild: © imago/zuma/Montage

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